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Texte von früher: Der Notarzt der Benzinbrüder

1995 mit dem VW Golf vom ÖAMTC in SeyringDa mein Vater während meiner Kindheit ständig an irgendwelchen alten Autos (meist den eigenen) geschraubt hat, habe ich Kolben, Motoren, Fahrwerke, Benzin und Öl bereits von Kindesbeinen an geliebt. Folgerichtig habe ich mich für eine HTL-Ausbildung am TGM im Fachbereich Maschinenbau / KFZ-Technik entschlossen und hatte danach auch in diesem Bereich die ersten Jobs (unter anderem 4 Jahre beim ÖAMTC als Prüfer & Pannenfahrer). Im Jahr 1997 war ich auf der Suche nach neuen Herausforderungen und hatte damals eine grandiose Idee: ich wollte als Motorjournalist zu arbeiten, denn leiwande Autos fahren & drüber schreiben erschien mir eine gute Sache zu sein (und erscheint es mir heute noch, wenn ich drüber nachdenke). Also verfasste ich einen Text über den Job, den ich bis zum damaligen Zeitpunkt am liebsten gehabt hatte: übers Pannenfahren. Damit habe ich mich damals bei verschiedenen österreichischen Zeitschriften (u.a. bei Alles Auto und der Autorevue) beworben - und dabei ist es leider auch geblieben, denn eingestellt wurde ich bekanntlich nicht. 

Ein Jahr danach habe ich mich als Grafiker & Webdesigner selbständig gemacht und dabei ist es jobtechnisch bis heute geblieben. Mein Herz schlägt dennoch weiterhin für schnelles Blech & starke Motoren. Beim Aussortieren alter Backup CDs(!) ist mir mein Text von 1997 wieder in die Hände gefallen:

Menschen in Bewegung:

DER NOTARZT DER BENZINBRÜDER

Der Morgen graut über Wien. Ein Mann in festem Schuhwerk marschiert die Garageneinfahrt nach unten, sperrt sein Auto, einen simplen Subaru Justy, auf, wirft seinen Aktenkoffer, prall gefüllt mit Informationsbroschüren und Formularen auf den Beifahrersitz, den einzig möglichen Platz dafür, und nimmt hinter dem Lenkrad Platz. Das Funkgerät und den Radio einschalten, die Garage verlassen. Das Werkzeug hinten im Auto scheppert fürchterlich, als der gelbe Subaru über die obere Kante der Garageneinfahrt ins beginnende Tageslicht hinausfährt. Als sich das Datenfunkgerät außerhalb der Garage, begleitet von einem unangenehmen Doppelton, ins Netz einklinkt, beginnt der tägliche Dienst auf Wiens Straßen.

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Robbie Williams in der Krieau: Manöverkritik

Robbie WIlliams Konzert KrieauSeit November 2012 hatte ich die Karten im Büro an der Pinnwand hängen und hab mich ziemlich drauf gefreut. Ich habe deshalb sogar die Teilnahme an einem zeitgleich stattfindenden Segeltörn abgesagt, zu dem ich eingeladen worden wäre. Gestern abend war es endlich soweit: Robbie Williams bespielte in der Krieau eine gigantische Bühne, angeblich waren etwa 65.000 Fans vor Ort. Über das Konzert selbst schrieb z.b. Georg Leyrer beim Kurier ohnehin genug - ich will hier einige Beobachtungen teilen, die ich im Laufe des Abends gemacht habe: Read more

Warum man AdBlock Plus deinstallieren sollte: die beliebte Browsererweiterung hat einen Haken!

Die beliebte Browsererweiterung AdBlock Plus sorgt dafür, dass lästige Werbung im Browser ausgeblendet wird. Das Tool wurde bereits über 200 Millionen mal heruntergeladen und von mehr als 25 Millionen Benutzern täglich benutzt. Es sieht aber ganz danach aus, als würde man dort den eigenen Slogan "Jetzt Adblock Plus installieren, um die Kontrolle über das Internet wiederzuerlangen und es so zu erleben, wie es sein sollte" völlig anders verstehen als wir Benutzer. Die ganze Geschichte gibts drüben bei mobilegeeks.de - unter dem bezeichnenden Titel "Adblock Plus Undercover – Einblicke in ein mafioeses Werbenetzwerk".

