The difference between an oral thermometer and a rectal thermometer is in the taste.

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  • Donnerstag
  • 18.Juli 2013

Robbie Williams in der Krieau: Manöverkritik

Robbie WIlliams Konzert KrieauSeit November 2012 hatte ich die Karten im Büro an der Pinnwand hängen und hab mich ziemlich drauf gefreut. Ich habe deshalb sogar die Teilnahme an einem zeitgleich stattfindenden Segeltörn abgesagt, zu dem ich eingeladen worden wäre. Gestern abend war es endlich soweit: Robbie Williams bespielte in der Krieau eine gigantische Bühne, angeblich waren etwa 65.000 Fans vor Ort. Über das Konzert selbst schrieb z.b. Georg Leyrer beim Kurier ohnehin genug - ich will hier einige Beobachtungen teilen, die ich im Laufe des Abends gemacht habe: (more...)

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  • Donnerstag
  • 27.Juni 2013

Warum man AdBlock Plus deinstallieren sollte: die beliebte Browsererweiterung hat einen Haken!

Die beliebte Browsererweiterung AdBlock Plus sorgt dafür, dass lästige Werbung im Browser ausgeblendet wird. Das Tool wurde bereits über 200 Millionen mal heruntergeladen und von mehr als 25 Millionen Benutzern täglich benutzt. Es sieht aber ganz danach aus, als würde man dort den eigenen Slogan "Jetzt Adblock Plus installieren, um die Kontrolle über das Internet wiederzuerlangen und es so zu erleben, wie es sein sollte" völlig anders verstehen als wir Benutzer. Die ganze Geschichte gibts drüben bei mobilegeeks.de - unter dem bezeichnenden Titel "Adblock Plus Undercover – Einblicke in ein mafioeses Werbenetzwerk".

JEDER Benutzer des Werbeblockers sollte das gelesen haben - bitte weiterverbreiten!

Da hab ich doch lieber einige Werbebanner, bevor ich solche Machenschaften unterstütze. Auf meinen Rechnern läuft kein AdBlock Plus mehr...

Aber wie schaltet man dann die nervtötenden Werbeformen ab?

Update 26.11.2013: Alternativen zu AdBlock Plus für Chrome, Firefox und Internet Explorer werden in diesem Artikel im PC Magazin beschrieben (unten die Bildergalerie durchklicken)

 

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  • Sonntag
  • 21.November 2010

Deutschland und die Terrorpanik

Derzeit wird von Politik und Medien in Deutschland ganz heftig die Angst vor terroristischen Anschlägen geschürt. Sogar hier in Österreich wurde heute früh in den Privatradio-Nachrichten ausführlich darüber berichtet, dass sich in unserem Nachbarland die Menschen mittlerweile sogar vorm U-Bahn-Fahren fürchten. Und der ORF dreht seine Berichterstattung überhaupt in eine unschöne Richtung, die nicht mehr als journalistisch zu bezeichnen ist.
Ich vermute, dass hinter der ganzen Panikmache der einfache Grund steht, dass Deutschland gravierende gesetzliche Eingriffe in die Freiheit seiner Bürger plant. Das will ich kurz begründen:
Terror lebt vom Überraschungsmoment - kein Terrorist, der auf sich hält, würde einen Anschlag begehen, von dem alle potentiellen Opfer bereits wissen. Außerdem werden die Ziele der Glaubwürdigkeit halber an den angekündigten Tagen extrem gut bewacht sein. Das wissen aber sicher die warnenden Institutionen und Personen auch. Somit ist es eigentlich kontraproduktiv, über die Medien großangelegt die Bevölkerung zu warnen. Wenn tatsächlich konkrete Hinweise auf Anschläge vorliegen würden, wäre es wohl schlauer, einfach die betreffenden Orte und Gebäude verschärft zu bewachen und die Terroristen gegebenenfalls schlicht zu verhaften. Man würde nicht groß zu verkünden, dass man über die Pläne informiert ist.
Daher wird genau NIX passieren. Und warum wird offiziell nix passiert sein: weil man davor gewarnt hat, genau.
Weitere Überlegung: Woher kommen die Informationen, aufgrund denen davon ausgegangen wird, dass an bestimmten Tagen bestimmte Ziele "dran" sind? Hat einer der Terroristenbosse seinen Filofax oder sein Smartphone mit den Terminen in der U-Bahn liegen lassen? Wenn ja: warum weiß man dann nicht, WER aller beteiligt ist und nimmt diese Personen nicht schon vorher in Gewahrsam? Man kann also davon ausgehen, dass die deutschen Behörden vorher nichts davon wissen, wenn in Deutschland Anschläge verübt werden sollen. Woher auch? Terroristische Organisationen senden selten Pressemitteilungen aus.
Für mich (und wohl auch für viele andere denkende Menschen) hat die Vorgehensweise der deutschen Behörden einen ganz anderen Grund: Menschen die in Furcht leben, sind einfacher davon zu überzeugen, dass die Beschneidung ihrer Bürgerrechte und "mehr Kontrolle" nur zu ihrem Besten geschieht. Denn, so die Obrigkeits-Argumentation, "wer nichts zu verbergen hat, der braucht sich ja davor nicht zu fürchten". Damit steht praktischerweise automatisch jeder, der dagegen auftritt, unter Generalverdacht.
Prompt wurde letztens mein Verdacht bestätigt. Die SZ berichtete: "Angesichts der Terrorbedrohung Deutschlands hat Unionsfraktionschef Volker Kauder die FDP erneut aufgefordert, sich nicht länger gegen die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung zu sperren. Diese Regelung hatte ja der Bundesverfassungsgerichtshof im März dieses Jahres erst gekippt.
Durchsichtige Taktik: ein halbes Jahr warten, Panik erzeugen, Neuregelung durchdrücken. Armes Deutschland.

