Wer den Dienst für automatische Updates aktiviert hat (was empfehlenswert ist, will man ohne großen Aufwand das System am letzten Stand halten), kennt das Problem: nach der Installation von frischen Updates nervt Windows XP alle 10 Minuten mit einem Popup, das nachfragt, ob man nicht endlich seinen Computer neu starten will. Spätestens nach dem dritten Mal wegklicken beginnt man es zu hassen. Dabei ist die Lösung sehr einfach (wenn mans weiß, gefunden hab ichs auf Stuff that's in my head):
- Start - Ausführen - gpedit.msc
- Richtlinien für lokaler Computer / Computerkonfiguration / Administrative Vorlagen / Windows-Komponenten / Windows Update
- "Erneut zu einem Neustart für geplante Installationen auffordern" doppelklicken
- ...und hier NICHT Deaktivieren (sonst bleibt das Intervall bei 10 Minuten!), sondern auf "Aktivieren" klicken und ein großes Zeitintervall angeben. Ich habe dort 720 Minuten stehen, das entspricht 12 Stunden
Update 17.11.2006: da es in der Home-Edition von Windows XP kein gpedit gibt, kann man die erforderlichen Einstellungen auch direkt in der Registry durchführen: in HKEY_LOCAL_MACHINE\ SOFTWARE\ Policies\ Microsoft\ Windows\ WindowsUpdate\AU sind zwei neue DWORD-Werte anzulegen: einer mit dem Namen RebootRelaunchTimeoutEnabled und dem Wert 1 und ein weiterer mit Namen RebootRelaunchTimeout und dem Dezimalwert 720. Wer will, kann auch die passende .REG-Datei hier herunterladen und in die Registry einfügen. Und wer hier nur Bahnhof verstanden hat: bitte Finger weg von der Registry, wenn Du nicht genau weisst, was Du tust!!!
Zur Info: ich mag in den Kommentaren nix über Sinn und Unsinn des automatischen Updates, über Bespitzelung durch Microsoft, hunderte Sicherheitslöcher in Windows oder ähnliche Blödheiten lesen - lösch ich ohne Vorwarnung. ad 1.: Für Durchschnittsuser ist es eine simple Möglichkeit, den Rechner am letzten Stand zu halten. ad 2: Microsoft interessierts genau einen Scheiß, ob Du auf deinem Rechner Pornos liegen hast oder welche Websites du besuchst - so wichtig bist du denen nicht, sorry. ad 3: Zu guter Letzt kotzt mich die Glaubensfrage Windows vs. Linux sowieso an, ich bin je nach Einsatzzweck in beiden Welten zuhause.
Offenbar hat Blizzard nur eine einzige Steckdose, an der die komplette Spielwelt und der zugehörige Webserver von World Of Warcraft hängen. Erst letztens waren durch den Patch 1.11 alle Realms stundenlang offline, heute übersiedelt man zwei Realms auf neue Server (hätte man das eigentlich nicht gleich letztens beim Patchen der Server mitmachen können????) und daher ist die Hälfte aller anderen deutschsprachigen Realms für 24 Stunden nicht erreichbar. Warum da ein Zusammenhang besteht, bleibt auch ein Rätsel, weil die WoW-Website aufgrund von sehr hohen Zugriffszahlen nicht dargestellt werden kann. Das ist aber kein Wunder, weil der Webserver schon bei normalem Traffic superlangsam ist und man als User die einzelnen eintreffenden Bits händisch mitzählen kann. Und zu allem Überfluss wurde die Charaktererstellung deaktiviert, um eine Überlastung der verbleibenden 5 Realms zu vermeiden. Für heute kann ichs also eher vergessen, meinen Zwerg ein bißl durch die Gegend zu scheuchen.
Höchst mühsam und ausserdem peinlich unprofessionell, Blizzard!
Es scheint, als hätte Drei ein ernstes Problem, an Neukunden zu kommen. Seit etwa 14 Tagen quält mich etwa 4 Mal täglich eine Telefonagentur, die unter Mißachtung von Rechtslage (ungefragte Werbeanrufe sind ja laut §107 TKG verboten) und gesundem Menschenverstand versucht, mich als Drei-Kunden zu gewinnen.
Liebe Telefonmarketer, die ihr das lest:
- Erstens ist die Existenz meiner Telefonnummer kein Freibrief, mir irgendwelchen Plunder telefonisch feilzubieten. Mit der Veröffentlichung meiner Telefonnummer im Telefonbuch und auf meiner Website geht keine Erlaubnis einher, mich mit Werbetelefonaten zu sekkieren.
