She's Looking Better After Every Beer.

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  • Donnerstag
  • 27.Juni 2013

Warum man AdBlock Plus deinstallieren sollte: die beliebte Browsererweiterung hat einen Haken!

Die beliebte Browsererweiterung AdBlock Plus sorgt dafür, dass lästige Werbung im Browser ausgeblendet wird. Das Tool wurde bereits über 200 Millionen mal heruntergeladen und von mehr als 25 Millionen Benutzern täglich benutzt. Es sieht aber ganz danach aus, als würde man dort den eigenen Slogan "Jetzt Adblock Plus installieren, um die Kontrolle über das Internet wiederzuerlangen und es so zu erleben, wie es sein sollte" völlig anders verstehen als wir Benutzer. Die ganze Geschichte gibts drüben bei mobilegeeks.de - unter dem bezeichnenden Titel "Adblock Plus Undercover – Einblicke in ein mafioeses Werbenetzwerk".

JEDER Benutzer des Werbeblockers sollte das gelesen haben - bitte weiterverbreiten!

Da hab ich doch lieber einige Werbebanner, bevor ich solche Machenschaften unterstütze. Auf meinen Rechnern läuft kein AdBlock Plus mehr...

Aber wie schaltet man dann die nervtötenden Werbeformen ab?

Update 26.11.2013: Alternativen zu AdBlock Plus für Chrome, Firefox und Internet Explorer werden in diesem Artikel im PC Magazin beschrieben (unten die Bildergalerie durchklicken)

 

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  • Freitag
  • 10.Mai 2013

“Bitte designe mir doch mal was” – die Zusammenarbeit mit (Web- und Grafik-)Designern

Wenn Menschen erstmals einen (Web- oder Grafik-)Designer beauftragen, so kann das in ziemlichem Chaos enden. Die Grundregeln für eine solche Zusammenarbeit hat Karoline Stiefel auf ihrem Blog wunderbar zusammengefasst - diesen Text sollten alle Beteiligten gelesen haben: welche Angaben der Designer braucht, wie wichtig ein Projektverantwortlicher und eine Deadline sind und wie man die Zusammenarbeit möglichst effizient gestalten kann.

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  • Freitag
  • 17.Juni 2011

“Blinde” Kontaktanfragen auf XING & Co.: warum ich mich nicht mit jedem vernetzen will

Ich besuche relativ viele Networking-Veranstaltungen mit mehreren dutzend Teilnehmern. Meist werden die Visitenkarten herumgereicht, sodass jeder die Karten aller Anwesenden mit nach Hause nehmen kann. Tatsächlich kommt man aber maximal mit 5-10 Leuten wirklich zum Plaudern. Am nächsten Tag hab ich dann regelmäßig Kontaktanfragen auf Xing oder Facebook von Teilnehmern, die zwar auch dort waren (wie ich anhand des Stapels an Visitenkarten leicht nachvollziehen kann), mit denen ich dort aber kein Wort gewechselt habe. Und ich beantworte solche Anfragen grundsätzlich nicht positiv.
Liebe Mit-Netzwerker: an meiner Kontaktliste mag ich vor allem, dass es sich bei allen Mitgliedern dieser Liste um Menschen handelt, mit denen ich bereits interagiert und kommuniziert habe. Und dass ich daher bei allen weiß, wen ich guten Gewissens weiterempfehlen kann und wen nicht. Der bloße Besitz meiner Visitenkarte ist zu wenig, um in mein Netzwerk aufgenommen zu werden. Sprecht mit mir auf den Events, erzählt mir was ihr macht und wie ich euch weiterhelfen kann, dann gerne. Aber nur mit dem Sammeln von Visitenkarten hat noch niemand sein Netzwerk ausbauen können.

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  • Mittwoch
  • 9.März 2011

Sehenswerte Team-Seite

Auf vielen Websites ist die Seite, auf der die Mitarbeiter mit Bild vorgestellt werden, einfach nur ein Friedhof für schiache Fotos. Umso positiver sticht da heraus, wenn eine Firma dazu einmal eine GUTE Idee hat: Teamseite von technologywithpassion.com

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  • Donnerstag
  • 20.Januar 2011

Fragen im Bewerbungsgespräch – was Personalchefs daraus schließen

Diese Liste von 25 besonders raffinierten Fragen beim Vorstellungsgespräch ist für beide Seiten interessant. Bewerber können sich besser vorbereiten - und Personalchefs können ihre Fragetechnik verfeinern. Viel Erfolg!