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  • Donnerstag
  • 8.Juli 2010

BP hat ein neues Logo verdient

Und deshalb wurden letztens auf thisblogrules.com einige Vorschläge dafür veröffentlicht.

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Österreichs Züge haben Seilzugbremsen

Das will uns jedenfalls die Österreich-Qualitätszeitung einreden, die in einem Artikel zu einem Zugunglück entsprechend getextete Infoboxen dazu abdruckte. Die technischen Hintergrund-Infos werden immer öfter vom mopedfahrenden Praktikanten getippt, der noch nicht gelernt hat, dass Züge mit Druckluft gebremst werden, es sich also bestenfalls um einen Bremsschlauch gehandelt haben könnte und der Lokführer nicht an einem Seil ziehen muss, um sein Gefährt zum Stehen zu bringen.
Egal - die Zielgruppe wirds nicht merken :-)

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  • Dienstag
  • 6.April 2010

Wahlempfehlungen – wer braucht das?

Im Sonntag-Kurier beklagte sich ein Journalist in einem Artikel darüber, daß BZÖ, ÖVP und Grüne ihre Wähler "alleine lassen" würden, weil von Seite dieser Parteien keine offizielle Wahlempfehlung für die Wahl des Bundespräsidenten abgegeben wurde.
Ich frage mich allerdings: gibt es wirklich so unmündige Bürger, die auf eine Wahlempfehlung einer Partei warten? Machen Leute wirklich ihr Kreuzerl deshalb bei einem er Kandidaten, weil es "die Partei" empfohlen hat? Müssen Wahlempfehlungen tatsächlich sein? Interessiert die Parteimeinung (formuliert vom Schafherden-Pressesprecher) irgendjemanden da draußen? Bitte klärt mich auf - bis heute hab ich meinen Glauben in die Intelligenz des Einzelnen noch nicht verloren. Könnte sich allerdings ändern...

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  • Mittwoch
  • 3.März 2010

Lieber ORF. Bitte lerne zählen. Danke.

Lieber ORF,

du wirst dich sicher wundern, warum ich dir heute schreibe, kennst Du mich doch bisher lediglich als Kundennummer auf dem GIS-Erlagschein, den ich zähneknirschend ob der Unverschämtheit der Beitragshöhe, aber doch regelmäßig einzahle. Aber es wird Zeit, dir meinen Unmut kundzutun.

Wie du vielleicht weißt, gibt es sogenannte Fernsehserien. Das ist, laut Wikipedia eine "eine Abfolge von zusammenhängenden filmischen Werken im Fernsehen". Diese heißen einzeln auch "Folgen", was schon vom Namen her impliziert, dass eine gewisse ABFOLGE meistens nicht unwesentlich ist. Und genau darin liegt dein Problem, lieber ORF. Egal welche Serie - du schaffst es meist nicht, die Folgen in  einigermassen passender Reihenfolge zu senden (idealerweise natürlich diejenige, die von den Drehbuchautoren der Serie als "richtige" Abfolge definiert wurde, indem die einzelnen Teile einer Serie  schlauerweise nummeriert wurden - einzelne Folgen wurden laufend durchnummeriert, ein größerer Block an Folgen heißt "Staffel" und auch hier gilt: die erste Staffel ist vor der zweiten Staffel zu senden, die zweite vor der dritten usw.). Offenbar ist das aber zu viel Intelligenz, die dir hier abverlangt wird, denn das klappt so gut wie nie.

