Here’s how we work. Somebody calls up with a project; we do some stuff; and the money follows. (Tim Brennan)

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Mai 2005

 

  • Sonntag
  • 29.Mai 2005

Augenauswischerei mit Zahnpasta?

Gestern im Fernsehen entdeckt: Blendax spendet für jede verkaufte Tube Zahnpasta einen ganzen Euro-Cent an die SOS-Kinderdörfer. Und macht dafür im TV-Hauptabend großangelegt Werbung. Tu Gutes und rede drüber - Blendax hält sich halt an diese Werbeweisheit. Mit dem kleinen Schönheitsfehler, daß bei 10.000 Tuben Zahnpasta grade mal 100 Euro an Spendengeldern zusammenkommen. Würde man das Geld für Produktion und die Ausstrahlung der TV-Spots spenden, wäre den SOS-Kinderdörfern sicher mehr geholfen.
Nicht, daß ich gegen Spenden für einen guten Zweck etwas habe - ich halt nur diese Aktion für kein rasend großes Opfer des Riesenkonzerns Procter & Gamble, zu denen Blendax gehört. Es erinnert mich an die Bitburger-Aktion für Fußballplätze in Deutschland, deren Effekt ja der Shopblogger letztens nachgerechnet hat.

  • Freitag
  • 27.Mai 2005

Preisgestaltung im Webdesign

Letztens erhielt ein Interessent von mir einen Kostenvoranschlag für zwei Pages, teilweise mit Online-Verwaltungsoberfläche. Auf meine Nachfrage, ob noch Fragen offen wären, kam folgendes Mail zurück:

nun es hat sich ergeben, dass mehrere Studenten die Homepage natürlich weit günstiger machen. Ich muss sagen, dass Ihr Preis sehr hoch ist und ich dem nicht näher treten kann. Es gibt derzeit so viele Leute, die Homepages machen und die Preise auch für Tophompages sind sehr günstig. Ihr Preis liegt in etwa rund 70 % höher als die Preise von anderen Anbietern. Leider muss ich Ihnen diese Mitteilung machen und wir können nur dann ins Geschäft kommen, wenn Sie einen weit geringeren Preis anbieten können.

Da ich mit Sicherheit zu den behutsam kalkulierenden Webworkern zähle, habe ich lange überlegt, ob ich das Mail überhaupt kommentieren und zurückschreiben soll. Ich hab mich dann aber doch dazu entschlossen:
(weiterlesen...)

  • Mittwoch
  • 25.Mai 2005

Wien.at wird 10 Jahre alt

Die Internetplattform der Gemeinde Wien wird 10 Jahre alt. Zur Feier des Tages gabs ein komplettes Redesign - ich war ganz verblüfft und hab zuerst geglaubt, ich wär auf der falschen Page. Auf einer eigenen Geburtstagspage kann man den Werdegang von wien.at nachlesen - mittlerweile umfasst die Page mehr als 40.000 Einzelseiten!

  • Dienstag
  • 24.Mai 2005

Kostenloser Mail-Server & Proxy für Mini-LANs

Ich hab das Ding bereits seit zwei Jahren als localhost-SMTP-Server am Laptop im Einsatz (für php-Development), hab aber noch nie drüber gebloggt: die 602 LAN Suite ist ein bussifeiner Mailserver fürs lokale Netzwerk mit Unmengen an Zusatzfeatures. Unter anderem kann man das Ding auch schlicht als LAN-Gateway einsetzen, um alle Rechner über eine Leitung ins Internet zu bringen (so geschehen heute bei einem Kunden, deshalb grad heut der Blog-Eintrag). Die Version für bis zu 5 User ist kostenlos, lediglich eine Registrierung ist nötig. Eine Übersicht, was das Ding alles kann, gibts auf der Featureliste - es ist einfach zu viel, um es hier aufzuzählen. In der Gratisversion ist lediglich der Virenschutz sowie einige Logging-Funktionen nicht enthalten.
Fazit nach zwei Jahren Gebrauch: sehr empfehlenswert, weil absolut stabil & unauffällig

Und wieder…

...spinnt der Server. Mails kommen nicht durch, die Homepage ist nur sporadisch erreichbar. Heute bitte anrufen, keine Mails senden...
Ein Wechsel des Providers steht an - irgendwelche Empfehlungen?