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Wenn dieselben vier Leute in hundert Firmen arbeiten…

Letztens bin ich durch Zufall auf der Website eines ehemaligen Kunden gelandet. Auf der Teamseite war ein Foto abgebildet, dass angeblich die Mitarbeiter zeigen sollte - was nicht der Fall war. Auch die unter dem Bild angeführten Namen stimmten nicht mit der Realität überein. Also hab ich begonnen, die Namen unter dem Bild zu googeln...

...und bin draufgekommen, dass es dieses Bild mit genau denselben Namen darunter auf hunderten Websites im deutschsprachigen Raum geben dürfte! Ich hab dann weiter recherchiert: all diese Websites wurden mit dem Data-Becker-Website-Tool Web to date erstellt, wo dieses Bild und der zugehörige Text offenbar als Standard-Inhalt der Teamseite mitgeliefert werden. Auch wenn das Tool als sehr benutzerfreundlich gepriesen wird: der Austausch von Bildern dürfte schwieriger sein, als man glaubt. Hier eine Auswahl der Firmen, in denen überall "Stefan Müller, Corinna Berger, Andreas Klausen und last but not least Thomas Schneider" arbeiten:

Alyans Trauringe, HRV Hubertus, CHJ, Selbständige in Bayern, Ferienwohnung am Markt, Brau und Rauchshop, Beata Gocner Bauträger GmbH, Krankentransportverbund Berlin, Best-Cut.net, Multi-Shop, PC-Service Rosenberger, Wilhelm Flugreisen, Bikini-Manufaktur Cancun Fashion und noch hunderte mehr.

Und in vielen dieser Firmen ist das Team "ein junges, dynamisches Team, das seit der Gründung der Firma im Januar 2000 zu einem kreativen Pool zusammengewachsen ist, der seine Kunden mit frischen Trends und Ideen in jeder Hinsicht überzeugt."

Überzeugend. Wirklich :-)

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  • Dienstag
  • 28.September 2010

Synchronisationstool Xmarks wird eingestellt

Schlechte Nachrichten für alle Nutzer des Synchronisationstools Xmarks: wie am offiziellen Blog heute bekanntgegeben wurde, soll der Dienst in etwa 6 Wochen eingestellt werden. Den Betreibern war es nicht gelungen, ein gewinnbringendes Geschäftsmodell zu etablieren.
Mit Xmarks war es möglich, die Lesezeichen, Website-Passworte, offene Tabs und die Chronik zwischen mehreren Computern zu synchronisieren. Auch zwischen verschiedenen Browsern war der Datenabgleich möglich, denn Xmarks gab es für Firefox, Internet Explorer, Google Chrome und Safari. Das funktionierte auch über Betriebssystemgrenzen hinweg - etwa Firefox auf Linux und einen IE unter Windows synchron zu halten. Damit ist es nun vorbei, denn eine andere All-In-One-Lösung mit derselben Vielseitigkeit wie Xmarks ist nicht in Sicht. Teilbereiche lassen sich gottseidank aber durch andere AddOns ersetzen:
Wer nur Firefox nutzt, kann auf die offizielle Erweiterung Firefox Sync umsteigen, die das Gleiche leistet - halt nur für diesen einen Browser. Benutzer von Google Chrome können mit Google Bookmarks unabhängig vom Betriebssystem ihre Lesezeichen synchron halten. Mit dem aktuellen Update 3.9.2 wird nach der Installation auf eine Info-Website geführt, auf der alle User auf das bevorstehende Ende hingewiesen werden. Dort werden ebenfalls Alternativ-Tools vorgeschlagen.
Schade - ich werd Xmarks vermissen.

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  • Freitag
  • 23.Juli 2010

XING-Unternehmensprofil – die Alternative zur eigenen Website?

Bei XING kann man jetzt auch Unternehmensprofile erstellen, offenbar hat man die Bedrohung durch Mitbewerber Facebook erkannt. Allerdings scheinen mir die Kosten dafür etwas zu hoch gegriffen. Denn vertretbar sinnvoll wirds erst beim Unternehmensprofil PLUS um 129 Euro - pro Monat! Dafür kann man u.a. 5(!) Suchbegriffe wählen, unter denen die Firma auf XING gefunden wird, kann 10 Ansprechpartner listen, wird von Suchmaschinen auch gefunden und kriegt dazu auch noch einige (wenige) Features mehr - die man bei Facebook kostenfrei bekommt und wo man mit Sicherheit ein Vielfaches an potentiellen Interessenten ansprechen kann als bei XING. So sehr ich XING prinzipiell mag, aber hier schießt man meiner Ansicht nach voll daneben. Das Angebot wäre vielleicht vor 10 Jahren noch eine Sensation gewesen, heute jedoch nicht mehr.

