Und es begab sich zu jener Zeit, daß ich zugeworfen bekam ein Improvisationsstöckchen vom Schwesterherz. Na dann:
Um Anerkennung soll sich dieser Text drehen. Man fängt das Wort, man dreht es, man wendet es und kommt schlußendlich drauf, daß sich nicht nur dieser Text, sondern die ganze Welt um dieses schlichte Wort dreht. Egal, was wir tun - letztendlich tun wir es in der stillen (und oft nicht erfüllten) Hoffnung, es möge uns jemand im Anschluß daran auf die Schulter klopfen und uns bestätigen, daß wir das richtige getan haben. Unsere Tat (und damit auch uns selbst) anerkennen. Hab mich lieb.
Wie bei allen Dingen regelt sich der Preis und die Verfügbarkeit der Anerkennung nach der Nachfrage. Und die Nachfrage ist hoch, will doch jeder davon haben. Will jeder, gibt kaum jemand her. Und wenn doch, so ist der Preis (zu) hoch - so könnte mans kurz zusammenfassen. Damit man ob dieser Ungerechtigkeit kein frustrierter Giftzwerg wird, haben sich im Laufe der Evolution Anerkennungsgemeinschaften etabliert. Man kennt sie üblicherweise unter dem Namen Beziehung (wenn man der Meinung ist, die gegenseitige Spenderei ist zeitlich limitiert) oder Ehe (wenn man sich in der trügerischen Sicherheit wiegt, die Anerkennung durch den Partner würde ewig dauern). Und nach einigen Jahren vergisst man leicht drauf, daß der Partner das auch geglaubt hat. Aber das ist eine andere Geschichte.
Was mir selber Anerkennung bedeutet? Dasselbe wie vielen anderen "normalen" Menschen. Oder warum schreibt man tausende Beiträge im Netz, macht auf Parties den Gitarrenkasper oder stellt sich mit einem Mikrofon vor eine Menschenmenge und hält Vorträge oder singt etwas? Würde man das tun, wenn es egal wäre, wie die Reaktion der Mitmenschen ausfällt? Würde man es tun, wenn es nicht die leise Hoffnung gäbe, jemand würde das gut finden? Wohl kaum. Und wie jeder andere Mensch hab ich stets den Eindruck, die Anerkennung meiner Mitmenschen könnte mehr sein.
Hab nun mein Werk nochmal durchgelesen und befunden, für diesen Schulaufsatz wirds kaum Anerkennung hageln. Aber geschrieben hab ichs immerhin und werfe dieses Stöckchen an diejenigen, die es in den Kommentaren aufnehmen (und mir dadurch Anerkennung zollen, indem sie es bis an diese Stelle des Textes durchgehalten haben). Die Wörter, die es nach den Regeln zu behandeln gilt, sind "Hilflos", "Ruhe" und "Überraschung".
Liest und macht eh keiner. Herzlichen Dank, daß ich mich zum Kasper machen durfte.
Für den (unwahrscheinlichen) Fall, daß sich jemand wundert, warum denn in den letzten Tagen hier nix weitergeht: aktuelle News gibts derzeit vermehrt auf meinem Zweitblog drivenews.at, einfach aus dem Grund, weil mir mehrheitlich thematisch dorthin passende Artikel eingefallen sind. Dort kann man etwa nachlesen, wie man bei geringstem Tempo einen Überschlag mit dem Auto schafft, daß der älteste Neuwagen der Welt in Oklahoma steht, warum sich Gabelstapler und Autos nicht vetragen, wie dilletantische Versuche, aber auch der Weltrekord im Einparken aussehen, daß Autos oft zum Betrugsopfer werden, wie man den Dienstwagen von Michael Knight kaufen kann und wo man online einparken üben kann.
Bitte weitergehen, hier gibts derzeit nix zu sehen. Ausserdem muß ich noch ein Stöckchen apportieren.
gefunden bei Hinterding: wer am alten Super-Nintendo Zelda - A Link To The Past geliebt und durchgespielt hat (so wie ich damals), wird Legend of Zelda - Parallel Worlds lieben. Es handelt sich dabei um eine komplett gehackte Version des Originals mit neuer Weltkarte, neuen Dungeons, neuen Rätseln, neuer Grafik, neuem Screenlayout und neuer Handlung. Dieser Umbau nimmt bereits 5 Jahre in Anspruch und darf als gelungen bezeichnet werden. Ich bin dem Game bereits wieder verfallen und werd wohl in den nächsten Wochen kaum was anderes spielen. Ein Beweis dafür, daß es bei einem Spiel nicht auf möglichst tolle Grafik ankommt, sondern auf die Spielidee.
