Und sollte ich vergessen haben, jemanden zu beschimpfen, dann bitte ich um Verzeihung! (Johannes Brahms)

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November 2008

 

  • Samstag
  • 29.November 2008

Randgruppenhumor, die dritte: Informatiker

"A sperm = 37.5 MB of genetic information. Using basic math, we can compute the bandwidth of human male ejaculation as: (37.5MB x 100M x 2.25)/5 = (37,500,000 bytes/sperm x 100,000,000 sperm/ml x 2.25 ml) / 5 seconds = 1,687,500,000,000,000 bytes/sec = 1,687.5 TerraBytes/sec"

(gefunden auf Digg , Original auf QDB)

Randgruppenhumor, die zweite: Musik

Eine Fermate beim Arzt: "Herr Doktor, helfen Sie mir - Ich halts nicht mehr aus".

"Gm7 Bier holen" - "Nein, D#m bist du dran"

(gefunden in den Tiefen meines Langzeitgedächtnisses, keine Ahnung mehr woher)

Randgruppenhumor: Mathematik

An infinite number of mathematicians walk into a bar. The first one orders a beer. The second orders half a beer. The third, a quarter of beer. The bartender says: "You´re all idiots", and pours two beers.

(gefunden bei Dark Roasted Blend)

  • Sonntag
  • 23.November 2008

Profi-Gourmet testet McDonalds-Hamburger

Extrem sehenswert: der F.A.Z.-Gastronomiekritiker Jürgen Dollase testet den McDonalds-Hamburger. Dollase testet nicht nur, sondern macht auch Vorschläge, wie der Hamburger geschmacklich verbessert werden könnte. Anlass war die Ansage des spanischen Drei-Sterne-Kochs Ferran Adrià in einem Interview, auch er könne zu diesem Preis keinen besseren Hamburger herstellen und auch wenn McDonald’s die zehn besten Köche der Welt engagierte, so wären auch diese dazu nicht in der Lage.

Fazit:

Also diese Gewürzpampe bleibt einem ja wirklich stundenlang im Mund kleben

Kreditinformationsdienste = Datenzecken?

Der Eindruck drängt sich auf. Die Vorgeschichte: weil der Ankauf eines neuen Firmenwagens ansteht, hat eine Bank, über die ich die Finanzierung abwickeln wollte, Kreditinformationen über einen der bekannten Informationsdienste eingeholt. Dabei hat sich herausgestellt, dass dort Daten zu finden waren, die mit der Wahrheit nicht viel zu tun hatten (falsche Bewertung, falsche Adresse, falsche Mitarbeiterzahl und Branche und dergleichen mehr). Also habe ich versucht, von den bekanntesten "Wirtschaftsauskunftsdiensten" eine Selbstinformation einzuholen (die mir laut Datenschutzgesetz §26 einmal jährlich kostenlos zusteht). Dieses Ansinnen ist ein Alptraum, wie sich herausstellt.

Es beginnt damit, dass manche dieser Firmen es für nötig erachten, dass eine Ausweiskopie als Identitätsnachweis mitgesandt wird (so etwa die Firmen Intrum Justitia Inkasso Gesellschaft m.b.H., 5020 Salzburg, Karolingerstraße 36 - die haben dieses Ansinnen sogar via Einschreiben zugestellt). Es hat sich offenbar noch nicht durchgesprochen, dass die Zustellung per RSa-Brief als Identitätsnachweis ausreicht, weil in diesem Fall der Postler den Ausweis prüft. Die Firma Kreditinform - Josef Hirnschall (1090 Wien, Rossauer Lände 25/8) hatte sogar die Frechheit, mir meinen eigenen Brief im selben Kuvert mit "Porto zahlt Empfänger" zurückzusenden und handschriftlich "Ohne Ausweis keine Auskunft" draufzukritzeln. Obwohl eigentlich Auskunftsverfahren kostenlos sein sollten, durfte ich somit Nachporto bezahlen. Wurscht - kriegt mein Anwalt was zu tun. Man hat hier den Eindruck, dass bewusst versucht wird, den Weg zur Auskunft möglichst mühsam zu machen.