Meine Meinung: wenn man diesen Monatsbeitrag spart und dafür eine eigene, suchmaschinenfreundliche und gut gestaltete Website betreibt, ist das Geld besser angelegt. Es gibt leistungsfähige Verwaltunggsysteme nahezu zum Nulltarif, Webhosting ist auch billig wie nie. Wenn zusätzlich aktiv Infokanäle wie Facebook, Twitter und Youtube genutzt werden, spricht man sicherlich mehr Menschen an als mit einem XING-Profil. Um den Gegenwert eines XING-Jahresbeitrags PLUS kann man bereits locker mit einer eigenen Website starten - ich freu mich auf Anfragen :-)

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  • Mittwoch
  • 30.Juni 2010

Trennen Sie sich!

Ja, trennen Sie sich.
Heute.
Von schlechten Gewohnheiten.
Von nichtzahlenden Kunden.
Von energiefressenden Bekannten.
Von aufgepfropften Idealbildern.
Von unerledigten To-Do-Listen
Von überflüssigen Pfunden.
...

...weiter gehts bei Martina Bloch am Akquiseblog. Machte meinen Tag.

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  • Montag
  • 28.Juni 2010

Das Bürospiel: Traust Du dich eh nicht!

Alt, aber immer wieder schön: dieses Bürospiel. Wenn man Mitspieler findet, ist es eine Herausforderung für alle Beteiligten. Und möglicherweise ein Kündigungsgrund.

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  • Donnerstag
  • 14.Januar 2010

Media Markt: die Kunden sind wirklich nicht blöd :-)

Das kommt davon, wenn man jahrelang die Kunden drauf hinweist, sie wären doch nicht blöd: eine Werbeaktion von Media Markt dürfte den Konzern jetzt in Deutschland eine Menge Geld gekostet haben, wie die Frankfurter Rundschau berichtet. In unserem Nachbarland lief bis vergangenen Samstag die Aktion "Jeder zehnte Einkauf ist umsonst!" Dafür wurde jeden Abend nach Geschäftsschluß eine Zahl zwischen 0 und 9 gezogen. Für alle Rechnungen mit dieser Endziffer in der Rechnungsnummer erstattete Media Markt den vollen Kaufpreis. So weit, so gut.
Womit man aber offenbar nicht gerechnet hatte: die Kunden sind wirklich nicht blöd. Denn es wurde einfach der gleiche Artikel mehrfach gekauft und jeweils ein eigener Kassenbon verlangt. Wenn man auf diese Art 10 gleiche Artikel gekauft hatte, war man sogar ein sicherer Gewinner - denn die Rechnungnummern werden natürlich fortlaufend vergeben. Auch noch OK - bis hier in der Geschichte ist Media Markt der Gewinner, immerhin wurden so um ein Vielfaches an Dingen gekauft. Blöd nur, daß die Kunden innerhalb von 14 Tagen "ohne wenn und aber" die gekauften Artikel zurückgeben können. Und das taten sie auch, nämlich die Waren auf all den Kassenbons, die bei der Lotterie leer ausgegangen waren. So kauften manche tatsächlich 10 Computer, brachten 9 davon zurück und bekamen den einen PC von Media Markt bezahlt. So hat sich der Bin-ja-nicht-blöd-Markt selbst als nicht rasend schlau entlarvt.
Schade, daß die Aktion am 9.1. zu Ende war. Die Fahrt nach Deutschland hätte sich ausgezahlt :-)

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  • Dienstag
  • 22.Dezember 2009

Die CMS-Falle: warum die Selbstwartung einer Website zur Falle werden kann

Ein kurzer, aber dennoch hervorragender Artikel erschien letztens bei DrWeb.de: der Autor Philip Bolting erklärt unter dem Titel Die CMS-Falle, warum seiner Meinung nach ein Content Management System für viele Website-Inhaber gar keine so gute Idee ist. Kurzform des Artikels: Viele Auftraggeber wollen ihre Website selbst pflegen und dafür ein CMS haben, nur wenige sind aber tatsächlich dazu in der Lage, weil es an Erfahrung im Texten und Bebildern fehlt und die Kundensicht auf die Website ausser Acht gelassen wird.

Dabei hatte der Auftraggeber doch unbedingt ein CMS haben wollen, um bei Aktualisierungen nicht auf Dritte angewiesen zu sein. Verzichtet hat er damit aber auch auf einen Berater und Begleiter. Jemanden, der rechtzeitig an die Aktualisierung der Homepage erinnert. Der die Kundenbrille aufsetzt und die Ziele der Internetpräsenz im Blick behält. Texte kritisch prüft und umschreibt, Bilder webgerecht aufbereitet, Server-Logs auswertet, sinnvolle Erweiterungen vorschlägt.