Was weiters auffällt: nicht nur, dass bei Serien oft die Reihenfolge nicht passt (was etwa beim Kasperl und den Simpsons vielleicht gerade noch akzeptiert werden könnte, bei Dr. House schon weniger und bei anderen Serien wie "24" mit durchgehender Handlung gar nicht) - du schaffst es auch immer wieder, die denkbar unpassendsten Folgen aus dem Archiv zu holen. Wenn ich bei 35 Grad Aussentemperatur eine Weihnachts- oder Halloween-Folge der Simpsons oder eine Thanksgiving-Ente in einer Serie sehe, dann muss man nicht erst den Teletext befragen, wo man beim Zappen hängen geblieben ist, denn dann ist man sicher beim ORF gelandet.

Das fällt nicht nur mir auf, sondern auch den Kollegen drüben beim Standard. In meinem Verwandten- und Freundeskreis kam diese Frage auch schon öfter auf und ich stelle sie hier erstmals öffentlich:

Woran liegts, dass du es nicht schaffst? Sind die einzelnen Kassetten (DVDs, Bänder, Files, Festplatten, whatever) nicht richtig beschriftet? Findet der Praktikant die richtigen Folgen im Archiv nicht? Liefert die Produktionsfirma immer nur eine Folge auf den Küniglberg - und das ist stets die falsche? Ist es Bosheit den Fernsehzusehern gegenüber? Oder stimmt  der alte Spruch, dass man niemals Vorsatz unterstellen soll, wenn Dummheit und Ignoranz genügen?

Bitte lieber ORF: lerne zählen. Serien beginnen mit der ersten Folge der ersten Staffel, bei jeder weiteren erhöht sich die Zahl um eins, bis man am Ende der ersten Staffel angelangt ist. Dann folgt die zweite Staffel nach demselben Prinzip. Bevor du das nicht gelernt hast, gib bitte kein Geld für Serien wie "24" oder Lost aus, wo die Reihenfolge der einzelnen Episoden zwingend eingehalten werden muss, wenn die Zuschauer nicht wegzappen sollen. Und bis dorthin wundere dich bitte auch nicht mehr, wenn trotz attraktivem Serienangebot die Zuseher in Scharen zu den Privatsendern umschalten.

In der berechtigten Hoffnung, dass du dich besserst (denn schlimmer kanns kaum noch werden) grüßt recht herzlich
Dein treuer Gebührenzahler
EGM

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  • Mittwoch
  • 24.Februar 2010

Baba, Stahlriese: Nachruf auf die Sendemasten am Bisamberg

Seit heute ist also das höchste Bauwerk Österreichs nur mehr ein Haufen Metallschrott. Nachdem um 12:00 der kleinere Mast in einem Stück umgelegt wurde, hat auch der Großmast um 15:00 mit einigen Sprengladungen den Weg zum Boden gefunden. Schade drum, irgendwie.
Der große Sendemast am Bisamberg hat mich schon als Kind fasziniert. In seiner Nähe sind wir als Kinder die Rodelwiese runtergebrettert und haben uns über die Schilder gewundert, die davor gewarnt haben, daß "im Winter Eisabfall vom Sender möglich" ist (und auch davor ein bißl gefürchtet). Den kleineren Mast hab ich als Kind immer ein bißl als "Pipifax" abgetan, obwohl auch der mit 120 Metern Höhe ein Riesending war. Trotzdem ich ein massives Höhenproblem habe (beim Raufklettern), wäre ich dennoch gerne einmal OBEN am großen Bisamberg-Sendemast gestanden. Das wird sich in diesem Leben wohl nimmer ausgehen...heute war ich live vor Ort bei der Sprengung dabei. (more...)

