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  • Mittwoch
  • 16.Juli 2008

Recht auf Löschung von Bonitätsdaten bestätigt

Ein wichtiges Urteil für uns Bürger: laut einem Urteil des OLG haben Verbraucher das Recht, Daten über ihre Bonität aus öffentlich zugänglichen Dateien löschen zu lassen. Ich hatte schon länger den Eindruck, daß es irgendwelche Datenzecken genau nix angeht, wo ich wieviele Schulden habe oder Erlagscheine zu spät eingezahlt hab.

  • Dienstag
  • 20.Mai 2008

Mercedes minus Benz de eh

Gerade eben wieder in der Werbung gehört: es greift in den letzten Monaten der Unsinn bedenklich um sich, die Adressen von Websites mit "minus" anstatt eines Bindestrichs zu buchstabieren. Und so hört man vornehmlich im Radio dann Adressen wie "wehwehweh Mercedes minus Benz de eh". Welcher Werbekoffer hat denn diesen Blödsinn verbrochen? Denn erstens ist das Minus genau genommen kein gültiges Zeichen in einem Domainnamen, weil die einzig zulässigen Zeichen die Buchstaben "a" bis "z", die Ziffern 0 bis 9 und der Bindestrich (engl. Hyphen) sind - und auch Umlaut-Domains werden letztlich in diese Zeichen umcodiert! Von Minus steht in den Spezifikationen nix. Somit ist dieser Buchstabier-Ansatz erstens technisch falsch.

Zweitens stelle ich mir die Frage, ob nur ich derjenige bin, der den negativen Klang dieser Sprechweise heraushört. "Mercedes minus Benz" - wurde der Firmenteil Benz verkauft? "Fahrschule minus Schwedenplatz" - wurde beim Abriss des alten Uniqa-Gebäudes der Schwedenplatz gleich mit weggebaggert (wobei in diesem speziellen Fall das Minus nicht zwingend nötig wäre und vom Radiosender dorthin gemogelt wurde)?

Liebe Werbeleute: beratet eure Kunden vernünftig. Wenn denn der Bindestrich im Domainnamen wirklich sein muß - ein zusätzlich angemeldeter Domainname OHNE Bindestrich kostet gerade mal 36 Euro im Jahr extra. Jeder einigermaßen fähige Provider wird diese zweite Domain gerne auf die "echte" Website mit Bindestrich im Namen umleiten. Dann erspart sich der arme Radiosprecher das Aufsagen solch unsinniger Namenskonstruktionen, potentielle Interessenten kommen mit beiden Schreibweisen ans Ziel. Wenn der Bindestrich wirklich mit in die Werbung soll (wozu eigentlich?), dann bitte nicht als Minus!

Liebe werbende Unternehmer: klatscht bitte eurer Agentur ihre Spots um die Ohren, sofern tatsächlich ein Minus hineingeschummelt wird. Klingt negativ - und schließlich ist es euer Image, das mit solchen Spots versenkt wird. Wenn den Unfug niemand mehr zahlt, werden Agenturen und Sprecher schnell damit aufhören.

  • Montag
  • 31.März 2008

Banklotterie? Lotteriebank? Laudabank?