Ich würde das Problem aber nicht an der Frage "CMS - ja oder nein" festmachen. Denn auch CMS-lose Websites bleiben ungepflegt, wenn der Webworker nicht von sich aus dahinter ist, seine Kunden zur Pflege zu animieren. Und diese Pflicht zur Erinnerung bleibt einem guten Webworker auch, wenn der Kunde als Website-Betreiber selbst Inhalte erstellen und einspielen will. Die Erfahrung hat gezeigt, daß die Freude an der Selbstwartung oft nach einiger Zeit von selbst stark zurückgeht und die Kunden trotz CMS froh sind, wenn sich jemand drum kümmert, der sich auskennt.

  • Montag
  • 7.Dezember 2009

Staatliche E-Mail-Adresse? Die Türkei zieht das durch!

Ab dem kommenden Jahr bekommt laut einem Artikel auf welt.de jedes neugeborene Baby in der Türkei ein "Geschenk" vom Staat: eine E-Mail-Adresse mit 10 GB Speicherplatz, die ein Leben lang gültig sein soll und auch in den Personalausweis gedruckt wird. Nach und nach soll jeder Türke eine solche Mailadresse bekommen, die vor allem zur Kommunikation zwischen Staat und Bürgern dienen soll. Tayfun Acarer, der Chef der Regierungspartei BTK betonte, das Projekt diene vor allem der "nationalen Sicherheit", weil bisher fast der gesamte Mailverkehr über Server im Ausland laufe. Das soll aufhören: "Ausländische Dienste wie Yahoo und Google werden nicht mehr genutzt werden", meinte er.

Es klingt danach, als würden diese Dienste sehr bald (wie tausende andere Websites auch) in der Türkei nicht mehr abrufbar sein. Im Irak unter Saddam Hussein war der Mailverkehr ähnlichen Restriktionen unterworfen, alle Mails wurden von staatlichen Stellen mitgelesen und gegebenenfalls zensiert. Aber Tayfun Acarer dürfte nach ersten Meldungen eher darauf vertrauen, daß sein Maildienst gemeinsam mit der ebenfalls geplanten "türkischen Suchmaschine" populär genug sein wird, um ausländische E-Mail-Anbieter zurück zu drängen. Man darf gespannt sein, ob dieser Plan nicht doch nur mittels Zensur umzusetzen ist (was wohl niemand ernstlich wundern würde).

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis "den Fekters dieser Welt (© Helge Fahrnberger)" ähnliche Ideen kommen. Es wundert mich ja, das Österreich die staatliche Zwangsadresse nicht schon längst eingeführt hat. Bei jedem anderen Unsinn müssen wir ja auch immer als "Musterland" vorne dabei sein, wurscht ob etwas langfristig Sinn hat oder nicht.

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  • Mittwoch
  • 28.Oktober 2009

.de-Domaingrabbing: Story schon am Sonntag hier, heute bei heise.de

Leser meines Weblogs sind manchmal schneller informiert als anderswo. Bereits am Sonntag sind mir weitere Ungereimtheiten bei der Vergabe der deutschen Kurzdomains mit nur zwei Stellen aufgefallen. Denn auffallend viele der neuen Domaineinträge gehören "Firmen", die offenbar ausschließlich zum Zweck gegründet wurden, eine .de-Domain anzumelden. Seltsamerweise haben alle diese Firmen dieselbe Firmenadresse in 33755 Clearwater, USA und denselben technischen Ansprechpartner in Deutschland - die Firma Tec Media Service. Die Adresse für diese 193 Firmen ist ein 80-Quadratmeter-Appartment, wie ich bereits ebenfalls für meinem Artikel herausgefunden hatte - ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Heute kam die Story bei heise.de unter dem Titel ".de-Kurzdomains in die USA abgezogen". Unter anderem heisst es dort:

Die Registrierungen für die vom Dienstleister Bionic/Tec-Media-Service/Hexonet registrierten 193 Kurzdomains wurden inzwischen in die USA abgezogen, und zwar nach 625 Keene Road, Clearwater, Florida. Die rund 200 Domaininhaber, allesamt frisch eingetragene Briefkastenfirmen mit klangvollen Namen wie BJ Oral Diseases Incorporated bis zu QI Quadruple Investments International Incorporated, dürften wohl bald ihr einziges Asset, die zugehörige bj- oder qi-Domain, wieder auf den Markt bringen.