JEDER Benutzer des Werbeblockers sollte das gelesen haben - bitte weiterverbreiten!

Da hab ich doch lieber einige Werbebanner, bevor ich solche Machenschaften unterstütze. Auf meinen Rechnern läuft kein AdBlock Plus mehr...

Aber wie schaltet man dann die nervtötenden Werbeformen ab?

Update 26.11.2013: Alternativen zu AdBlock Plus für Chrome, Firefox und Internet Explorer werden in diesem Artikel im PC Magazin beschrieben (unten die Bildergalerie durchklicken)

 

Deutschland und die Terrorpanik

Derzeit wird von Politik und Medien in Deutschland ganz heftig die Angst vor terroristischen Anschlägen geschürt. Sogar hier in Österreich wurde heute früh in den Privatradio-Nachrichten ausführlich darüber berichtet, dass sich in unserem Nachbarland die Menschen mittlerweile sogar vorm U-Bahn-Fahren fürchten. Und der ORF dreht seine Berichterstattung überhaupt in eine unschöne Richtung, die nicht mehr als journalistisch zu bezeichnen ist.
Ich vermute, dass hinter der ganzen Panikmache der einfache Grund steht, dass Deutschland gravierende gesetzliche Eingriffe in die Freiheit seiner Bürger plant. Das will ich kurz begründen:
Terror lebt vom Überraschungsmoment - kein Terrorist, der auf sich hält, würde einen Anschlag begehen, von dem alle potentiellen Opfer bereits wissen. Außerdem werden die Ziele der Glaubwürdigkeit halber an den angekündigten Tagen extrem gut bewacht sein. Das wissen aber sicher die warnenden Institutionen und Personen auch. Somit ist es eigentlich kontraproduktiv, über die Medien großangelegt die Bevölkerung zu warnen. Wenn tatsächlich konkrete Hinweise auf Anschläge vorliegen würden, wäre es wohl schlauer, einfach die betreffenden Orte und Gebäude verschärft zu bewachen und die Terroristen gegebenenfalls schlicht zu verhaften. Man würde nicht groß zu verkünden, dass man über die Pläne informiert ist.
Daher wird genau NIX passieren. Und warum wird offiziell nix passiert sein: weil man davor gewarnt hat, genau.
Weitere Überlegung: Woher kommen die Informationen, aufgrund denen davon ausgegangen wird, dass an bestimmten Tagen bestimmte Ziele "dran" sind? Hat einer der Terroristenbosse seinen Filofax oder sein Smartphone mit den Terminen in der U-Bahn liegen lassen? Wenn ja: warum weiß man dann nicht, WER aller beteiligt ist und nimmt diese Personen nicht schon vorher in Gewahrsam? Man kann also davon ausgehen, dass die deutschen Behörden vorher nichts davon wissen, wenn in Deutschland Anschläge verübt werden sollen. Woher auch? Terroristische Organisationen senden selten Pressemitteilungen aus.
Für mich (und wohl auch für viele andere denkende Menschen) hat die Vorgehensweise der deutschen Behörden einen ganz anderen Grund: Menschen die in Furcht leben, sind einfacher davon zu überzeugen, dass die Beschneidung ihrer Bürgerrechte und "mehr Kontrolle" nur zu ihrem Besten geschieht. Denn, so die Obrigkeits-Argumentation, "wer nichts zu verbergen hat, der braucht sich ja davor nicht zu fürchten". Damit steht praktischerweise automatisch jeder, der dagegen auftritt, unter Generalverdacht.
Prompt wurde letztens mein Verdacht bestätigt. Die SZ berichtete: "Angesichts der Terrorbedrohung Deutschlands hat Unionsfraktionschef Volker Kauder die FDP erneut aufgefordert, sich nicht länger gegen die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung zu sperren. Diese Regelung hatte ja der Bundesverfassungsgerichtshof im März dieses Jahres erst gekippt.
Durchsichtige Taktik: ein halbes Jahr warten, Panik erzeugen, Neuregelung durchdrücken. Armes Deutschland.

