Der aktuelle Beitrag der ÖVP zu den Tagesnachrichten ist der Abbruch der Koalitionsverhandlungen mit der SPÖ, weil der Untersuchungsausschuß zur Eurofighter-Farce ja tatsächlich beschlossen wurde. Wenn eh alles passt und sich niemand bei der Auftragsvergabe die Taschen gefüllt hat, wäre etwa folgender Wortlaut angemessen gewesen:
Überprüfts ruhig, denn es ist alles OK - der Steuerzahler wird im Nachhinein höchstens angfressen sein, weil die Untersuchung unnötig Geld gekostet hat. Aber wenn das euer Vertrauen in uns stärkt - biddesehr, viel Spaß dabei.
So würd ich mir jedenfalls die Reaktion von jemandem vorstellen, der eine reine Weste hat. Aufgrund der beleidigten Reaktion der ÖVP schließe ich aber darauf, daß eine genaue Untersuchung dringend nötig sein wird.
Apropos, vielleicht weiß das einer meiner Leser: es wird ja immer davon gesprochen, daß Geschäfte wie der Kauf der Eurofighter entsprechende Gegengeschäfte nach sich ziehen. Welchen Politiker muß man als Firmenchef schmieren, um eines der Gegengeschäfte zugeschanzt zu bekommen (und wenn man das nicht muß: Wer bestimmt eigentlich, welche österreichischen Firmen diese Gegengeschäfte abwickeln?). Kann es sein, daß sich da jemand doch einen kleineren Zusatzverdienst gegönnt hat? Man darf auf die Ergebnisse der Untersuchung gespannt sein - Justizia möge bitte fest auf die gierigen Pfoten der Betreffenden klopfen, auch persönliche Haftung der Akteure für den angerichteten Schaden am österreichischen Volk wäre einmal eine wohltuende Abwechslung.
Land der Berge, Land am Strome..., so beginnt der Text der österreichischen Bundeshymne. Und laut dem Insider-Kolumnisten Wolfgang Sablatnig der launigen Zeitungskreation "Österreich" versteckt sich wohl irgendwo eine Zeile, die vom Land der Söhne spricht. Extrempatriot Sablatnig hätte wohl besser vorher den Text der Hymne nachgegoogelt oder in der Wikipedia nachgeschlagen, bevor er unspannende Einspalter draus fabriziert, die seine nicht erfolgte Recherche (oder sein Fehlen im Sachunterricht) bezeugen. Die ganze Story gibts im "Österreich"-Blog.
beides bei Dr.Web gefunden: erstens eine lässige Möglichkeit, eine Vorschau von verlinkten Websites anzuzeigen, nämlich als Tooltipp mit Screenshot (gibts unter anderem auch als Bookmarklet und als WordPress Plugin!) und zweitens eine lange Liste an CSS-Layoutvorlagen und Templates zum Herumspielen. Notiz an mich selber - durchsurfen.
...(und ein zweiter, um ihn zu knechten). EGM ist nun endgültig nicht mehr zu haben, denn EGM hat am Dienstag standesamtlich geheiratet - Glückwünsche und Geldspenden werden jederzeit gerne entgegengenommen.
Praktische Sache, so ein USB-Stick. Und die Dinger werden immer kleiner, was den Nachteil hat, daß man die Teile gerne verliert. Bei Daily Cup Of Tech gibts ein Tutorial, wie man den USB-Stick dazu bringt, beim Anstecken an einen fremden PC um Hilfe zu rufen: es erscheint eine Popup-Box mit der Bitte, den USB-Stick an den rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben. Damit man sich nicht selber mit dem Erstellen von EXE-Dateien auseinandersetzen muß, gibts ziemlich weit untern im Text (oberhalb der Kaffeehäferl-Grafik) ein fixfertiges ZIP-File zum Herunterladen - man muß nur mehr eine Textdatei anpassen und fertig.