  • Sonntag
  • 22.Mai 2005

Songcontest 2005

Da es gestern abend sowieso nix Sehenswertes im Fernsehen gab, was ich nicht schon gesehen hätte, hab ich es mir angetan, den Songcontest mitzuverfolgen. Unsere Truppe, die Global Kryner sind ja gottseidank schon in der Vorrunde rausgeflogen, deshalb fiel Fremdschämen gestern weitgehend aus. Einige Beobachtungen:

- Kurze, orangegelbe Kittelkleider und tiefe Dekoltees waren der große Trend beim Contest 05. Wir haben insgesamt 7 Teilnehmernationen gezählt, die auf diese Kombination gesetzt haben (und tiefe Busen-Einblicke alleine gabs sogar noch mehr), insofern war der Sieg der Orangekittel-Dekoltee-Tante aus Griechenland keine allzugroße Überraschung. Allerdings wird sich der griechische Nationalstolz jetzt wohl endgültig überschlagen. Denn was will man mehr, als letztes Jahr Europameister zu werden und heuer den Songcontest zu gewinnen.

- Dancefloor und Blondinen - ein weiterer Trend heuer. Irgendwo existiert ziemlich sicher eine Soncontest-Blondinen-Klonstation, in der zwei Drittel des Teilnehmerfeldes gefertigt wurden. Man hatte oft den Eindruck, EINE Blondine würde in verschiedenen Sprachen, mit dezent veränderter Frisur und demselben Titel in einer anderen Sprache für mehrere Länder an den Start gehen.

- Ganz Deutschland rätselt mit der Bild-Zeitung über Gracias Niederlage - die deutsche Teilnehmerin wurde mit mageren 4 Punkten Letzte. Lag es an dem Skandal um gesteuerte Plattenkäufe? Oder war die schöne Gracia in der Nacht vor dem Grand-Prix-Finale zu lange auf der Piste?
Weder noch, liebe Bild-Zeitung. Aber auch andere Zeitungen rätseln über die Ursache der Niederlage - ich frage mich, was es da zu rätseln gibt. Wenn sich die Redakteure den Songcontest auch angesehen hätte, anstatt in Agenturmeldungen zu wühlen, hätten sie wahrscheinlich bemerkt, woran es lag: Gracia hat es als eine der wenigen Teilnehmerinnen geschafft, unglaublich falsch zu singen. Der Refrain ihres sonst durchaus eingängigen Liedes war zielloses Gejaule mit sich überschlagender Stimme, offenbar hat Gracia den Monitor-Kopfhörer verloren und hörte sich selbst nicht singen. Denn normalerweise lieferte sie weit besseren Gesang ab. Die Leistung gestern abend war aber tatsächlich mies: auf einem durchschnittlichen Karaoke-Abend singen die meisten Teilnehmer leider besser. Sorry, Deutschland. Die Niederlage ist zwar sicher bitter, aber verdient.

- Akustisch angenehme Unterbrechung des Blondinenreigens: Chiara, die Teilnehmerin aus Malta, deren Optik und Song in Kombination etwa mit "eine dicke Celine Dion" beschrieben werden könnten. Mit ihrer Ballade "Angel" belegte sie einen verdienten zweiten Platz, ich hätt ihr aber auch einen Sieg zugetraut.

- Schräge Vögel gab es ebenfalls zuhauf, trotzdem Alf Poier heuer nicht dabei war. Moldavien etwa: Bodygepainteter Frontmann, eine Oma im Schaukelstuhl daneben. Oder Norwegen: Glam-Rock-Truppe mit 80er-Optik, der Frontmann eine Mischung aus Drag-Queen, Gene Simmons, Alice Cooper und Cher. Oder Rumänien: mit Rhythmusgruppe, die auf alten Ölfässern und mit Winkelschleifern den Song begleitete.

- Design und Nutzbarkeit sind nicht zwingend Freunde: die TV-Inserts, in denen die Teilnehmersongs angekündigt wurden, waren nicht mal auf unserem großen Fernseher zu entziffern, Zuseher mit noch kleineren Empfangsgeräten werden wohl zu Fernrohr oder Lupe gegriffen haben. Hier hat der zuständige Designer grob gepatzt.

- Die Moderation hat für den ORF wiederum der Ö3-Star Andi Knoll übernommen, der durch schlagfertige und teils unglaublich ätzende Bonmots glänzte, die den Abend erträglicher machten. Die sehenswerten Pausenfüller der Veranstaltung wurden übrigens vom ORF nicht mit übernommen, anstelle dessen zeigte der ORF - Werbung. Schämt euch.

Update 23.5.: beim Standard gibts alle Teilnehmer mit Kommentaren als lesenwerte Ansichtssache

  • Freitag
  • 20.Mai 2005

Formulare mit Javascript & CSS aufbohren

Gefunden bei Danelope: Die beiden Artikel Simple Tricks for more useable forms und Fun with Forms zeigen, wie man mit CSS und Javascript Formulare erstens schöner und zweitens benutzerfreundlicher machen kann.