Bei einigen Diensten wollte ich die über mich gespeicherten Daten löschen lassen, worauf ich laut Datenschutzgesetz §28 ebenfalls ein Recht habe. Das funktioniert überhaupt in den wenigsten Fällen. Lediglich infoscore austria gmbh (1040 Wien, Weyringergasse 1/5) hat problemlos nach wenigen Tagen eine Löschungserklärung übersandt. Am schlimmsten wehrt sich bisher die Hoppenstedt Kreditinformationen GmbH (1110 Wien, Geiselbergstraße 17) - bei denen schreibt in solchen Fällen sofort die Anwaltskanzlei Dr. Felix Sehorz & Mag. Martin Dohnal (1010 Wien, Wollzeile 24, office@sehorz-dohnal.at) zurück. Und wehren sich vehement dagegen, meine Daten rauslöschen zu lassen. Die Begründung laut den Anwälten: das Datenschutzgesetz gilt nur für personenbezogene Daten und nicht für Firmen(!?). Und solange meine Firmendaten via Wirtschaftskammer-Website abrufbar seien, solange würde auch Hoppenstedt diese nicht löschen, weil sie ja eh öffentlich verfügbar sind. Ich bin aber eine Einzelfirma - alle Bonitätsdaten meiner Firma sind gleichzeitig meine persönlichen Bonitätsdaten. Ob sich diese menschenfeindliche Einstellung juristisch halten lässt, wird sich noch zeigen, denn ob ich jetzt in einem Fall mehr oder weniger Beschwerde bei der Datenschutzkommission einlege und meinen Anwalt einschalte, ist auch schon wurscht. Einen Entscheid der Datenschutzkommission gab ja bereits: der KSV musste Daten löschen, und dieser speichert ebenfalls nur Firmendaten. Und einem Rechtsanwalt wurde sogar Schadenersatz zugesprochen, weil er ohne Verständigung auf einer Banken-Warnliste gelandet war. Die Daten aller Dienstleister bleiben hier jedenfalls im Volltext gelistet, denn die sind ja auch öffentlich zugänglich.

Übrigens gabs auch Betriebe, die bisher noch gar nicht auf meine Anfrage nach Auskunft reagiert haben. Insbesondere gewundert hat mich das vom Kreditschutzverband von 1870 (KSV 1870) in 1120 Wien, Wagenseilgasse 7.

Nur drei der angeschriebenen Auskunftsdienste haben prompt und professionell reagiert: die schon oben erwähnte infoscore austria gmbh (1040 Wien, Weyringergasse 1/5) mit einigen uralten Inkassodaten (die ich löschen ließ), der Alpenländischer Kreditorenverband für Kreditschutz und Betriebswirtschaft (AKV) (1040 Wien, Schleifmühlgasse 2/2) mit einem Eintrag, der genauso umfangreich auch im Telefonbuch steht und Dun & Bradstreet Information Services GmbH (1110 Wien, Geiselbergstraße 17-19) mit einer zwar nicht zutreffenden, aber immerhin kompletten Firmenbewertung.

Meine Erstbriefe an die Datenverarbeiter gingen am 9.10.2008 raus. Diese haben laut DSG 8 Wochen Zeit, darauf zu reagieren. Ab 10.12. gehen also die Beschwerden an die Datenschutzkommission in die Post und mein Anwalt bekommt Arbeit. Ich frage mich, ob es eine seriös arbeitende Firma nötig hätte, so unprofessionell auf Anfragen zu reagieren und derart unverschämt vorzugehen wie manche Vertreter dieser Datenverwurstungsbetriebe.

Ich mag keine Datenzecken.

  • Dienstag
  • 11.November 2008

WLAN und UMTS am Eee-PC 1000H

Entgegen dem ersten Eindruck haben sich sowohl WLAN als auch das Einwählen per HUI-Modem am Eee-PC 1000H unter Ubuntu-Linux als ziemlich zickig erwiesen. Hab aber nunmehr alles zum Laufen gebracht:

- WLAN: Ob die Treiber prinzipiell funktionieren, kann man in der Konsole mit iwconfig feststellen. Dort sollte das WLAN-Interface ra0 angezeigt werden. Mit iwlist scan kann man dann feststellen, ob ein  WLAN-Zugangspunkt gefunden wird. Somit ist geklärt, ob die Einrichtung treiberseitig geklappt hat. Ich konnte mich allerdings weiterhin nicht mit unserem Firmennetz mit WEP-Verschlüsselung verbinden. Nachdem ich aber festgestellt hatte, dass die Treiber eingebunden waren (siehe oben), habe ich nach kurzem Googeln den mit Ubuntu Eee mitgelieferten Network Manager als Schuldigen entlarvt. Dieser funktioniert offenbar nicht immer so wie er sollte. Deshalb hab ich ihn über die Paketverwaltung rausgeworfen (Pakete network-manager und gnome-network-manager entfernen) und durch Wicd ersetzt. Die Installation unter Ubuntu ist denkbar einfach und wird auf der Download-Seite ausreichend genau beschrieben. Mit Wicd funktioniert die  Netzwerkeinrichtung jetzt so einfach, wie man sich das gemeinhin vorstellen würde.