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Sendersprengung am Bisamberg: offizieller Plan der Sicherheitszonen

Heute werden die beiden ehemaligen Radiosendemasten am Bisamberg gesprengt. Der kleinere Mast fällt um 12:00 in einem Stück, nachdem man einfach zwei der drei Abspannungen gesprengt hat, der große Mast wird um 15:00 mit drei Sprengungen gezielt in vier Teile zerlegt und die Abspannseile gesondert abgesprengt. Hier der offizielle Absperrplan mit allen Zuschauerbereichen (einer östlich, einer nördlich und einer westlich der Sender) und der eingeplanten Sicherheitszonen. Heißer ortskundiger Tipp für den Großmast: ich denke, dass man im östlichen Bereich, der sich oberhalb der Rodelwiese befindet, am meisten mitkriegen dürfte! Und dort werd ich auch sein - bringt Bier mit ;-)

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  • Mittwoch
  • 17.Februar 2010

Weitreichende Netz-Zensur in Deutschland geplant!

Arme Nachbarn, denn dagegen sind die chinesischen Netzfilter ein Scheißdreck: in Deutschland wird derzeit still und heimlich an Änderungen am Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) gearbeitet. Dieser Staatsvertrag ist ein Abkommen zwischen den Bundesländern, damit gewisse Dinge in allen Ländern gleich geregelt werden. Die geplanten Änderungen haben es in sich (Quelle: AK Zensur und Peter Kröner):

  • ISPs, Anbieter von Webspace und Betreiber von Websites werden gleichgesetzt. Alle haben offenbar gleichermaßen für die Einhaltung der Bestimmungen des JMStV zu sorgen.
  • Provider werden verpflichtet, alles ausländischen Websites zu blocken, die sich nicht an die Bestimmungen des JMStV halten.
  • Jene Bestimmungen sehen vor, Websites in Altersklassen zu kategorisieren (ab 0, 6, 12, 16 oder 18 Jahre) und es ist sicherzustellen, dass Kinder der falschen Altersklassen nicht an die Inhalte herankommen.
  • Mittel der Wahl sind hierbei „ab 18 Jahre“-Hinweise sowie feste Sendezeiten für Websites – also zum Beispiel nur von 22 bis 6 Uhr für Inhalte ab 16.

Keine Satire - das ist ernst gemeint! Denn der JMStV soll noch diesen Monat(!) unterschriftsreif sein. Damit wird Deutschland eine Zensurinsel ersten Ranges - denn die Filterung und die "festen Sendezeiten" für Websites werden sich für kleinere Sites nicht rechnen. Diese würden einfach geblockt und fertig. Bei Peter Kröner findet man übrigens noch weiterführende Links mit Infos und Materialien, um sich gegen den JMStV einzusetzen. Schaut aber schlecht aus.
Gratulation - so schaut das dann aus, wenn Leute sich Regelungen für Dinge einfallen lassen sollen, von denen sie keine Ahnung haben. Shame on you, Germany.

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  • Montag
  • 18.Januar 2010

Die Hälfte der Telekom-Beamten ist für den Polizeidienst untauglich

Der Volksmund weiß es seit Urzeiten: "Wer nix is und wer nix kann - geht zu Post und Eisenbahn". Offenbar dürfte zumindest der erste Teil des Spruches ein Körnchen Wahrheit in sich bergen, wie heute im Online-Standard zu lesen war. Denn der Plan von Innenministerin Fekter, daß nicht mehr benötigte Post- und Telekom-Mitarbeiter die Polizei bei Verwaltungstätigkeiten entlasten könnten, läuft seeehr schleppend an. Bisher sind nämlich nur 88 Beamte in den Polizei-Innendienst übernommen worden. Ein Sprecher der Innenministerin gab an, es gehe "Qualität vor Quantität" und ausserdem erweise sich etwa die Hälfte der Bewerber als "nicht tauglich". Ein Mensch im Standard-Forum fragte daher folgerichtig:

was nun tun mit diesen leuten? kündigen kann man sie nicht, versetzt werden wollen sie auch nicht, aber sie sind zu nichts zu gebrauchen.

Ka Problem. Diese Leute können hierzulande immer noch in der Politik was werden ;-)

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  • Donnerstag
  • 7.Januar 2010

Wer kriegt die Bilder aus dem Nacktscanner?