  • Donnerstag
  • 19.Mai 2005

Mediengesetz neu: Kommentar von internet4jurists

Das neue Mediengesetz tritt mit 1. Juli 2005 in Kraft und bringt jede Menge Pflichten für Website-Betreiber mit sich (ich hab ja bereits zweimal drüber berichtet). Auf www.internet4jurists.at gibts nun einen Gesetzeskommentar von Franz Schmidbauer (Richter des Landesgerichtes Salzburg und Webmaster der Österreichischen Richtervereinigung). Die Ausführungen dort decken sich in weiten Teilen mit meiner Erstauslegung der Novelle, in manchen Bereichen gibts Entwarnungen.
Ich übernehme hier gar nicht erst großartig die Formulierungen des Juristen - selber lesen macht schlau. Und für die ganz Genauen gibts auch das Mediengesetz im Volltext mit hervorgehobenen Änderungen zu lesen.

Google zaubert

Ein Artikel auf ZDnet.de stellt die Technologie hinter der Suchmaschine Google vor. Beeindruckend, wie bei Google mehrere Petabyte an Daten auf simpelster Hardware verwaltet werden.
(gefunden bei thomas)

CSS & Tabellen sind Freunde!

Eine geniale Technik, um die Vorteile von Tabellen mit den Vorteilen von CSS zu verbinden: TILT, die "Table Injection for Layout Technique" schafft das mittels JavaScript und Tabellen, die anhand der CSS-IDs beim Aufruf der Page dynamisch in den Quelltext geschrieben werden. Im ersten Moment etwas verwirrend, beim zweiten Blick schlicht genial: der Quelltext der Gesamtkonstruktion erscheint sogar simpler als mit purem CSS und den nötigen Hacks. Notiz an mich selbst: ausprobieren.
(gefunden auf einem der Weblogs in der Liste links, keine Ahnung mehr)

CSS-Optimierung

Der CSS Formatter and Optimiser verkürzt Stylesheets, indem alles Machbare an Abkürzungen und Zusammenfassungen vorgenommen wird. Die behandelten Dateien werden dadurch um bis zu 50% kleiner. Ein umfassender Test auf den gewünschten Zielbrowsern sollte danach allerdings Pflicht sein, denn die gutgemeinte Option, mit der man die Datei nach Selektoren sortieren kann, entpuppt sich bei manchen Browsern als Falle: die CSS-Styles für meine Page etwa funktionieren auf IE5 nur in einer definierten Reihenfolge!
(gefunden auf netbib)

  • Mittwoch
  • 18.Mai 2005

Werbebegeisterung?

Wie der Standard berichtete, sollen auf der neue Website www.ichliebewerbung.com laut Pressemitteilung die emotionalen und sympathischen Seiten der Werbung herausgestrichen werden. Unter anderem wird eine Slogan-Datenbank mit 22.000 Werbeslogans geboten, die nach Markennamen, Textbauteilen oder Jahren durchsucht werden kann. Gute Idee, aber das Durchsuchen der Datenbank ist nur gegen geschmalzene Gebühren möglich. So kosten 15 Minuten saftige 60 Euro, 60 Minuten gibts um 180 Euro. Nirgends findet sich aber eine Angabe, wie denn diese Minuten zu verstehen sind: ob Suchzeit in der Datenbank, Verweildauer auf den Suchergebnissen - man weiß es nicht. Dafür, daß Werbebotschaften der gelisteten Firmen auf diese Art noch weiter unters Volk gebracht werden, ist das jedenfalls zu teuer, egal wie die Minutenangaben nun zu verstehen sind.
Nett hingegen ist die Rubrik "Zeitreise", in der Inserate und Sujets von 1751(!) bis heute zur Ansicht stehen. Ein Kritikpunkt aber auch hier: die Ansichtsdateien sind relativ klein, ein Vergrößern auch gegen Geld & gute Worte nicht möglich.
Wer kreative Inspiration beim Texten sucht, dem kann auch kostenlos geholfen werden: auf der deutschen Page www.slogans.de gibts zwar "nur" 16.000 Slogans in der Datenbank, die Recherche kostet dafür nix. Zusätzlich gibts eine Markendatenbank und ein Agenturenverzeichnis. 60 Euro geb ich lieber woanders aus...

Server-Probleme

Derzeit spinnt ein Server meines Providers ein bißl - ich bekomme keine E-Mails durch und die Page ist nur eingeschränkt erreichbar. Laut Auskunft des Supports sollte das Problem bis am Nachmittag behoben sein.
Bitte eventuell E-Mails, die heute früh an mich gesandt wurden, am Nachmittag nochmals senden - ich hab heute noch nicht mal die obligatorischen Vi@gra-Mails bekommen, es geht also momentan NIX durch.