All das wussten meine Leser bereits vor drei Tagen. Ich weiß, das ist kindisch, aber mich freut das trotzdem, wenn ich schneller als heise.de bin :-)

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  • Sonntag
  • 25.Oktober 2009

Jack Wolfskin hat nix verstanden

Am Freitag hat Jack Wolfskin eine Pressemitteilung (PDF) herausgegeben, mit der das Unternehmen in der Causa der aktuellen Abmahnungen zurückrudert. Und mit der Wortwahl zeigt, dass JW trotzdem nicht verstanden hat, worum es eigentlich ging und noch immer geht. Die ganze Geschichte gibts drüben beim Werbeblogger. Der Kommentar von "Kretin" ebendort bringts auf den Punkt:

Zitat von Manfred Hell: “An der großen Emotionalität, mit der die Debatte geführt wurde, sehen wir, wie hoch die Erwartungshaltung an uns ist. Dem wollen wir gerecht werden. Wir haben uns der Kritik gestellt, unser Vorgehen kritisch durchleuchtet und werden in Zukunft sensibler agieren.”

Übersetzung:

Wir hatten nicht damit gerechnet, daß es zu einem solchen Aufstand kommt, weil wir das schließlich seit Jahren so machen. Bisher sind wir damit noch immer durchgekommen. Ärgerlich nur, daß die Leute, die uns unser Image als ehrliche Naturburschen (und unser Zeug) bisher abgekauft haben, jetzt mitbekommen haben, daß wir den Raubtierkapitalismus neu definiert haben. Bevor das Desaster für uns jetzt noch größere Ausmaße annimmt, fressen wir etwas Kreide und hoffen, daß sich die Wogen bis zum Weihnachtsgeschäft noch glätten lassen. Wir werden versuchen, uns in Zukunft nicht wieder erwischen zu lassen.

Traurig - auch weil JW offenbar seit Jahren abmahnt und sich weiterhin im Recht wähnt, aber gerade mal die aktuellen Fälle nix bezahlen müssen. Hoffentlich findet sich ein auf Markenrecht spezialisierter Anwalt, der Jack Wolfskin das Fell über die Ohren zieht. Eine Wolfstatze als Markenzeichen hätte nach gesundem Menschenverstand nie als Marke eingetragen werden dürfen - JW hat es sogar geschafft, die Tatze ALLEINE (also ohne Schriftzug) schützen zu lassen (siehe Schnellsuche nach "Jack Wolfskin" beim deutschen Patentamt). Schmeißt diesen Missbrauch des Markenrechts aus dem Register, liebe deutsche Freunde!

Bis dahin wird von mir und meinem Umfeld weiterhin nix gekauft, was von JW kommt - mögen es mir viele Leser gleichtun. Den gierigen Wolf trifft man nur dort, wo es wehtut, und das ist beim Umsatz.

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Deutsche Kurzdomains: Grabbing? NIIIEEMALS ;-)

Seit Freitag darf man in Deutschland auch ein- und zweistellige Domainnamen sowie Domainnamen, die nur aus Ziffern bestehen, registrieren (bisher war die Mindestlänge 3 Zeichen, Domainnamen ausschließlich aus Ziffern waren überhaupt nicht erlaubt, egal in welcher Länge). Wie zu erwarten war, sind bereits alle ein- und zweistelligen Buchstabendomains vergeben. Es ist eine Liste aufgetaucht, in der angeblich die Inhaber all dieser Domains zusammengestellt sind (was sich als unrichtig herausgestellt hat).

Beim ersten Blick auf diese Liste dachte ich: "Wer bitte ist Thomas Mueller?", der bei immerhin 193 der 702 gelisteten Domains dabeisteht und damit weit öfter vorkommt als andere Namen in dieser Liste. Etwas Recherche bei denic.de hat dann gezeigt, dass es sich bei den in der Liste angeführten Personen, also auch bei Thomas Mueller "nur" um die technischen Ansprechpartner der Domains handelt, in seinem Fall in Form der Firma Tec Media Service. Seltsam jedoch: wenn man einige der dieser Firma zugeordneten Domaineinträge durchgeht (etwa tu.de, to.de, tq.de, ei.de, zn.de), so zeigt sich, dass die eingetragenen Besitzer jeweils Firmen mit derselben Adresse in 33755 Clearwater in den USA sind. Nur der Firmenname unterscheidet sich jeweils zur Domain passend (so gehört tu.de einer "TU Trumpets United Manufacturers Corp", die Domain ei.de der "EI Experience India Travel Agency Corporation" und to.de ging an die "TO Travel Organization Corporation", ebenfalls mit derselben Firmenadresse). Und jede Wette, an dieser Adresse wohnen auch noch eine Menge andere Firmen, die eine zweistellige Domain bekommen haben.
Müsste ein großes Firmengebäude sein, dass in Clearwater in 625 Keene RD N steht, das Platz für so viele Firmen bietet, die alle in Deutschland geschäftlich zu tun haben und daher dort eine Domain brauchen. Es könnte natürlich auch schlichtes Domaingrabbing mit anschließender Versteigerung an den Meistbietenden sein. Da es sich bei der angegebenen Adresse aber offenbar um ein 85-Quadratmeter-Appartment im Wert von grade mal 75.000 US$ handelt, spricht viel für diese Theorie. But - who knows...