- Einwahl mit dem Huawei 220 (das HUI-Modem von One/orange): hier war etwas mehr Bastelei nötig, denn das Modem wurde nach dem Anstecken von Gnome-PPP nicht erkannt. In mehreren Stufen habe ich herausgefunden, woran es liegt. Erstens habe ich in einer Konsole mit tail -f /var/log/syslog mitverfolgt, was das Systemlog ausgibt, wenn man das Modem an einen USB-Anschluss ansteckt. Es kam stets die Meldung "airprime_open - failed submitting read urb 0 for port 0" und das Modem konnte mit Gnome-PPP nicht angesprochen werden. Nach dutzenden durchstöberten Foren bin ich darauf gestossen, dass man in diesem Fall das Laden des airprime-Treibermoduls verhindern soll, indem man an die Datei /etc/modprobe.d/blacklist ganz am Ende anhängt:

#Huawei
blacklist airprime

Danach neu booten und das Modem sollte wenigstens von Gnome-PPP erkannt werden. Da Gnome-PPP aber mit jeder Menge an Einstellungen gefüttert werden will und aber trotzdem Dinge wie Feldstärke des Netzes und dergleichen nicht anzeigen kann, habe ich UMTSmon installiert. Das geht in der Konsole super-einfach:

wget http://mesh.dl.sourceforge.net/sourceforge/umtsmon/umtsmon-0.9.i386.tar.gz
tar xzf umtsmon-0.9.i386.tar.gz
sudo cp umtsmon-0.9/umtsmon /usr/local/bin/
sudo chmod 755 /usr/local/bin/umtsmon

Den UMTS-Monitor kann man nun in der Konsole mit sudo umtsmon starten. Das Tool unterstützt die PIN-Abfrage beim Start und zeigt alle wichtigen Infos zur aktuellen Verbindung an (Feldstärke, Verbindungsdauer, übertragene Datenmenge uvm.). Vor der ersten Einwahl muss man jedoch ein neues Profil anlegen, wofür einige Daten abgefragt werden. Für One/Orange sind das:

APN = web.one.at
Benutzername = web
Passwort = web

Unter "Advanced PPP Options" bleiben nur die vorgeschlagenen Werte angehakt: replace default route, set default route und use peer dns. Weiter unten kann man noch einen Alarm aktivieren, wodurch man beim Überschreiten einer definierten Datenmenge oder Verbindungszeit gewarnt wird, um böse Überraschungen auf der Rechnung zu vermeiden. Das Profil mit Klick auf OK speichern, auf "Verbinden" klicken und - sich freuen. Denn die Onlineverbindung sollte schon nach wenigen Sekunden aufgebaut sein.

  • Montag
  • 10.November 2008

Ein Eee-PC kommt ins Haus

Seit letztem Donnerstag bin ich stolzer Besitzer eines Asus Eee-PC 1000H in weiß, weil es mich jedesmal wieder gestört hat, mit Laptop-Rucksack auf Kundentermine gehen zu müssen. Auch ist die Laufzeit meines Arbeitsgerätes Sony Vaio im Batteriebetrieb gerade mal zwei Stunden, oft nicht genug für längere Sitzungen oder Besprechungen. Erste Eindrücke, nicht chronologisch oder thematisch sortiert:

Es ist das ganze Gerät für den geringen Preis eigentlich überraschend gut verarbeitet. Das Display ist auch für Tageslicht hell genug und die Tastatur ist brauchbar und nicht so extrem winzig wie bei den 700er und 900er-Modellen, wo flüssiges Schreiben eine Menge Übung voraussetzt. Blöd ist nur die Position der rechten Umschalttaste, die sich nicht an gewohnter Stelle neben dem Bindestrich befindet, sondern wegen der Cursortasten einen Platz weiter nach rechts gerückt ist. Angenehm: das Netzteil ist so klein, dass es mit in die mitgelieferte Neoprentasche passt. Somit ist das komplette Minibüro handlich verpackt und man hat nicht mehr als etwa 1,5 Kilo zu tragen. Die Akkulaufzeit richtet sich natürlich stark nach der Nutzung, aber etwa 5 Stunden sollten realistisch sein wenn man nicht gerade rechenintensive Programm laufen lässt. Auf 4:30 bei verbleibenden 30% Restladung hab ichs bereits gebracht.