Bankaustria-LogoDie Bank Austria tritt seit kurzem mit neuem Logo auf. Da die Bank ja zur UniCredit Group gehört, wurde für die größte österreichische Bank ebenfalls das Design der Dachmarke übernommen. Und schon im September 2007, als ich das Logo erstmals auf Designtagebuch.de gesehen habe, wurde ich den Verdacht nicht los, dass ich das Logo bereits von woanders kenne.
Lotterien-LogoGestern beim Lottospielen habe ich endlich herausgefunden, woher: das Logo der Österreichischen Lotterien sieht dem "neuen" Banklogo verdammt ähnlich, vor allem von weitem.
laudamotion-LogoUnd auch der Smart-Verleih von Ex-F1-Star Niki Lauda hat diese Logo-Idee (invertiert) bereits vor einigen Jahren aufgegriffen.
Tolle Kreativleistung - ich will gar nicht wissen, wie viel alleine die Erstellung des Logos gekostet hat. Der Löwenanteil der Kosten ist jedoch die österreichweite Umstellung des Logos. In der Presse meinte der Bank-Austria-Chef Erich Hampel, es werde dieses "Rebranding" in Österreich "maximal 20 Millionen Euro kosten. In drei bis fünf Jahren habe man das durch Einsparungen herinnen." Aber letztlich zahlen das ja die Kunden der Bank Austria, daher ist es eigentlich ungeheuerlich, welche Summen hier sinnlos versenkt werden. Aber das können ja andere Konzerne auch vortrefflich.
Übrigens: auch auf dem Donauturm, einem Wahrzeichen von Wien, ist ja ein riesengroßes (nun altes) Bank-Austria-Logo angebracht, drehbar, sauteuer, 17 Tonnen schwer, 10 Meter lang, 140 Leuchtstoffröhren (Bild und Info) und gerade mal 10 Jahre in Betrieb gewesen - auch das dürfte derzeit erneuert werden, wie ich gestern bei einem Spaziergang durch den Donaupark feststellen durfte.
Update 28.4.2008: wie ich gerade gesehen habe, dürfte offenbar auch das Logo der Wiener Volkshochschulen auf derselben Idee beruhen. Weiß einer meiner Leser noch weitere Beispiele?

  • Donnerstag
  • 27.März 2008

Werbe(r)sprache

gefunden beim Werbeblogger: ein kleines Glossar der Werbe(r)sprache, in dem alle Begriffe erklärt werden, die man braucht um sich in einer Agentur zurechtzufinden.

Agentur: Eine Agentur ist ein Platz, an dem Agenten beschäftigt sind. Agenten sind Männer und Frauen in geheimer Mission mit coolen Klamotten, heißen Autos und einem aufregendem Leben voller Aufgaben, die die nationale Sicherheit aufrechterhalten. Der erste Mensch, der seine Werbebude „Agentur“ genannt hat muss entweder sehr schlau oder sehr dumm gewesen sein.

  • Mittwoch
  • 12.März 2008

Coole Visitkarten-Entwürfe Teil 2

Schon vor knapp einem Jahr gabs bei creativebits so eine Zusammenstellung, nun ist die Fortsetzung da: weitere kreative Ideen für Visitkarten.

  • Sonntag
  • 25.November 2007

Deutsche Tele2 muß 240.000 Euro Strafe zahlen

Es dürfte bei Tele2 offenbar Konzernpolitik sein, daß man potentielle Kunden mittels Telefonmarketing ärgert (in Österreich auch mit anschließender Rechnungslegung). In Deutschland muß Tele2 nun dafür 240.000 Euro Strafe zahlen.
Bravo - dreht bitte auch in Österreich dem Telefonmarketing endlich jemand den Hahn ab?

10 Fragen, die man als Freelancer mit “Nein” beantworten sollte

aktuell bei Creativebits: 10 Absolute "Nos!" for Freelancers. Lesenswert, maybe übersetz ich das Ganze sogar auf Deutsch.

  • Donnerstag
  • 22.November 2007

Das kleine Glück

Lesebefehl, passend zu meinem Artikel von vor einem Jahr: Der Falter-Autor Florian Klenk berichtet über die Verstrickungen zwischen dem Glücksspielgiganten Novomatic und der Politik. Und den Kampf einiger weniger Bürger, Sachverständiger und Politiker gegen das existenzbedrohende Spiel "um maximal 50 Cent pro Spiel". Und wenn man den Inhalt dieses Artikels näher überdenkt, beginnt man sich um den Autor glatt Sorgen zu machen, weil er den Mut besessen hat, in dieses Wespennest zu stechen.
Erstmals fällt mir übrigens die Stadtpolitikerin Ulli Sima nicht negativ auf: sie kämpft für Zugangsbeschränkungen und würde die hunderten kleinen Wettcafés am liebsten ganz schließen.
Bravo - endlich tut sie etwas Sinnvolles und lässt sich nicht von Hundehassern oder Tempolimit-Abkassierern vor den Karren spannen, nur um öfter in Pressemeldungen genannt zu werden!