Auch sonst dürfte bei der Vergabe der Kurz-Domains nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein. Das Webwork-Magazin spricht von "Lug und Betrug bei der Domainvergabe" und auf focus.de gibts ebenfalls Hintergründe zur diesmal mehr als seltsamen Vergabepraxis zu lesen. Es wurden nämlich auch schon vorab Domainnamen einfach von der öffentlichen Vergabe ausgeschlossen und gesperrt, teils auf Betreiben der denic selbst, teils aufgrund von markenrechtlichen Verfügungen. Dominik Muellers Artikel zum Thema hatte die passende Überschrift: "28% of one- & two-letter .DE domains grabbed by one company".

Würde mich nicht wundern, wenn die denic da noch nachträglich Erklärungen abgeben wird müssen, warum die Vergabe derart stümperhaft und intransparent organisiert wurde. Sieht alles danach aus, als hätten sich da einige Wenige fett die Taschen füllen können.

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  • Dienstag
  • 20.Oktober 2009

Jack Wolfskin verschickt Abmahnungen an Bastler

Ich war mal eine PfoteJack-Wolfskin, Hersteller von Outdoor-Bekleidung, hat den eigenen Marketing-SuperGAU gestartet: es wird derzeit mit voller Härte auf Privatpersonen losgegangen, die auf dem Handarbeits-Portal Dawanda selbstgebastelte Handtaschen, Sticker und Ohrstecker verkaufen. Ohne Vorwarnung erhalten die betroffenen Personen kostenpflichtige Abmahnungen, weil sie es gewagt haben, dort Produkte anzubieten, auf denen Tatzen abgebildet sind und Jack Wolfskin dadurch sein Markenrecht verletzt sieht:

Die Tatze unserer Mandantin ist [..] markenrechtlich geschützt

Die Rechtsanwälte gehen dabei von Streitwerten zwischen 20.000 und 25.000 Euro aus, wodurch den Betroffenen jeweils Kosten zwischen 800 und 1000 Euro(!) auferlegt werden. Viel Geld für Verkäufer von Bastelwaren, Peanuts für Jack Wolfskin.
Dawanda hält sich aus dem Streit nobel heraus, wie im Forum zu lesen ist: die Verantwortung wird voll auf die User abgewälzt. Und für Jack Wolfskin könnte das zum Bumerang werden, denn mittlerweile haben dutzende News-Seiten über den Fall berichtet, etliche Blogger drüber geschrieben und hunderte Twitter-User die Geschichte verbreitet. Erfolg: bei der Suche bei Google nach dem Markennamen hat es der Artikel im Spiegel Online bereits auf den ersten Platz geschafft, weitere 5 Treffer auf der ersten Ergebnisseite führen zu Blog-Artikeln über den Fall. Selbst in den Wikipedia-Artikel über Jack Wolfskin hat der Rechtsstreit schon Aufnahme gefunden.

Hätte nicht ein freundliches Anschreiben auch gereicht? Weit übers Ziel geschossen, Jack Wolfskin. Bisher fand ich die Marke gut - ab sofort kauf ich sicher nix mehr mit Tatze drauf. Gibt genug andere Hersteller auch, die gute Outdoor-Bekleidung anbieten.
Außerdem hab ich 5 Katzen und zwei Hunde zu Hause, die auch Tatzen haben (und entsprechende Abdrücke hinterlassen). Wann kriegen die eine Abmahnung, Herr Rechtsanwalt?

Update 11:10 Uhr: beim Werbeblogger gibts einen treffenden Cartoon dazu. Ein Kommentator meinte dort:

Das Desaster geht tief, weil ein Stück des Markenkerns plötzlich wegbricht. JW verkauft ja auch ein Gefühl von “Freiheit und Abenteuer”, von Individualismus und hinaus ins Weite, wo es keine Bürokratie, keine Rechtsanwälte und keine Geldgier gibt, sondern die freie Natur. Und jetzt benehmen sie sich konzernhaft, unsensibel wie eine Dampfwalze, die durchs Naturschutzgebiet rollt.