- Zweitens werde ich in Zukunft einfach Anzeige nach §107 TKG erstatten, wenn euch schon sonst niemand die Stirn bietet. Wie tief muß man eigentlich persönlich sinken, um professionell Leuten am Telefon irgendwelchen Scheiß andrehen zu müssen?
- Und drittens steh ich nicht rasend drauf, wenn meine Telefonate mitgeschnitten werden, um daraus einen Vertragsabschluß ableiten zu können (siehe meinen Eintrag von letztens über die seltsame Geschäftemacherei von tele2UTA).
Und zu guter Letzt: Die nervtötende Werbung mit dem unsympathischen "Das-ist-der-Deal"-Pseudoseriösling hat den Grundstein zu meiner Antipathie gelegt und mit dieser Aktion hat sich Drei nun endgültig bei mir disqualifiziert.
praegnanz.de berichtet über eine zweifelhafte Empfehlung von Spiegel Online:
Die Meldung des Tages: Nach einer Untersuchung der Web-Analyse-Firma »OneStat.com« nutzen die meisten Internet-User Bildschirm-Auflösungen von 1024 mal 768 Pixel (XGA) und mehr. Damit hat das alte Standard-Format 800×600 (SVGA) endgültig ausgedient und kann aufs Altenteil geschickt werden, wo das grobpixelige alte VGA schon seit langem auf Gesellschaft wartet. Immerhin: Nach Ansicht von »OneStat.com« ist diese Erkenntnis für Webdesigner wichtig. Die entwickeln Websites angeblich immer noch so, dass sie auf olle SVGA-Bildschirme passen. Also: Bitte sofort aufhören damit.
Warum das Unsinn ist, kann man ebenfalls bei praegnanz.de nachlesen. Unter anderem diesen netten Satz:
Selbst in der Spon-Redaktion muss es doch den einen oder anderen cleveren Menschen geben, der eines dieser neumodischen Internet-Handys besitzt oder schon mal eines gesehn hat.
Machte meinen Morgen!
Bruno, der Bär ist tot. Erschossen von drei bayrischen Jägern, heute früh um 4:50 Uhr. Details dazu gibts auf nahezu allen deutschsprachigen Newsseiten. Was mich nachdenklich stimmt (und sicher nicht nur mich):
Bruno hats in den letzten Wochen angeblich auf wundersame Weise erfolgreich geschafft, sich weder fangen noch betäuben zu lassen. Kaum 5 Stunden nachdem er zum Abschuss freigegeben wurde, wird das Bärchen erfolgreich erlegt - ein "Problembär", der möglicherweise auch auf Menschen losgeht, in einer Neumondnacht, kurz vor Sonnenaufgang. Mutig gejagt von drei Männern, die um diese Zeit natürlich prompt zur Bärenjagd irgendwo in der Einöde aurücken. Die vorangegangenen Fang- und Betäubungsversuche dürften nicht ganz so ernsthaft betrieben worden sein, denn offenbar war sein Fell bereits verkauft...sonst gibts solche Zufälle eher selten.
Übrigens: eine Abschussgenehmigung für einen Braunbären ist normalerweise relativ teuer - selbst in Rumänien sind Pauschalreisen inklusive Braunbärenabschuss nicht unter etwa 6.000 Euro zu bekommen. Dieses Abenteuer noch dazu vor der Haustüre...ein Schelm, wer Böses vermutet.
Ich gehe davon aus, daß Bruno nicht ganz zufällig den "richtigen" drei Jägersleuten vor die Flinte getrieben wurde.
Gefunden bei 3www.eu: der letzte Dinosaurier. Ich habe gedacht, die ernst gemeinten Websites, die einen Teil der Besucher aussperren, wären schon ausgestorben. Lesetipp: die Kommentare zum Eintrag:
...Zwangsbeglückung ist aber auch, wenn man jemanden zwingen will, eine Seite für alle möglichen Browser zu erstellen. Auf viele Kunden verzichten ist relativ. Der IE wird von ca. 80 % der User benutzt....
Für alle möglichen Browser braucht man die Seiten ja nicht erstellen. Es würde schon reichen, sie für alle möglichen Besucher wenigstens zugänglich zu machen. Vielleicht hätte es aber auch gereicht, jemanden zu fragen, der sich damit auskennt.