  • Samstag
  • 22.September 2007

Aus One wird Orange

So titelte die Futurezone letztens. Nun ist nach einer aktuellen Meldung die Übernahme des Handynetzbetreibers One durch die France Telekom von der EU-Kommission abgesegnet worden. In den ersten Oktobertagen sollen die Veträge abgeschlossen und das Management von One getauscht werden. In den nächsten 12 bis 18 Monaten soll die Marke "One" verschwinden und gegen "Orange" getauscht werden. Wie so oft wird bei der Übernahme einer Firma eine wohlbekannte, gut eingeführte Marke einfach im Klo runtergespült. Es ist mir unbegreiflich, mit welcher Arroganz da oft über jahrelang bestens bekannte Markennamen das Todesurteil verhängt wird (wobei in den Köpfen der Bevölkerung eine Marke weitaus länger weiterlebt, als einem Werbemenschen lieb sein kann - trotz Umbenennnung von etlichen Jahren fährt man hier in Transdanubien noch immer zum "Magnet"-Markt und nicht zu Edeka). Ist denn den Verantwortlichen nicht klar, daß man hier Millionen von Euro an Markenwerten versenkt? Zuerst wird jahrelang ein Markennamen aufgebaut, Unsummen in Werbung und Corporate Identity gesteckt und das alles lässt man einfach sterben? Es gibt sogar einen Fachbegriff dafür: "international vereinheitlichtes Branding" heisst das heutzutage, wenn man viel Geld dafür verwendet, dutzende Länder über einen Kamm zu scheren, ohne lokale Gegebenheiten zu bedenken (was gerade im Fall von "Orange" dem Konzern in Österreich möglicherweise viel Geld kosten könnte). Hat Orange zu viel Geld? Wohl kaum - das sind Millionen, die letztendlich wir als Kunden zu bezahlen haben. Das Telefonieren mit One Orange wird wohl kaum billiger werden, denn schließlich will man dieses Geld ja auch wieder verdienen. Der neue Geschäftsführer von One Orange wird übrigens der ehemalige Boss von Telering und ehemalige Bundesheer-Offizier Michael Krammer, der ja Telering als Sanierungsfall übernommen und als herausgeputzte Braut an den neuen Eigentümer T-mobile übergeben hatte (wobei auch kolportierterweise für ihn selbst eine recht nette Erfolgsprämie herausgesprungen sein dürfte). Man darf gespannt sein, was dem Mann zum Thema Orange einfällt.
Anmerkung: dieser Eintrag ist den folgenden ausgestorbenen Markennamen gewidmet: Löwa, Magnet, max.mobil, Raider, Treets, Bonitos...
Link zum Thema: wenn Markennamen zu Gattungsbegriffen werden

  • Dienstag
  • 28.August 2007

Eine gute Bank ist ganz nah…

...und im Normalfall wird man sie nie mehr los. Ich kann nicht glauben, dass nur mir die Werbelinie der Erste Bank und Sparkasse ganz kräftig auf die Nüsse geht. Ein TV-Spot, der mir besonders im Gedächtnis geblieben ist: Frau zieht in neue Wohnung und packt gerade ihre Umzugskisten aus. Neugierige Nachbarin kommt plaudern und vermutet, der Typ in der Wohnung sei der Ehemann der Übersiedlerin. Falsch - das ist der Werbeträger-Unsympathler von der Erste Bank. Slogan: eine gute Bank ist ganz nah. Die Beste gehört fast zur Familie. Der aktuelle Werbespot, den man sich sogar auf der Website ansehen kann: Kind sitzt mit Papi am Boden, Papi zeigt Bilder aus einem Buch. Und Kind kann das Wort "Pension" und "Bank" aussprechen - aber "Papa" nicht. Und auf der Couch sitzt der Banktyp.
Die dafür verantwortliche Agentur hatte vielleicht andere Intentionen, aber mein erster Gedanke dabei war etwa: Stimmt! Wer sein Leben von der Bank finanzieren lässt, bei dem sitzt der Risikomanager wirklich daheim auf der Couch. Die Bank gehört dann echt zur Familie. Das ist ja der Unterschied zwischen Familie und Freunden: Freunde kann man sich aussuchen. Und es ist einem keine ruhige Minute mehr vergönnt, OHNE an die Bank denken zu müssen - wie aktuelle Ereignisse in meinem Freundeskreis recht plastisch gezeigt haben. Denn vergisst man daran, an die Bank zu denken, so bekommt man kostenpflichtige Erinnerungen á 40 Euro(!) zugesandt.
Banken sind wie Fußpilz - den wird man auch nimmer los.
Update 30.8.07: ich bin tatsächlich nicht alleine - auch Anna von Werbewahn.net dürfte bei den Spots ähnliche Gedanken gehabt haben.