Es ist mittlerweile auch eine Stellungnahme von JW aufgetaucht, die ebendort in vollem Wortlaut zu lesen ist und als PDF auch direkt von JW heruntergeladen werden kann. Unter anderem heisst es dort:

Die sich daraus ergebenen Kosten in Höhe von € 991,00 sind für einen Kleinunternehmer noch immer verhältnismäßig hoch, jedoch ist dieser für die Entstehung der Kosten verantwortlich, da er markenverletzende Ware verkauft hat und Jack Wolfskin dadurch zur Verteidigung der Marke gezwungen war. Dabei handelt es sich nicht um eine „Strafzahlung“, sondern um die Kosten, die Jack Wolfskin durch die Einschaltung der Anwälte entstanden sind und die im Falle der begründeten Abmahnung stets vom Markenverletzer übernommen werden müssen. Somit dient die Abmahnung auch einer schnellen und relativ kostengünstigen Beendigung der Angelegenheit. Sie verhindert also zusätzliche häufig weit höhere Kosten im Falle einer Einschaltung der Gerichte.

Nach wie vor: weit übers Ziel hinaus, mit Kanonen auf Spatzen gezielt. Mit etwas Gespür für die Lebenswelt von normalverdienenden Menschen hätte es wohl auch gereicht, nicht sofort einen Trupp Anwälte in die Weiten des Internet loszuschicken.

Update 13:30 Uhr: Lesenswert auch der etwas längere Artikel zum Thema auf trashfamous.de. Dort gibts auch kostenlos und lizenzfrei weitere Abmahnideen für JW ;-)

Update 13:50 Uhr: es entwickelt sich zu einer Marketing-Katastrophe für JW. Die Google-Suche nach "jack wolfskin", beschränkt auf die letzte Woche, liefert knapp 300.000 Treffer - und da ist bis mindestens zur Seite 25 keine positive Meldung oder Pressemitteilung dabei, weiter durchzuklicken hat mich die Lust verlassen. Auf Twitter hat sich die Nachricht auch wie ein Lauffeuer verbreitet. Die Tatzen haben sich auf dünnem Eis bewegt und eine Lawine losgetreten. Gratulation zur erfolgreichen Markendemontage vorm Weihnachtsgeschäft!

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  • Dienstag
  • 22.September 2009

Kreativ und Produktiv zugleich?

Sven Tilburg hat in seinem Artikel im webwork-magazin.net in 10 Punkten zusammengefasst, wie man kreativ und produktiv zugleich sein kann - diese Auflistung sollte sich jeder Webworker ausdrucken und an die Pinnwand heften.

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  • Mittwoch
  • 26.August 2009

Demokratie via E-Voting kostete 403 Euro pro Stimme

Das Wissenschaftsministerium hat die Kosten für das E-Voting bei der ÖH-Wahl bekanntgegeben. Zur Erinnerung: das E-Voting ist eine Möglichkeit, auf elektronischem Wege seine Stimme bei einer Wahl abzugeben, etwa via Internet. Bei der Wahl zu Österreichischen Hochschülerschaft (die Interessensvertretung der Studenten) wurde so ein System zum Einsatz gebracht. Laut einem Bericht der futurezone hat die Aktion genau 871.655 Euro gekostet. Es waren 59.241 Personen wahlberechtigt, davon gaben genau 2.161 ihre Stimme via E-Voting ab. Eine Stimme kostete den österreichischen Steuerzahler somit etwas über 403 Euro. Die Studiengebühren je Semester sind billiger...

Die Kostenaufstellung ist ebenfalls sehr interessant: die verwendete Software kostete 66.000 Euro, die Zertifizierung dieser Software durch A-SIT fast genauso viel, nämlich knapp 55.000 Euro. An die Studierenden wurden Kartenlesegeräte gratis ausgegeben, die kosteten knapp 105.000 Euro, also etwa 48 Euro pro Stimmabgabe. Die Bewerbung des E-Voting mittels Zeitungsannoncen und Verteilaktionen schlug mit 245.000 Euro ein fettes Loch in die Kasse. Meinungsforschung zum Thema E-Voting wurde um 47.800 Euro betrieben, zwei "Meinungsbilder zum Thema E-Voting" wurden mit etwas über 26.000 Euro honoriert. Die Evaluierung des Projekts ist mit 50.000 Euro budgetiert: "Die Evaluierung will das Ministerium nach Fertigstellung auf seiner Website publizieren, ein Termin dafür stehe noch nicht fest" - wenns fertig is, isses fertig, alleine diese Einstellung zur Arbeit zeigt, wie man im Ministerium fleißig ist. Könnte ich mir so bei meinen Kunden nicht leisten.