Wer ebenfalls das "neue" Zelda spielen möchte, für den hab ich eine kleine Anleitung zusammengestellt. (weiterlesen...)
Wenn eine Dumpfbacke einen Windows-XP-Lizenzschlüssel versteigern will, kann es schon mal zu Problemen kommen. Die hohe Kunst der Selbstüberlistung ist derzeit auf ebay zu bewundern: der Lizenzschlüssel, der zur Versteigerung ansteht, ist auf den Produktbildern wunderschön lesbar. Jede Wette, daß bereits dutzende Rechner unter diesem Key laufen?
Nickelback recyceln sich selbst: hier hat sich jemand die Mühe gemacht, einen Mix von zwei Nickelback-Hits zu erstellen, wobei aus der linken Box "How you remind me" aus dem Jahr 2001 erklingt, rechts ist es "Someday", zwei Jahre später erschienen. Unterschiede?
Nickelback, you lazy talentless bunch of wankers...
(gefunden bei Attu)
Wer hat sich nicht als Kind gefragt, warum Alfred E. Neummann auf den MAD-Titelseiten stets gleich aussieht und nicht altert. Nun - hier ist endlich der Beweis: auch Alfred E. Neumann ist erwachsen geworden.
ich will gar nicht wissen, wie oft man die hier gezeigten Tricks probieren muß, damit sie ein einziges Mal funktionieren. Beeindruckend ist es allemal und zeigt, daß man sich selbst mit einfachsten Mitteln stundenlang beschäftigen kann. (weiterlesen...)
von Bobby Goldsboro - zumindestens die Musik: (weiterlesen...)
Das dadaistische Potential der Wiener Mundart gibts in Perfektion bei nömix zu bewundern:
Duana daune do. Doda dadiada da do, du Dodl du.
Übersetzung auf Hochdeutsch ebendort.
Diese Frage beantwortet das kostenlose E-Book von Tammy Plotner für das ganze Jahr 2007. "What’s Up 2007 - 365 Days of Skywatching" kann von ihrem Weblog kostenlos heruntergeladen werden. Im Buch findet man für jeden Tag des Jahres Beobachtungstipps und aktuelle Ereignisse für Sternengucker. Und auch das zugehörige Weblog ist eine Fundgrube für Himmelsbeobachter.
Das Social Web ist definitiv nicht Oma-kompatibel. Vielleicht nicht mal Mama-kompatibel. Eigentlich ist Web2.0 nur was für nerdige 20–40jährige Westeuropäer/Amerikaner aus der Medienbranche. Wieso?
Gerrit listet auf praegnanz.de einige Argumente auf, warum die aktuellen Entwicklungen im Netz in eine Richtung gehen, mit denen unsere Eltern nix mehr anfangen können. Patrick Breitenbach hat diesen Artikel zum Anlass genommen, sich 10 Schritte zum Web 3.0 zu überlegen. Unter anderem verlinkt er auch auf den herrlichen Artikel im SpiegelOnline über Denglisch in der Werbung aus dem Jahr 2004.
Ein Denkanstoß für alle Webentwickler und durchaus ein Thema mit Zukunft, was auch die angeregte Diskussion bei Gerrit zeigt.
Ein steckengebliebener Lift ist für viele Menschen eine Horrorvorstellung. Für mache nicht - man sollte sich aber auf jeden Fall umsehen, ob nicht eine Kamera im Aufzug montiert ist, weil man sonst schnell zur weltweiten Internetberühmtheit werden kann.