  • Donnerstag
  • 2.August 2007

10 Dinge, die man von seiner EDV-Abteilung nie erklärt bekommen wird

In diesem interessanten Artikel erfährt man 10 Tricks, die man von seiner EDV-Abteilung nie erklärt bekommen wird: etwa, wie man aus dem Büro riesige Files versenden kann, wie man Software ausführen kann, die von der EDV-Abteilung gesperrt wurde, wie man auf gesperrte Websites kommt und wie man beim Einsatz von Webmail seine Privatsphäre bewahren kann.

  • Mittwoch
  • 18.Juli 2007

Blu Balu: ein sinkendes Schiff

Seit Anfang Juli wird im Netz über die Zukunft des österreichischen Yacht-Vercharterers Blu Balu spekuliert. Nun ist es fix: Blu Balu stellt einen Insolvenzantrag:

Als Geschäftsführer der Akuda Blue Water and Holiday GmbH bedauere ich, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir leider nicht mehr in der Lage sind, unsere übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen.
Wir sind daher leider gezwungen, einen Insolvenzantrag einzubringen.
Ich möchte mich bei allen Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und Partnern für das Vertrauen bedanken und bedauere die unerfreuliche Entwicklung sehr.
Ing. Markus Hauer

Den Lauf der Ereignisse seit Anfang Juli hat die deutsche Website skippertipps.de auf einer stetig aktualisierten Blu-Balu-Sonderseite zusammengefasst. Auch auf der Website der Yachtrevue finden sich stets aktuelle News darüber und im Forum wird heftig diskutiert.
Der agressive Preiskampf im Chartergeschäft, den Blu Balu seit der Gründung vor vier Jahren vom Zaun gebrochen hat, dürfte damit vorerst zu Ende sein.

  • Sonntag
  • 8.Juli 2007

50 Fragen beim Vorstellungsgespräch

Personalchefs wollen oft eine ganze Menge wissen, wenn ein potentiell neuer Mitarbeiter zum Vorstellungsgespräch erscheint. In diesem Weblog werden die 50 gängigsten Fragen mit möglichen Antwortstrategien vorgestellt.

  • Mittwoch
  • 9.Mai 2007

Coole Visitkarten-Entwürfe

Einige herrlich kreative Entwürfe für Visitkarten. Übrigens: meine letzten Visits hab ich bei "Druckhelden DOT de" bestellt - tolle Qualität, flott geliefert und unschlagbar billig (trotz Versand aus Deutschland nur knapp 60 Euro für 2000 Stück!)
Update 27.5.2007: die nicht sehr geniale Folgeaktion der genannten Druckerei auf diesen Beitrag war ein dämlicher Spam-Kommentar von der IP-Adresse 87.176.105.237 aus, dessen einziger Inhalt alle Website-Adressen des Unternehmens waren. So nicht, liebe Leute: erstens wurde euer Kommentar gelöscht, zweitens an Akismet und andere Spamdienste gemeldet und drittens seid ihr euren Direktlink von hier aus ebenfalls los. Spammen mag ich nicht, schon gar nicht, wenn ich kostenlos auf euch verlinke, weil ihr schlicht das getan habt, was ihr offenbar könnt - qualitativ hochwertige Drucke zu liefern. Von Nettiquette habt ihr aber offenbar keine Ahnung. Jeder weitere Spamkommentar wird euch jedenfalls in Rechnung gestellt!

  • Donnerstag
  • 19.April 2007

12 Sorten von Kunden…

...und wie man mit ihnen arbeiten kann - dieser Artikel auf Freelance Switch ist köstlich. Notiz an mich selbst: übersetzen

  • Sonntag
  • 1.April 2007

Achtung, Aprilscherz!