  • Dienstag
  • 17.Mai 2005

Mediengesetz-Novelle: Impressumspflicht

Ich habe ja vor einiger Zeit darüber berichtet, daß das neue Mediengesetz bei wortgetreuer Auslegung auch auf Weblogs anwendbar und gültig sein müsste. Andreas Kommentar dazu:

Hier soll also die volle Last der Presse-Pflichten zur Anwendung kommen, und zwar ohne die zugehörigen Rechte....Solange der Journalistenverband mich auslacht, wenn ich für meine webloggerische Tätigkeit einen Presseausweis haben will, muss der nic-Eintrag als Impressum genügen.

So werde ich das wohl auch halten, obwohl ich als Firma laut ECG ja sowieso eine Art Impressum auf meiner Page anführen muß. Mehr als das wirds aber wohl nicht werden.

  • Freitag
  • 13.Mai 2005

Swiffer-Tücher-Hoax

Heute landete ein E-Mail in meinem Postfach, in dem behauptet wurde, daß feuchte Swiffer-Tücher (die angeblich hochgiftig sind) schuld am Tod von mehreren Haustieren sein sollen. Nach kurzer Recherche darf ich mitteilen, daß es sich dabei um eine moderne Legende handelt, die seit Mai 2004 im Netz herumschwirrt. Den Originaltext des Mails gibts auf der Hoax-Website der TU Berlin, mehr Info zum (äusserst geringen) Wahrheitsgehalt dieser Meldung auf www.konsument.at und detaillierter auf urbanlegends.about.com (englisch).
Für alle, die nicht rasend toll englisch können, eine Zusammenfassung der Info:
(weiterlesen...)

Güterbeförderung mit der Straßenbahn

In Dresden gibts das schon lange (ich hab damals drüber berichtet), nun probierts auch Wien aus: Ab 17. Mai wird in Wien der Gütertransport via Strassenbahn getestet. Die Fahrzeuge sollen aber nur zu betriebsarmen Zeiten unterwegs sein, was den Nutzen zur Vermeidung von LKW-Verkehr innerhalb der Stadt etwas relativiert. Ist aber auch klar: die Be- und Entladung würde den regulären Bim-Verkehr doch sehr behindern. Der reguläre Betrieb wird für 2010 in Aussicht gestellt.
Interessant wäre etwa, Großbetriebe direkt mit einem Betriebsgleis auszustatten oder Strassenbahn-Güter-Terminals einzurichten - dann könnte man diese Transportform auch untertags ohne Beeinträchtigung der Personenzüge einsetzen.

  • Donnerstag
  • 12.Mai 2005

Fotorealistische Malerei in Photoshop

Dieses Tutorial zeigt, wie man mit Photoshop fotorealistische Bilder von der leeren Zeichenfläche weg erstellen kann (wenn mans kann). Als Werkzeug wurde angeblich nur eine klassische Drei-Tasten-Maus verwendet. Das Endergebnis ist jedenfalls mehr als verblüffend. Es zeigt sich, daß man bei solchen Aufgaben auch am Computer aufgeschmissen ist, wenn man prinzipiell kein Zeichentalent besitzt.
(gefunden bei Danelope)

  • Dienstag
  • 10.Mai 2005

Bookmarks für Webdesigner

Praktische, nützliche Bookmarks für Webdesigner auf einer einzigen Seite versammelt - die Sammlung von Vitaly Friedman ist so auch für alle anderen Webworker nützlich.
(gefunden bei Dr. Web)

Das nächste Papst-Auto steht zum Verkauf

Wie das Auto-Weblog berichtet, soll nun auch das einzige Auto, daß Johannes Paul II je besessen haben soll, um eine phantastische Summe den Besitzer wechseln: der blaue Ford Escort von 1975 soll um 5 Millionen Dollar(!) zu haben sein.

Maßnahmen gegen Kommentarspam

Andreas hat einige Maßnahmen gegen Kommentarspam ausprobiert. Besonders der zweite Ansatz gefällt mir gut:

2. Versuch: Trash-Felder hinzufügen, die für den Besucher dank CSS nicht sichtbar sind und definiert sein müssen, aber keine Inhalte enthalten dürfen.
Erfolg: 100 Prozent. Die Spammer haben jedes leere Feld gefüllt.

Offenbar genügt das, um Spammer abzuhalten. Es scheint jedenfalls eine brauchbare, barrierefreie Alternative zu Captchas zu sein.

 

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