(gefunden bei Attu)
Da nun mehr als 70 Jahre seit dem Tod von Karl Kraus vergangen sind und damit die Beschränkungen des Urheberrechts abgelaufen sind, können seine Texte nun frei verbreitet und veröffentlicht werden, ohne irgendjemandem dafür etwas bezahlen zu müssen. Wie der Online-Standard berichtet, hat der Austrian Academy Corpus der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) hat diese Gelegenheit genutzt und alle 922 Ausgaben der von Karl Kraus 1899 gegründeten Zeitschrift "Die Fackel" online gestellt, das sind mehr als 22.000 Seiten. Mehr zur eher umständlichen Nutzung der Online-Ausgabe gibts bei Schieflage zu lesen:
Damit der Zugang nicht allzu leicht wird (die vorherige Qual erhöht den anschließenden Genuss - ein österreichisches Prinzip?), hat dieser akademische Körper dem Lesegenuss eine Zwangsregistrierung voran gestellt.
[...]
Ist man so dämlich und gibt dem österreichischen akademischen Körper seinen realen Namen samt Wohnort und gar Berufsbezeichnung an bei der Registrierung auf deren Webseite, darf man zusätzlich noch juristisch anzweifelbare Dinge lesen wie zum Beispiel, dass nun der Austrian Academy Corpus die Rechte an den Texten von Karl Kraus besitzen würde. Gemeint sein kann jedoch nur das Recht an der Online-Aufbereitung der Texte von Kraus. Deshalb sprechen die Nutzungsbedingungen auch immer von der "AAC-Fackel".
Unter anderem wird auch (zu Recht) bemängelt, daß man die Nutzungsbedingungen erst NACH der Eingabe persönlicher Daten lesen darf. Daher gibts diese Bedingungen ebenfalls dort im Volltext zu lesen.
Vertraue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast: wer kennt nicht das Problem, wenn der Chef 5 Minuten vor einem Meeting noch darum bittet, im Netz nach einer Statistik zu suchen, die etwas beweist oder widerlegt. Die Hilfe ist nah - auf ESolutionsData.com kann man seine Statistiken ganz simpel selbst erstellen, einfach einen Titel, ein paar Werte und ein Fazit eingeben, schon entstehen eindrucksvolle Charts mit Bewertungstext, alles auf Englisch, damit den Betrug so schnell keiner durchschaut. Wenn man die Website nicht allzulange zeigt, ist die Illusion perfekt. Die erstellten Statistiken bleiben allerdings online, also keine allzu persönlichen Daten eingeben! Dadurch findet man aber solche Perlen wie diese, diese oder auch diese statistische Auswertung.
(gefunden bei danelope)
Klingt unglaublich, ist aber ganz einfach: man besucht in Sidney die Körperwelten-Ausstellung und nimmt einfach eine plastinierte Niere mit nach Hause. So geschehen letzten Samstag laut Seattlepi.com - am Abend fehlte das Organ von einem Tisch, an dem die Niere gemeinsam mit einer Leber für die Ausstellungsbesucher zum Berühren ausgestellt war. Die plastinierte Niere hat einen Wert von etwa $1000.
Während hierzulande computergeschnittene Folienschriften auf der Busheckscheibe bereits eine tolle Werbeform darstellen, ist man anderswo bereits weiter: A Welsh View verlinkte heute auf einen beachtlichen Fuhrpark an kreativer Werbeflächen-Nutzung auf Autobussen. Mit solchen Ideen wäre in Österreich selbst die Aufmerksamkeit des an Werbung überfütterten Konsumenten (noch) zu gewinnen.
In einer Zusammenarbeit von ÖBB und Ö3 gibts seit neuestem eine Online-Fahrplanauskunft, die österreichweit von Tür zu Tür die kürzeste Strecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln errechnet. Der neue Service namens Scotty ist von der Startseite der ÖBB-Page erreichbar. Die direkte Adresse ist noch etwas sperrig - http://fahrplan.oebb.at/bin/query.exe/dn?L=vs_addr - bitte nachbessern, liebe ÖBB: scotty.oebb.at würde sich doch anbieten...
Die Start- und Zieladresse kann man dem Tool entweder als Text eingeben oder auf einer interaktiven Österreich-Karte anklicken. Nach Angaben auf der Infoseite zu Scotty sind derzeit die Fahrplandaten von Bahn und Postbus österreichweit, alle Öffis in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland, Kärnten, Salzburg und Vorarlberg, ca. 90% des Schweizer Busverkehrs und der Regionalverkehr in Oberbayern datentechnisch erfasst. Bis Mitte 2007 soll ganz Österreich mit dem Tool abgedeckt sein, derzeit fehlen noch der Grazer Stadtverkehr sowie die privaten Buslinien in der Steiermark und in Tirol.