Wie immer haben meine Leser hier einen sicheren Hafen gefunden - das EGM-Weblog ist auch heuer garantiert aprilscherzfreie Zone. Eine herrliche Artikelreihe über Aprilscherze, die sich rechnen, findet man heute beim ORF. In einem der Sub-Artikel namens 15 Jahre Streichfähigkeit werden auch besonders gelungene Jokes vorgestellt:

1992: Willkommensgruß
Die Trabrennbahn von Los Angeles, unmittelbar neben dem Flughafen gelegen, sorgt für Bestürzung bei Flugpassagieren aus aller Welt - durch ein 30 Meter langes Transparent mit der Aufschrift "Willkommen in Chicago", für jeden beim Landeanflug gut sichtbar.

Die Condor-Air hat traditionellerweise wie jedes Jahr einen gelungenen Joke auf der Website plaziert:

Der Condor Sun Seat ist da, ein Spezialsitz mit integriertem Gesichtsbräuner. Schon ab
8 € können Sie an Bord beim Sonnen relaxen. Lesen Sie hier die Erfahrungsberichte von Condor Fluggästen, die den Sun Seat bereits getestet haben

Update 22:00 bei Urgo gibts traditionellerweise wie immer eine lange Liste an Aprilscherzen des Jahres 2007 zum Nachlesen und Nachsurfen. Highlights heuer: das Gmail Paper, die Aprilprodukte von Thinkgeek wie der Wii-Helm, das kostenlose Breitbandinternet via Kanalisation Google TiSP, die Firefox-Extension Überware Trio 1.0 AF und der Alufolie-Helm von WoW. Die englische Wikipedia hat den aktuellen Jokes einen Eintrag gewidmet und von News.com gibts eine 1.April-Edition.

  • Donnerstag
  • 22.März 2007

Moderne Unternehmensführung

gefunden bei Dahlmann: ich denke, daß dieser offene Brief eines Mitarbeiters der Deutschen Telekom an den Telekom-Vorstand wohl in vielen Großbetrieben so oder zumindestens so ähnlich formuliert werden könnte:

...Letzter Auslöser war ihre wiederholte Forderung, bei uns Mitarbeitern eine größere Bindung zum Unternehmen zu erzeugen. Dazu kann ich ihnen nur erwidern, dass ich und die meisten meiner Kollegen im kleinen Finger mehr Unternehmensbindung haben, als ihre ganze Führungsriege zusammen. Ich werde ihnen auch sagen warum...

Fakt ist sicherlich, daß in einem Großbetrieb oft die Bosse jeglichen Blick für die Realität (und damit auch für die Bedürfnisse ihrer Kunden) verloren haben. Selber erlebt - letztlich war das damals der Auslöser, mich irgendwann selbständig zu machen.

  • Mittwoch
  • 7.März 2007

19 Things not to do when building a website

Josiah Cole spricht mir aus dem Herzen. Ich werds bei Gelegenheit einmal versuchen, das Ganze auf Deutsch zu formulieren.

  • Donnerstag
  • 1.Februar 2007

Netzneutralität – bald nicht mehr?

In seinem Weblog "View From The Top" stellte TA-Vorstand Rudi Fischer letztens die Frage:

Wer finanzierts, wenn die Contentindustrie und großen Aggregatoren wie Yahoo und Google versuchen ihre Schäfchen mit Werbung ins Trockene zu bringen, und davon ausgehen, dass Distribution weltweit gratis ist?

und trat damit eine österreichische Diskussion zum Thema Netzneutralität los. Und dieses Thema ist wichtiger für uns alle, als es auf den ersten Blick scheint. Die Futurezone hat es in einem entsprechenden Artikel kurz zusammengefasst:

Netzneutralität ermöglicht es, dass die Daten jedes kleinen Startups gleichberechtigt mit jenen Informationen transportiert werden, die von den Servern großer Konzerne kommen. Netzneutralität ist daher eine der wichtigsten Grundlagen für ein lebendiges und an Innovationen reiches Internet.
Doch gerade dieses Prinzip wird in den USA seit längerem in Frage gestellt. Große US-Telekomkonzerne erklärten, den Erfolg der großen Serviceanbieter wie Yahoo und Google vor Augen, dass diese "eigentlich für die genutzten Leitungen bezahlen sollten" und entfachten damit eine Debatte um eine mögliche Kontrolle der Netz-Inhalte.