Rubberneckin heiden noodle nutske strudel sightseerin ya underbite wunderbar deutsch. Ya heiden sauerkraut deutsch gewerkin haus frankfurter strudel sparkin heiden an cuckoo haben spitzen noodle. Poken und poopsie poken poopsie haben dorkin ker uber heiden, makin. Die buerger, das auf stein biergarten nicht poopsie die bin cuckoo oof.
Was wollen uns diese Zeilen sagen? Garnix - und das ist genau der Sinn von Blindtext, also Beispieltext, den man etwa bei Webprojekten oder Folderlayouts in die Entwürfe einbaut, um dem Kunden das Schriftbild und die angestrebte Optik vorführen zu können. Der wohl bekannteste Blintext ist Lorem ipsum, ich selber verwende gerne Balladen, etwa die Bürgschaft von Schiller, weil Kunden bei Lorem Ipsum meistens das ungute Gefühl haben, sie wären zu blöde, Latein zu verstehen und glauben, der Text hätte irgendeine Bedeutung. Man lässt Kunden damit recht ratlos zurück. Mit dem Lorem-Ipsum-Generator kann man sich Blindtext in beliebiger Länge generieren lassen, wenn man wirklich glaubt, dieser Text ist eine gute Idee.
Das Textfragment oben stammt aus der Greeking Machine, ebenfalls ein Blindtext-Generator, die in verschiedenen Sprachen Text erstellen kann. So wie hier stellen sich englischsprachige Menschen offenbar Deutsch vor, denn es handelt sich um die Sprache "Pseudo German".
gefunden bei Lifehacker: die Kinder heute kennen das ja gar nicht mehr, aber in der Frühzeit der PCs waren ASCII-Bilder sehr verbreitet (also Bilder, die aus getippten Textzeichen bestehen). Es gab auch Künstler, die das auf einer Schreibmaschine zuwege gebracht haben. Mit ASCII-O-Matic isses wesentlich einfacher - Bild auf 60 x 50 Pixel zuschneiden, hochladen und sich über ein ASCII-Bild freuen. Auf Wunsch generiert das System dann auch den HTML-Quelltext, um das Bild in die Website einzubauen.
gefunden auf blog.deobald.org: eine wirksame Waffe gegen Content-Diebe wie Bitacle und ähnliche. Die kriegen nun nette Bilder und gefakten Content geliefert - Beispiel. Getestet und für gut befunden - danke für die gute Idee an Dominik Deobald.
gefunden bei Attu: ich hab ein Geschenk für unsere allerliebste Hundescheißebeauftragte Ulli Sima (siehe diesen Beitrag) entdeckt. Zu Weihnachten gibts heuer für sie den ultimativen Kalender fürs Umweltstadtrats-Büro. Spendet bitte reichlich.
gefunden im Österreich-Blog: auf dem Internetportal der Einheitszeitung neuen Tageszeitung "Österreich (oe24.at) wird der Rücktritt von Alexander Van der Bellen verkündet. Seltsam nur, daß keine andere Newsseite was davon weiß. Nicht einmal die Grünen oder AVB selber wissen was davon, wenn man deren Websites Glauben schenken darf. Denn die einzig gültige Wahrheit wird doch wohl bei "Österreich" gemacht...
Update 16.10.2006: der Artikel bei "Österreich" ist nicht mehr online - gut, daß ich einen Screenshot gemacht hab...
Umweltstadträtin Ulli Sima ist ja seit ihrem Feinstaub-Schildbürgerstreich meine Lieblingspolitikerin, was Ahnungslosigkeit betrifft. Nun hat sie passenderweise auch die aktuelle Wiener Anti-Hundekampagne umgehängt bekommen, in der sie sich weiterhin mit Scheisse beschäftigen darf.
Der Hund auf den Kampagnenplakaten ist übrigens für aufmerksame Hundehalter kein Unbekannter - dasselbe Bild ziert bereits seit einiger Zeit die Titelseite der Infobroschüre der Stadt Wien zum Thema Hundeführerschein, die man von der wien.at-Website herunterladen kann.