Ich wollte zusätzlich zum vorinstallierten Windows XP Home (mit erfreulich wenig sinnlosen Zusatztools!) Ubuntu Linux als Zweit-Betriebssystem installieren, auch weil die 160 GB große Festplatte ja geradezu zu solchen Experimenten verführt. Mit Ubuntu EEE existiert sogar eine extra für den Eee-PC angepasste Distibution. Die Installation ist super-einfach: ISO-Image auf den Eee-PC herunterladen, Kopiertool ebenfalls herunterladen, frisch formatierten USB-Stick mit mindestens 1GB anstecken, Tool starten und damit die Installationsfiles auf den Stick kopieren und den Stick startbar machen. Eee-PC neustarten, gleich im Startbild mit ESC ins Bootmenü wechseln und vom Stick starten. Die folgende Ubuntu-Installation bietet bei der Festplatten-Partitionierung die Option, die erste Partition (auf der sich Windows befindet) zu verkleinern und in den entstehenden freien Platz Ubuntu zu installieren. Ich habe mich für eine 50/50-Aufteilung der Partition entschieden, jedes OS hat also etwa 40 GB zur Verfügung. Innerhalb einer knappen halben Stunde erhält man so völlig problemlos ein Dual-Boot-System, auf dem Ubuntu und Linux friedlich nebeneinander auf der Platte wohnen und man beim Rechnerstart jeweils auswählen kann, welches Betriebssystem gestartet werden soll. Alle nötigen Treiber sind bei Ubuntu Eee bereits eingebunden, es funktionieren also auf Anhieb auch Sound, Netzwerk und WLAN(!). Die zweite Windows-Partition habe ich als Datenlaufwerk fix in ein Subverzeichnis meines Homeverzeichnisses eingehängt.

Ich habe am Eee-PC das kostenlose SyncToy von Microsoft installiert. Damit lassen sich Ordnerpaare auf Eee-PC und Standgerät einrichten, die auf Knopfdruck synchronisiert werden können. So habe ich das komplette Kundenverzeichnis immer mit dabei.

Eines der knackigeren Probleme stellt ja immer wieder die Synchronisierung von Outlook dar. Wenn man keinen Exchange-Server betreibt, so hat man mit Microsoft-Bordmitteln keine Chance, Outlook am Standrechner und Outlook am Laptop synchron zu halten, ausser indem man sich einen Pocket-PC anschafft, diesen mit Rechner A und anschliessend mit Rechner B synchronisiert. Mühsam. Es gibt allerdings eine Menge Lösungen von Fremdanbietern. Ich habe mich für Simplesyn.net entschieden, weil man das Tool 15 Tage lang mit voller Funktionalität testen kann (und weil die Vollversion dann nur 29 Euro kostet). Bei den Mitbewerbern ist großteils der volle Funktionsumfang nicht vorab testbar und die Tools kosten ab knapp dem doppelten Preis aufwärts. Simplesyn funktioniert auch ohne Internetverbindung, nur innerhalb des LAN  - auch ein Grund der dafür spricht. Die Einrichtung ist recht einfach: installieren, Name des PC angeben , mit dem man synchronisieren will und in Outlook unter Extras > Optionen > SimpleSyn die Ordner auswählen, die man synchron halten mag. Der Rest funktioniert automatisch, wobei Simplesyn sofort nach Änderung eines Objektes die Synchronisierung versucht. Somit erspare ich mir in Zukunft den Umweg via Pocket-PC.

Einfach und schnell war dank Firefox das Problem gelöst, wie man Bookmarks und gespeicherte Website-Passworte auf beiden Rechnern synchron halten kann. Denn für meinen Lieblingsbrowser gibt es das kostenlose Addon Foxmarks, mit dem sich das automatisieren lässt. Die Lesezeichen und Website-Logins werden mit einem Masterpasswort verschlüsselt, auf dem Foxmarks-Server zwischengespeichert und bei Änderungen automatisch synchronisiert. Das alles läuft diskret im Hintergrund ab und man braucht sich eigentlich nach der ersten Einrichtung des Addons nicht mehr drum kümmern - so wie es sein soll.

World of Warcraft läuft auf dem Eee-PC mit 800x600 Pixel und niedrigen Details brauchbar flüssig. Fürs Auktionshaus oder einfache Questerei zwischendurch rechts allemal, in Schlachtfelder oder Dungeons wirds aber eher zur Diashow.

Ich habe Skype wieder aktiviert, denn der Kleine hat sogar eine Webcam eingebaut. Bereits getestet, Skypen geht auch ohne Headset mit dem eingebauten Mikrofon ganz passabel (idealerweise aber nicht über die eingebauten Lautsprecher sondern mit Kopfhörern).

 

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