Kein Problem - ein Vetragsabschluss kann ja auch mündlich zustandekommen. Diese Tatsache nutzt Tele2UTA offenbar aus, um alte Leute über den Tisch zu ziehen. Zu lesen in help.orf.at:
Die Mutter von Peter P [..] ist 77 Jahre alt [..]. Eines Tages besuchte sie ein Vertreter, der ihr das Telefonieren über Tele2/UTA schmackhaft machen wollte. Die alte Dame war an dem Angebot nicht interessiert. [..] Nach diesem Besuch meldete sich Tele2/UTA telefonisch. An den genauen Inhalt des Gespräches könne sich seine Mutter nicht mehr erinnern, aber sie habe plötzliche Rechnungen von Tele2/UTA bekommen. Herr P. rief beim Betreiber an und bekam vom Kundenservice die Auskunft, es gebe zwar keinen schriftlichen Vertrag, aber ein Vertrag sei aus der Sicht von Tele2/UTA dadurch zustande gekommen, dass seine Mutter dem Service am Telefon zugestimmt habe. Und das könne man auch mit einem Telefonprotokoll beweisen.
Erstens ist es bedenklich, daß Tele2UTA derartige Methoden zur "Neukundengewinnung" überhaupt notwendig hat. Zweitens darf ein Mitschnitt von einem Telefonat nach §93 TKG nur gemacht werden, wenn der Gesprächspartner zustimmt, was wohl kaum der Fall gewesen sein dürfte. Und drittens wundert mich, daß Tele2UTA nicht bereits durch den Anruf gegen die geltende Gesetzeslage verstossen hat - nach §107 sind Anrufe zu Werbezwecken ohne vorherige Einwilligung des Teilnehmers grundsätzlich verboten. Hoffen wir, daß sich entweder Herr P. oder die Help-Radio-Redaktion eine passende Rechtsvertretung organisieren und solchen seltsamen Machenschaften mit Hilfe eines Musterprozesses einen Riegel vorschieben.
Die armen Gewerkschaftsbosse: Alfred Gusenbauer hat gestern tatsächlich durchsetzen können, daß Gewerkschaftsfunktionäre nicht mehr nebenbei als Parlamentarier tätig sein dürfen. Gusenbauer argumentierte das unter anderem damit, daß Führungskräfte in der neu zu definierenden ÖGB-Struktur ihre Arbeitskraft und Energie zu 100% auf ihre Tätigkeit im ÖGB konzentrieren müssten. Ausserdem - Gusi ist ja kein Trottel - ist die Distanzierung von den Gewerkschaftern die einzige realistische Möglichkeit, wie die Roten bei der Wahl doch noch etwas Land gewinnen könnten.
Typisch österreichisch die Reaktionen auf Gusis Alleingang: die Gewerkschafter waren ob des zu erwartenden Verdienstausfalls patzig-beleidigt, Teile der roten Führungsriege ebenfalls nicht begeistert (wahrscheinlich aus Furcht, ähnliche Verhaltensregeln könnten möglicherweise ja auch für andere gut bezahlte Doppeljobs kommen).
Frage: Als Normalsterblicher mit einem normalen Job (etwa in einem Büro) würde es konditionell und zeitlich schwer fallen, einen zweiten vollwertigen Beruf auszuüben. Als Gewerkschaftsboss mit tausenden Euro Monatsgehalt und (theoretisch) entsprechend viel Verantwortung und zeitlicher Belastung geht sich das aber schon noch aus, ein, zwei drei Nebenjobs am Laufen zu haben??? Danke, Gusi - ein Machtwort war dringend nötig.
Seit neuestem versucht Microsoft ja automatisch beim Update nachzuprüfen, ob es sich beim eingesetzten Windows XP um eine legale Kopie handelt. Wie Golem berichtet, verhindert ein simples Freeware-Tool das Heimtelefonieren von Windows.
Atome bestehen zu einen Gutteil aus leerem Raum. Die wahrscheinlich breiteste Website der Welt ist ein Versuch, das anhand des Modells eines Wasserstoff-Atoms klarzumachen. Im gewählten Maßstab ist ein Elektron genau einen Pixel groß, der Atomkern (in diesem Fall: ein Proton) hat 1000 Pixel Durchmesser. Und bei einer Bildschirmausflösung von 72 dpi sind die beiden 11 Meilen(!) voneinander entfernt. Wem besonders fad ist, der kann ja via Pfeil 11 Meilen weit hinscrollen 
Update: gerade hab ich bei MIT eine noch größere Website entdeckt. The Deep Sky Frontier ist 9 Quadrillionen Pixel hoch und 9 Quadrillionen Pixel breit. Bei 77dpi ergibt sich daher eine Seitenlänge von 1.844 Milliarden Meilen. Weitere überraschende Fakten gibts direkt dort.