Mit Wiesensteckern, Plakaten, City-Lights, Inseraten, Freecards und auf Straßenbahnen versucht man, die Hundebesitzer dazu zu bringen, die Kacke des Köters in kleinen Säckchen kilometerweit zum nächsten Mistkübel zu tragen, denn die hat man in den letzten Jahren immer mehr reduziert. Dort stinken dann die Würstchen tagelang vor sich hin, worüber sich die Leute besonders freuen werden, die neben einem Kübel ihr Küchenfenster oder ihren Garten haben. Man versucht auch, mit Fehlinformationen Angst zu verbreiten:
...Die Rechtslage ist jedenfalls eindeutig. Eine Verunreinigung durch Hundekot kann durchaus teuer werden. Auf das Liegenlassen von Hundekot (§92 Absatz 2 StVO) stehen laut Straßenverkehrsordnung bis zu 72 Euro Strafe...
Das stimmt so nicht: ein Hund darf laut diesem Passus der StVO nur Gehsteige und Gehwege sowie Fußgängerzonen und Wohnstraßen nicht verunreinigen. In Wiesen, Wäldern, in freier Natur und auf die Strasse(!) darf jeder Hund demnach so ausgiebig kacken, wie es ihm Freude bereitet.
Die Kosten für die Kampagne wurden nicht öffentlich bekanntgegeben, wahrscheinlich weil Frau Sima sonst damit rechnen müsste, von den Steuerzahlern gelyncht zu werden. Aber man weiß nun wenigstens, wohin die Einnahmen aus der Hundesteuer verschwinden. Immerhin sind das 43,60 Euro für den ersten Hund und gesalzene 65,40 Euro für jeden weiteren Hund. Welche Gegenleistung gibts von der Gemeinde Wien dafür? Sollte davon nicht eher die Strassenreinigung mitfinanziert werden? Hat Frau Sima eigentlich einen Hund?
Ich halte jedenfalls nichts von Hetzkampagnen unter dem Deckmantel der Menschenfreundlichkeit. Liest man die Beiträge, die zu diesem Thema regelmäßig etwa auf derstandard.at von Mitbürgern abgesondert werden (hier ein Beispiel), wähnt man sich zur Zeit der Christenverfolgung. Gut gemacht, Frau Sima - hetzen wir doch einfach die Bürger gegeneinander auf, dann merkt vielleicht niemand, was sonst noch alles schief läuft.
Wäre Menschenfreundlichkeit wirklich eine Tugend der Wiener, dann gäbe es etwa menschenwürdige Kinderspielplätze und keine Affenkäfige. Deshalb ist mein Beitrag zur aktuellen Kampagne das Bild zu diesem Artikel. Hier gibts die Photoshop-Vorlage dazu - macht doch damit, was ihr wollt... (etwa herunterladen und auf eurem eigenen Weblog ebenfalls zum Download bereitstellen?)
Update 17.10.2006: die ersten Varianten sind schon gebastelt. Klickstu hier und hier. Wer noch eine hat - ab damit in die Kommentare!
Wie derStandard.at berichtet, sind Serbien und Montenegro nun auch im Internet getrennt. Das bisherige gemeinsame Länderkürzel .cs wird abgeschafft, Serbien wurde .rs zugeteilt, Montenegro ist ab sofort unter .me erreichbar. Ich vermute eine grandiose Einnahmequelle für Montenegro, denn mit ein bissl Fantasie lassen sich herrliche Domainnamen mit .me bauen (give.me - love.me - f**k.me - join.me usw.). Wenn die Verantwortlichen in Montenegro schlau genug sind, kann man das ähnlich vermarkten wie die Top-Level-Domains .to, .tk, .cc und ähnliche, wo ganze Zwergstaaten nahezu ausschließlich vom Domainverkauf leben. Für Serbiens Kürzel fällt mir allerdings auf Anhieb nur porsche.rs ein