Derzeit wird ja heftig diskutiert, ob die sogenannten "Nacktscanner" künftig zum Einsatz kommen sollen. Ein Marketing-Desaster war ja bereits, daß irgendein Schreiberling die Geräte als "Nacktscanner" bezeichnet hat, denn das klingt natürlich schon weit bedrohlicher als Ganzkörperscanner und keiner hat sich ernsthaft gegen diese Bezeichnung gewehrt. In Deutschland brachte die Bild-Zeitung Photoshop-Montagen als "echte" Scannerbilder und verunsicherte so die Bevölkerung noch zusätzlich. Aber unabhängig davon, daß die flächendeckende Versorgung jedes Pipifax-Mini-Flughafens mit solchen Geräten Unsummen an Geld verschlingen würde (und wenn nicht wirklich JEDER Flughafen damit ausgerüstet ist, bringts genau so viel, wie wenn keiner die Geräte einsetzt) - über eines der Hauptprobleme wurde noch gar nicht geredet. Zumindest nicht öffentlich: das Problem der Datensicherheit.
Nehmen wir an, ein Attentäter schafft es wirklich, daß er Sprengstoff an Bord eines Flugzeugs mitnimmt, obwohl er von einem "Nacktscanner" durchleuchtet wurde. Nehmen wir weiters an, der Attentäter sprengt tatsächlich das Flugzeug. Im Nachhinein wird dann ein "Schuldiger" gesucht, unser Rechtssystem basiert nun einmal auf Verantwortlichkeiten. Um den Mitarbeiter am Scanner sowie den Hersteller des Scanners zu entlasten muss zweifelsfrei nachgewiesen werden, daß auf dem Scannerbild der Sprengstoff nicht zu erkennen war. Zum Zweck der nachträglichen Beweisführung im Schadensfall müssen also zwingend die Bilder aufgezeichnet und namentlich zugeordnet gespeichert werden. Das bedeutet aber, daß somit nach jeder Flugreise mindestens zwei Ganzkörper-(Fast-)Nacktbilder von jedem Flugreisenden vorhanden sind, die mit Name, Herkunftsland, Flugnummer und vielen weiteren Informationen in einer Datenbank landen. Und je nach Land wird der Zugriff auf diese Datenbank unterschiedlich einfach sein (je nachdem, mit wieviel Geld man die Wächter dieser Daten bestechen muss, um einen oder auch alle Datensätze kopiert zu bekommen). Es ist kaum davon auszugehen, daß man die Speicherung seiner Bilder ablehnen wird dürfen bzw. daß man erfährt, wer diese Speicherung vornimmt und in welchen Datenbanken man letztlich landet.
Nun fliegt ja der Mensch aus dem Gemeindebau ohnehin nicht so oft in der Weltgeschichte spazieren und ein Bild vom bierbäuchigen Hansi Meyer ist auch eher unspannend - anders schauts bei prominenten Vielfliegern wie etwa Schauspieler(innen), Sänger(innen) und dergleichen aus. Es ist damit zu rechnen, daß schon sehr bald Scannerbilder auch von Promis im Internet auftauchen werden, die Nacktfotos bisher abgelehnt haben. Und auch die Behauptung mancher Starlets, am Busen wäre nicht nachgefüllt worden, wird sich sehr bald sehr einfach überprüfen lassen - einfach auf den nächsten Flug des Busenwunders warten und kurz drauf auf einschlägigen Pages selber nachschauen.
Ich glaube nicht, daß sich Länder wie Italien, die ja bereits beschlossen haben, die Scanner einzusetzen solche Gedanken bereits gemacht haben und ich glaube auch nicht, daß gerade dort irgendjemand sich um die nötige Datensicherheit kümmern wird. Das Problem ist meiner Meinung nach nicht, daß sich die Mitarbeiter am Scanner die Bilder ansehen dürfen, sondern daß die Weiterverwendung dieser Daten nicht geklärt ist - aufgrund der bisher nicht darüber stattfindenden Diskussion offenbar noch nirgends. Und so lange dieser Punkt offen bleibt, ist der Nacktscanner tatsächlich ein Angriff auf die Würde des Menschen.

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  • Sonntag
  • 13.Dezember 2009