Österreichs Züge haben Seilzugbremsen

Das will uns jedenfalls die Österreich-Qualitätszeitung einreden, die in einem Artikel zu einem Zugunglück entsprechend getextete Infoboxen dazu abdruckte. Die technischen Hintergrund-Infos werden immer öfter vom mopedfahrenden Praktikanten getippt, der noch nicht gelernt hat, dass Züge mit Druckluft gebremst werden, es sich also bestenfalls um einen Bremsschlauch gehandelt haben könnte und der Lokführer nicht an einem Seil ziehen muss, um sein Gefährt zum Stehen zu bringen.
Egal - die Zielgruppe wirds nicht merken :-)

Wahlempfehlungen – wer braucht das?

Im Sonntag-Kurier beklagte sich ein Journalist in einem Artikel darüber, daß BZÖ, ÖVP und Grüne ihre Wähler "alleine lassen" würden, weil von Seite dieser Parteien keine offizielle Wahlempfehlung für die Wahl des Bundespräsidenten abgegeben wurde.
Ich frage mich allerdings: gibt es wirklich so unmündige Bürger, die auf eine Wahlempfehlung einer Partei warten? Machen Leute wirklich ihr Kreuzerl deshalb bei einem er Kandidaten, weil es "die Partei" empfohlen hat? Müssen Wahlempfehlungen tatsächlich sein? Interessiert die Parteimeinung (formuliert vom Schafherden-Pressesprecher) irgendjemanden da draußen? Bitte klärt mich auf - bis heute hab ich meinen Glauben in die Intelligenz des Einzelnen noch nicht verloren. Könnte sich allerdings ändern...

Lieber ORF. Bitte lerne zählen. Danke.

Lieber ORF,

du wirst dich sicher wundern, warum ich dir heute schreibe, kennst Du mich doch bisher lediglich als Kundennummer auf dem GIS-Erlagschein, den ich zähneknirschend ob der Unverschämtheit der Beitragshöhe, aber doch regelmäßig einzahle. Aber es wird Zeit, dir meinen Unmut kundzutun.

Wie du vielleicht weißt, gibt es sogenannte Fernsehserien. Das ist, laut Wikipedia eine "eine Abfolge von zusammenhängenden filmischen Werken im Fernsehen". Diese heißen einzeln auch "Folgen", was schon vom Namen her impliziert, dass eine gewisse ABFOLGE meistens nicht unwesentlich ist. Und genau darin liegt dein Problem, lieber ORF. Egal welche Serie - du schaffst es meist nicht, die Folgen in  einigermassen passender Reihenfolge zu senden (idealerweise natürlich diejenige, die von den Drehbuchautoren der Serie als "richtige" Abfolge definiert wurde, indem die einzelnen Teile einer Serie  schlauerweise nummeriert wurden - einzelne Folgen wurden laufend durchnummeriert, ein größerer Block an Folgen heißt "Staffel" und auch hier gilt: die erste Staffel ist vor der zweiten Staffel zu senden, die zweite vor der dritten usw.). Offenbar ist das aber zu viel Intelligenz, die dir hier abverlangt wird, denn das klappt so gut wie nie.

Was weiters auffällt: nicht nur, dass bei Serien oft die Reihenfolge nicht passt (was etwa beim Kasperl und den Simpsons vielleicht gerade noch akzeptiert werden könnte, bei Dr. House schon weniger und bei anderen Serien wie "24" mit durchgehender Handlung gar nicht) - du schaffst es auch immer wieder, die denkbar unpassendsten Folgen aus dem Archiv zu holen. Wenn ich bei 35 Grad Aussentemperatur eine Weihnachts- oder Halloween-Folge der Simpsons oder eine Thanksgiving-Ente in einer Serie sehe, dann muss man nicht erst den Teletext befragen, wo man beim Zappen hängen geblieben ist, denn dann ist man sicher beim ORF gelandet.