Das E-Voting bei der ÖH-Wahl ist ein Musterbeispiel, wie hierzulande Geld aus dem Fenster geschaufelt wird. Wäre interessant zu erfahren, auf welchem Wege die beteiligten Unternehmen an die Aufträge gekommen sind: Chipkartenleser etwa kriegt man selbst als Endverbraucher beim Bin-doch-nicht-blöd-Markt um denselben Preis, es verwundert also, dass ein Ministerium bei mehr als 2000 bestellten Kartenlesern keinen besseren Preis bekommt. Und - was genau passiert bei der "Evaluierung" um 50.000 Euro? Wer weiß, was ein "Meinungsbild" um 26.000 Euro können sollte? Warum kostet die Zertifizierung nahezu gleich viel wie die Software? Wen muss man schmieren, um solche Aufträge überhaupt zu kriegen?

Ich komme immer mehr zum Schluss, in der falschen Branche zu sein: für Produkte wird wesentlich weniger bezahlt als fürs gscheit reden rundherum. Wundert euch also nicht, mich eines Tages in der Consultingbranche wieder zu finden :-)

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  • Dienstag
  • 25.August 2009

UPC Niederlande drosselt Tempo für ausgewählte Internet-Dienste

Laut einem Bericht auf Winfuture.de bricht UPC Niederlande als einer der ersten Provider das Prinzip der Netzneutralität, nach dem alle Internetdienste gleich behandelt werden sollten. Von Mittag bis Mitternacht kann man lediglich das Protokoll HTTP zum Websurfen in der vollen zugesicherten Geschwindigkeit nutzen. Die Bandbreite für alle anderen Dienste wird auf ein Drittel eingeschränkt, was sich besonders bei der Nutzung von Tauschbörsen oder bei FTP-Downloads störend bemerkbar macht.

Der Provider begründet diesen Schritt mit Beschwerden zahlreicher Kunden, bei denen Probleme bei einer "normalen" Internet-Nutzung auftraten. Diese führte UPC auf eine exzessive Verwendung von Tauschbörsen und Usenet-Downloads durch einen kleinen Teil der Anwender zurück. "Wir schützen alle unsere Nutzer vor dem einen Prozent von Usern, die das Netzwerk missbrauchen", erklärte der Provider die Einführung der Bandbreiten-Drosselung.

Das Gejammere der Provider (teils auch hierzulande) zum Thema Netzneutralität kann ich sowieso nicht nachvollziehen (ich schrieb schon einmal einen Artikel darüber). Kurz zusammengefasst gehts in der Diskussion darum, dass die Provider sich beklagen, dass ja die "großen" Netzdienste wie Google, Youtube, Yahoo usw. eigentlich für den von ihren Diensten verursachten Datenverkehr zur Kasse gebeten werden sollten, weil ja die Auslieferung dieser Datenmengen an den Endverbraucher nicht kostenlos ist. Den Grund dieser Argumentation kann ich zwar verstehen (das sind Gier und schlichter Neid - denn schließlich hätte niemand was dagegen, finanziell am Erfolg von Google & Co. mitbeteiligt zu sein), dennoch halte ich sie für ungültig: denn letztlich ist ja nicht ein Internetdienst verantwortlich, wie oft die Inhalte abgerufen werden, sondern die Kunden am Ende der Leitung. Und für die Nutzung dieser Leitung nimmt der Provider dem Kunden ja sowieso Geld weg. Wenn das zu wenig sein sollte, um die entstehenden Kosten zu decken, so sind die Leitungen zu billig. Und wenn die bestehenden Leitungen der Datenflut nicht gewachsen sind, so muss der Provider halt auch in seine Infrastruktur investieren - oder das eigene Netz nicht ständig überbuchen und/oder dem Einzelkunden geringere Bandbreiten fix zusichern.

Weiters fällt auf, dass Daten und Fakten immer genau so präsentiert werden, wie es in der laufenden Diskussion gerade am passendsten ist: laut UPC Niederlande sinds "ein Prozent der User, die das Netzwerk missbrauchen". Wenn man der Musik- und Filmindustrie glaubt, so sind mindestens 99% der User Power-Downloader.

Problematisch bleibt die Tatsache, dass UPC offen damit begonnen hat, Internetdienste zu drosseln. Der nächste Schritt ist die Blockade von Diensten oder Protokollen - alles nur einen Mausklick im UPC-Verwaltungssystem entfernt.

Zensur sagt man dazu. Und wer weiß - wenn sich das niederländische Modell bewährt, so exportiert man die Idee auch ins übrige Europa.

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