Abschied vom Südbahnhof

Gestern nacht fuhr der letzte Zug in den Wiener Südbahnhof ein - damit geht eine Ära zu Ende. Seit heute ist der 1961 erbaute Bahnhof geschlossen, im Jänner 2010 wird er abgerissen und an seiner Stelle der neue Hauptbahnhof errichtet. suedbahnhof001Für drei Generationen von Menschen war die gewaltige Bahnhofshalle Start- und Zielpunkt so mancher Urlaubsreise, Ort des Abschieds und des Wiedersehens. In den letzten Jahren war zu merken, dass die ÖBB offenbar keinen Cent mehr dort investieren wollte, denn einen abgefuckteren und verkommeneren Bahnhof hab ich selten gesehen. Wie sehr der Südbahnhof den Wienern trotzdem ans Herz gewachsen ist, konnte man in den letzten paar Tagen beobachten: es waren eine Menge an Hobbyfotografen und Eisenbahnfans am Gelände unterwegs, um ein letztes Mal "ihren" Südbahnhof auf Fotos zu verewigen. Heute ist der erste Tag, an dem die Türen des Gebäudes verschlossen bleiben. Wer die Gelegenheit verpasst hat, Abschied zu nehmen: hier bei mir gibts eine Fotostrecke und vier Panoramabilder, die ich am vorletzten Betriebstag gemacht habe. Viel Spaß!
(more...)

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  • Montag
  • 7.Dezember 2009

Staatliche E-Mail-Adresse? Die Türkei zieht das durch!

Ab dem kommenden Jahr bekommt laut einem Artikel auf welt.de jedes neugeborene Baby in der Türkei ein "Geschenk" vom Staat: eine E-Mail-Adresse mit 10 GB Speicherplatz, die ein Leben lang gültig sein soll und auch in den Personalausweis gedruckt wird. Nach und nach soll jeder Türke eine solche Mailadresse bekommen, die vor allem zur Kommunikation zwischen Staat und Bürgern dienen soll. Tayfun Acarer, der Chef der Regierungspartei BTK betonte, das Projekt diene vor allem der "nationalen Sicherheit", weil bisher fast der gesamte Mailverkehr über Server im Ausland laufe. Das soll aufhören: "Ausländische Dienste wie Yahoo und Google werden nicht mehr genutzt werden", meinte er.

Es klingt danach, als würden diese Dienste sehr bald (wie tausende andere Websites auch) in der Türkei nicht mehr abrufbar sein. Im Irak unter Saddam Hussein war der Mailverkehr ähnlichen Restriktionen unterworfen, alle Mails wurden von staatlichen Stellen mitgelesen und gegebenenfalls zensiert. Aber Tayfun Acarer dürfte nach ersten Meldungen eher darauf vertrauen, daß sein Maildienst gemeinsam mit der ebenfalls geplanten "türkischen Suchmaschine" populär genug sein wird, um ausländische E-Mail-Anbieter zurück zu drängen. Man darf gespannt sein, ob dieser Plan nicht doch nur mittels Zensur umzusetzen ist (was wohl niemand ernstlich wundern würde).

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis "den Fekters dieser Welt (© Helge Fahrnberger)" ähnliche Ideen kommen. Es wundert mich ja, das Österreich die staatliche Zwangsadresse nicht schon längst eingeführt hat. Bei jedem anderen Unsinn müssen wir ja auch immer als "Musterland" vorne dabei sein, wurscht ob etwas langfristig Sinn hat oder nicht.

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  • Sonntag
  • 25.Oktober 2009

Jack Wolfskin hat nix verstanden

Am Freitag hat Jack Wolfskin eine Pressemitteilung (PDF) herausgegeben, mit der das Unternehmen in der Causa der aktuellen Abmahnungen zurückrudert. Und mit der Wortwahl zeigt, dass JW trotzdem nicht verstanden hat, worum es eigentlich ging und noch immer geht. Die ganze Geschichte gibts drüben beim Werbeblogger. Der Kommentar von "Kretin" ebendort bringts auf den Punkt:

Zitat von Manfred Hell: “An der großen Emotionalität, mit der die Debatte geführt wurde, sehen wir, wie hoch die Erwartungshaltung an uns ist. Dem wollen wir gerecht werden. Wir haben uns der Kritik gestellt, unser Vorgehen kritisch durchleuchtet und werden in Zukunft sensibler agieren.”

Übersetzung:

Wir hatten nicht damit gerechnet, daß es zu einem solchen Aufstand kommt, weil wir das schließlich seit Jahren so machen. Bisher sind wir damit noch immer durchgekommen. Ärgerlich nur, daß die Leute, die uns unser Image als ehrliche Naturburschen (und unser Zeug) bisher abgekauft haben, jetzt mitbekommen haben, daß wir den Raubtierkapitalismus neu definiert haben. Bevor das Desaster für uns jetzt noch größere Ausmaße annimmt, fressen wir etwas Kreide und hoffen, daß sich die Wogen bis zum Weihnachtsgeschäft noch glätten lassen. Wir werden versuchen, uns in Zukunft nicht wieder erwischen zu lassen.