Prinzipiell kann man auch in World of warcraft Screenshots mit der Druck-Taste in die Zwischenablage kopieren und in beliebige Grafikprogramme wieder einfügen. Das Tool UOSU (ursprünglich für Ultima Online geschrieben) speichert die Screens automatisch als JPG in einen definierten Ordner ab, man erspart sich also den steigen Wechsel zwischen WoW und Grafikprogramm. Dazu gibts auch eine nette Anleitung in Bildern.
Kommentarspam für Anfänger: auf dieser Website gibts eines der Tools zu kaufen, die dem rechtschaffenen Blogger das Leben mit sinnlosen Einträgen schwermachen. Beschwerden (und bitte recht viel Spam, deshalb lesbar für jeden Spambot dieser Erde) an admin@majorscripts.com.
Sonstige kreative Ideen bitte in die Kommentare
Das zeigt ganz deutlich dieser Screenshot aus WoW von Dominik Deobald: Ein Ring +10 auf Rechtschreibung wäre schon mal ein guter Anfang
Manche Websites mit eingebundenen Videos begrüssen einen Firefox-Nutzer mit dem Hinweis, es müsse erst ein passendes Plugin heruntergeladen werden (so zum Beispiel diese Page, auf der man einige La-Linea-Folgen online anschauen kann). Beim Klick auf "Plugin herunterladen" meldet Firefox dann, es gibt kein passendes Plugin. Wenn man den Quelltext durchforstet, kommt man drauf, daß es sich dabei um ein ActiveX-Control handelt, das natürlich tatsächlich im Firefox nicht funktioniert.
Einige weitaus schlauere Leute haben sich darüber offenbar schon den Kopf zerbrochen: auf MozillaZine gibts die vollständige Anleitung, wie man den Media-Player zur Zusammenarbeit mit Firefox überredet.
Gefunden beim SWR und sofort getestet (da es das Ding nicht nur für den Mac, sondern auch für Windows und Linux gibt): Stellarium, das Open-Source-Planetarium für den PC. In der aktuellen Version 0.8 sind mehr als 120.000 Sterne aus dem Hipparcos-Katalog der ESA enthalten. Die Screenshots haben mich zum Download verleitet und ein erster Test des Programms spricht für einen Dauerplatz auf dem PC. Wunderschönes Spielzeug!
Soeben wars soweit: der 200.000. Besucher seit Beginn des Weblogs auf diesem Server hat sich um 11:19 hier eingefunden. Leider anonym - allzuviel persönliches weiß ich nicht über ihn (oder sie). Nur technische Daten kann ich nennen: Besucher Nr. 200.000 kommt aus Wien und surft mit Windows XP und Firefox mit einer Chello-IP, die mit 62.178.77 beginnt, einer Bildschirmauflösung von 1280 x 800, hat nach "hobbywerkstatt wien" gesucht und ist auf dieser Subseite gelandet. Wer sich in dieser Beschreibung wiedererkennt - ein Kommentar würde mich freuen.
200.000 Besucher - wenn ich jedem die Hand schütteln und seinen Namen erfragen wollte und das jeweils 5 Sekunden dauern würde, wäre ich 11,57 Tage rund um die Uhr damit beschäftigt. 200.000 Menschen - soviele wohnen im 20. und 21. Wiener Gemeindebezirk. 200.000 Menschen - wenn nur jeder 10. aus einem meiner Weblog-Beiträge Nutzen ziehen konnte, so hab ich 20.000 Menschen helfen können. Schönes Gefühl.
Und für alle, die diesen Eintrag jetzt ein bißl seltsam pathetisch finden, weil etwa der hochgeschätzte Bloggerkollege Kantel soviele Besucher alle 55 Tage zählen darf (und nicht erst nach 5 Jahren) - ich finds trotzdem beeindruckend, daß meine persönliche Linkdatenbank und Klagemauer überhaupt jemand liest.
Aus der beliebten Reihe: CSS, das unbekannte Wesen - Clearing a float container without source markup
Chris Pearson macht sich in seinem Blog Gedanken, wieviel ein Blog-Design kosten kann/soll/muss. Seinen Gedanken kann ich nur zustimmen.
Sometimes I think people see a design and think it's all just a matter of applying a "look" to stuff that's already there. In reality, that's basically what's going on. In practice, however, things are intensely more complicated.
And this is why you hire a professional.
Siehe dazu auch meinen Eintrag vom Mai letzten Jahres über Preisgestaltung im Webdesign.