Das fällt nicht nur mir auf, sondern auch den Kollegen drüben beim Standard. In meinem Verwandten- und Freundeskreis kam diese Frage auch schon öfter auf und ich stelle sie hier erstmals öffentlich:

Woran liegts, dass du es nicht schaffst? Sind die einzelnen Kassetten (DVDs, Bänder, Files, Festplatten, whatever) nicht richtig beschriftet? Findet der Praktikant die richtigen Folgen im Archiv nicht? Liefert die Produktionsfirma immer nur eine Folge auf den Küniglberg - und das ist stets die falsche? Ist es Bosheit den Fernsehzusehern gegenüber? Oder stimmt  der alte Spruch, dass man niemals Vorsatz unterstellen soll, wenn Dummheit und Ignoranz genügen?

Bitte lieber ORF: lerne zählen. Serien beginnen mit der ersten Folge der ersten Staffel, bei jeder weiteren erhöht sich die Zahl um eins, bis man am Ende der ersten Staffel angelangt ist. Dann folgt die zweite Staffel nach demselben Prinzip. Bevor du das nicht gelernt hast, gib bitte kein Geld für Serien wie "24" oder Lost aus, wo die Reihenfolge der einzelnen Episoden zwingend eingehalten werden muss, wenn die Zuschauer nicht wegzappen sollen. Und bis dorthin wundere dich bitte auch nicht mehr, wenn trotz attraktivem Serienangebot die Zuseher in Scharen zu den Privatsendern umschalten.

In der berechtigten Hoffnung, dass du dich besserst (denn schlimmer kanns kaum noch werden) grüßt recht herzlich
Dein treuer Gebührenzahler
EGM

Baba, Stahlriese: Nachruf auf die Sendemasten am Bisamberg

Seit heute ist also das höchste Bauwerk Österreichs nur mehr ein Haufen Metallschrott. Nachdem um 12:00 der kleinere Mast in einem Stück umgelegt wurde, hat auch der Großmast um 15:00 mit einigen Sprengladungen den Weg zum Boden gefunden. Schade drum, irgendwie.
Der große Sendemast am Bisamberg hat mich schon als Kind fasziniert. In seiner Nähe sind wir als Kinder die Rodelwiese runtergebrettert und haben uns über die Schilder gewundert, die davor gewarnt haben, daß "im Winter Eisabfall vom Sender möglich" ist (und auch davor ein bißl gefürchtet). Den kleineren Mast hab ich als Kind immer ein bißl als "Pipifax" abgetan, obwohl auch der mit 120 Metern Höhe ein Riesending war. Trotzdem ich ein massives Höhenproblem habe (beim Raufklettern), wäre ich dennoch gerne einmal OBEN am großen Bisamberg-Sendemast gestanden. Das wird sich in diesem Leben wohl nimmer ausgehen...heute war ich live vor Ort bei der Sprengung dabei. Read more

Sendersprengung am Bisamberg: offizieller Plan der Sicherheitszonen

Heute werden die beiden ehemaligen Radiosendemasten am Bisamberg gesprengt. Der kleinere Mast fällt um 12:00 in einem Stück, nachdem man einfach zwei der drei Abspannungen gesprengt hat, der große Mast wird um 15:00 mit drei Sprengungen gezielt in vier Teile zerlegt und die Abspannseile gesondert abgesprengt. Hier der offizielle Absperrplan mit allen Zuschauerbereichen (einer östlich, einer nördlich und einer westlich der Sender) und der eingeplanten Sicherheitszonen. Heißer ortskundiger Tipp für den Großmast: ich denke, dass man im östlichen Bereich, der sich oberhalb der Rodelwiese befindet, am meisten mitkriegen dürfte! Und dort werd ich auch sein - bringt Bier mit 😉

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