Traurig - auch weil JW offenbar seit Jahren abmahnt und sich weiterhin im Recht wähnt, aber gerade mal die aktuellen Fälle nix bezahlen müssen. Hoffentlich findet sich ein auf Markenrecht spezialisierter Anwalt, der Jack Wolfskin das Fell über die Ohren zieht. Eine Wolfstatze als Markenzeichen hätte nach gesundem Menschenverstand nie als Marke eingetragen werden dürfen - JW hat es sogar geschafft, die Tatze ALLEINE (also ohne Schriftzug) schützen zu lassen (siehe Schnellsuche nach "Jack Wolfskin" beim deutschen Patentamt). Schmeißt diesen Missbrauch des Markenrechts aus dem Register, liebe deutsche Freunde!

Bis dahin wird von mir und meinem Umfeld weiterhin nix gekauft, was von JW kommt - mögen es mir viele Leser gleichtun. Den gierigen Wolf trifft man nur dort, wo es wehtut, und das ist beim Umsatz.

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  • Dienstag
  • 20.Oktober 2009

Jack Wolfskin verschickt Abmahnungen an Bastler

Ich war mal eine PfoteJack-Wolfskin, Hersteller von Outdoor-Bekleidung, hat den eigenen Marketing-SuperGAU gestartet: es wird derzeit mit voller Härte auf Privatpersonen losgegangen, die auf dem Handarbeits-Portal Dawanda selbstgebastelte Handtaschen, Sticker und Ohrstecker verkaufen. Ohne Vorwarnung erhalten die betroffenen Personen kostenpflichtige Abmahnungen, weil sie es gewagt haben, dort Produkte anzubieten, auf denen Tatzen abgebildet sind und Jack Wolfskin dadurch sein Markenrecht verletzt sieht:

Die Tatze unserer Mandantin ist [..] markenrechtlich geschützt

Die Rechtsanwälte gehen dabei von Streitwerten zwischen 20.000 und 25.000 Euro aus, wodurch den Betroffenen jeweils Kosten zwischen 800 und 1000 Euro(!) auferlegt werden. Viel Geld für Verkäufer von Bastelwaren, Peanuts für Jack Wolfskin.
Dawanda hält sich aus dem Streit nobel heraus, wie im Forum zu lesen ist: die Verantwortung wird voll auf die User abgewälzt. Und für Jack Wolfskin könnte das zum Bumerang werden, denn mittlerweile haben dutzende News-Seiten über den Fall berichtet, etliche Blogger drüber geschrieben und hunderte Twitter-User die Geschichte verbreitet. Erfolg: bei der Suche bei Google nach dem Markennamen hat es der Artikel im Spiegel Online bereits auf den ersten Platz geschafft, weitere 5 Treffer auf der ersten Ergebnisseite führen zu Blog-Artikeln über den Fall. Selbst in den Wikipedia-Artikel über Jack Wolfskin hat der Rechtsstreit schon Aufnahme gefunden.

Hätte nicht ein freundliches Anschreiben auch gereicht? Weit übers Ziel geschossen, Jack Wolfskin. Bisher fand ich die Marke gut - ab sofort kauf ich sicher nix mehr mit Tatze drauf. Gibt genug andere Hersteller auch, die gute Outdoor-Bekleidung anbieten.
Außerdem hab ich 5 Katzen und zwei Hunde zu Hause, die auch Tatzen haben (und entsprechende Abdrücke hinterlassen). Wann kriegen die eine Abmahnung, Herr Rechtsanwalt?

Update 11:10 Uhr: beim Werbeblogger gibts einen treffenden Cartoon dazu. Ein Kommentator meinte dort:

Das Desaster geht tief, weil ein Stück des Markenkerns plötzlich wegbricht. JW verkauft ja auch ein Gefühl von “Freiheit und Abenteuer”, von Individualismus und hinaus ins Weite, wo es keine Bürokratie, keine Rechtsanwälte und keine Geldgier gibt, sondern die freie Natur. Und jetzt benehmen sie sich konzernhaft, unsensibel wie eine Dampfwalze, die durchs Naturschutzgebiet rollt.