Auf das Offline-Leben umgelegt würde das bedeuten, es dürften etwa nur mehr jene Autos die Autobahn benutzen, deren Hersteller "Schutzgeld" an die Asfinag überwiesen haben UND die ein vom Besitzer finanziertes Autobahnpickerl haben. Die Diskussion über Netzneutralität wird in Europa noch heftig werden. Offenbar sehen hier die Provider zusätzliche Möglichkeiten, Kohle zu machen. Jedoch wird hier meines Erachtens übers Ziel hinausgeschossen: der Content-Anbieter ist dafür zuständig, mir Content zu bieten, der Provider ist dafür zuständig, mir den Content auszuliefern. Ohne Content gäbe es sowieso keinen Traffic, der (von mir als Kunde) bezahlt werden müsste. Und wieviel Traffic ich verursache, hängt davon ab, wieviel Content ich mir holen (und damit an Traffic bezahlen) will. Wenn der Provider mit diesen Einkünften nicht sein Auslangen findet, muß er das Preismodell für seine Kunden ändern - einfach neidisch auf innovativere Unternehmen zu schielen und hier noch zusätzlich Kohle abschöpfen zu wollen, lediglich mit der Begründung "weil sie eh genug Geld haben und nix dafür zahlen müssen, um erfolgreich zu sein", ist modernes Raubrittertum, digitale Wegelagerei.
Weiters müsste es ein geschlossener Vorstoß aller Provider sein, denn welcher Kunde bleibt bei einem Provider, der ihm nur die Hälfte der Websites ausliefert, weil die andere Hälfte keinen Wegzoll bezahlt hat, wenn er woanders unlimitiert surfen kann? Problematisch wirds in einem Land wie dem unseren, wo (gerade im ländlichen Bereich) die Telekom noch ein Quasi-Monopol auf schnelle Internetzugänge hat. Damit fiele für einen Großteil der Kunden die Wahlmöglichkeit weg - die Zweiklassengesellschaft im Internet ist Realität geworden. Seid auf die Diskussion gefasst, ich gehe davon aus, daß zumindestens die großen Telekommunikationskonzerne dieses Thema europaweit aufwerfen werden. Und wir Kunden müssen gegenhalten, sonst stirbt das Netz in seiner Vielfalt, wie wir es heute kennen.
Demnächst in Ihrem Breitbandanschluß.

  • Freitag
  • 5.Januar 2007

Karl Kraus online

Da nun mehr als 70 Jahre seit dem Tod von Karl Kraus vergangen sind und damit die Beschränkungen des Urheberrechts abgelaufen sind, können seine Texte nun frei verbreitet und veröffentlicht werden, ohne irgendjemandem dafür etwas bezahlen zu müssen. Wie der Online-Standard berichtet, hat der Austrian Academy Corpus der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) hat diese Gelegenheit genutzt und alle 922 Ausgaben der von Karl Kraus 1899 gegründeten Zeitschrift "Die Fackel" online gestellt, das sind mehr als 22.000 Seiten. Mehr zur eher umständlichen Nutzung der Online-Ausgabe gibts bei Schieflage zu lesen:

Damit der Zugang nicht allzu leicht wird (die vorherige Qual erhöht den anschließenden Genuss - ein österreichisches Prinzip?), hat dieser akademische Körper dem Lesegenuss eine Zwangsregistrierung voran gestellt.
[...]
Ist man so dämlich und gibt dem österreichischen akademischen Körper seinen realen Namen samt Wohnort und gar Berufsbezeichnung an bei der Registrierung auf deren Webseite, darf man zusätzlich noch juristisch anzweifelbare Dinge lesen wie zum Beispiel, dass nun der Austrian Academy Corpus die Rechte an den Texten von Karl Kraus besitzen würde. Gemeint sein kann jedoch nur das Recht an der Online-Aufbereitung der Texte von Kraus. Deshalb sprechen die Nutzungsbedingungen auch immer von der "AAC-Fackel".

Unter anderem wird auch (zu Recht) bemängelt, daß man die Nutzungsbedingungen erst NACH der Eingabe persönlicher Daten lesen darf. Daher gibts diese Bedingungen ebenfalls dort im Volltext zu lesen.

 

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