Es ist mittlerweile auch eine Stellungnahme von JW aufgetaucht, die ebendort in vollem Wortlaut zu lesen ist und als PDF auch direkt von JW heruntergeladen werden kann. Unter anderem heisst es dort:

Die sich daraus ergebenen Kosten in Höhe von € 991,00 sind für einen Kleinunternehmer noch immer verhältnismäßig hoch, jedoch ist dieser für die Entstehung der Kosten verantwortlich, da er markenverletzende Ware verkauft hat und Jack Wolfskin dadurch zur Verteidigung der Marke gezwungen war. Dabei handelt es sich nicht um eine „Strafzahlung“, sondern um die Kosten, die Jack Wolfskin durch die Einschaltung der Anwälte entstanden sind und die im Falle der begründeten Abmahnung stets vom Markenverletzer übernommen werden müssen. Somit dient die Abmahnung auch einer schnellen und relativ kostengünstigen Beendigung der Angelegenheit. Sie verhindert also zusätzliche häufig weit höhere Kosten im Falle einer Einschaltung der Gerichte.

Nach wie vor: weit übers Ziel hinaus, mit Kanonen auf Spatzen gezielt. Mit etwas Gespür für die Lebenswelt von normalverdienenden Menschen hätte es wohl auch gereicht, nicht sofort einen Trupp Anwälte in die Weiten des Internet loszuschicken.

Update 13:30 Uhr: Lesenswert auch der etwas längere Artikel zum Thema auf trashfamous.de. Dort gibts auch kostenlos und lizenzfrei weitere Abmahnideen für JW ;-)

Update 13:50 Uhr: es entwickelt sich zu einer Marketing-Katastrophe für JW. Die Google-Suche nach "jack wolfskin", beschränkt auf die letzte Woche, liefert knapp 300.000 Treffer - und da ist bis mindestens zur Seite 25 keine positive Meldung oder Pressemitteilung dabei, weiter durchzuklicken hat mich die Lust verlassen. Auf Twitter hat sich die Nachricht auch wie ein Lauffeuer verbreitet. Die Tatzen haben sich auf dünnem Eis bewegt und eine Lawine losgetreten. Gratulation zur erfolgreichen Markendemontage vorm Weihnachtsgeschäft!

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  • Samstag
  • 3.Oktober 2009

Frisch gekocht mit Stermann & Grissemann

Es wundert mich, dass sich bisher noch niemand aus der Kabarett-Szene den beiden sehr seltsamen ORF-Fernsehköchen Andi & Alex gewidmet haben, die mit "Frisch gekocht" ein neues unteres Niveau für derlei Sendungen definiert haben. Ich hab jedenfalls beim ersten Mal, als ich die beiden im TV gesehen habe, tatsächlich geglaubt, es IST eine kabarettistische Abhandlung zum Thema.
Stermann & Grissemann haben im letzten "Willkommen Österreich" endlich eine Persiflage dieser Persiflage abgeliefert - ich fands herrlich:

Im Video-Archiv von "Willkommen Österreich" finden sich übrigens weitere Perlen - denn jede einzelne WÖ-Folge ist online abrufbar.

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  • Dienstag
  • 22.September 2009

Der Tod: wenn das Leben hinter dem Lifestream endet

Der Trend zu Social Networks und dem "Mitmachweb" hat ein neues Problem geschaffen: das soziale Leben endet mit dem Tod. Automatisch. Das soziale Leben im Netz endet erst, wenn der Provider oder Betreiber einer Social-Web-Site wie Facebook von selbst aufgrund Inaktivität oder auf Anfrage der Angehörigen den Account löscht. Auf line-of-reasoning.com erschien letztens ein Artikel, der sich mit diesem Thema auseinandersetzt - anhand von Einträgen bei delicious, last.fm und flickr. Der Ersteller dieser Einträge ist einige Stunden danach bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Der Autor meint dort unter anderem:

Social networks are a new phenomenon, and the Internet itself is immature:

  • Is the accessibility of those streams after death a good or bad thing?
  • Is it good or bad when those accounts would be deleted (on request or because of inactivity)?
  • Should we maybe have not even published this post?

Gut, schlecht, wurscht? Was denkt ihr?

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  • Samstag
  • 19.September 2009

Wieder da – und im Radio

Ich bin wieder in Wien - der Urlaub hat mir gut getan. Während ich weg war, konnte man Ausschnitte eines Interviews mit mir im Radiosender Ö1 hören. Raffael Fritz hat mich zum Thema CHDK befragt, die Spezialsoftware für Canon-Kameras, die ich auf meiner A620 im Einsatz habe. Der knapp 5 Minuten lange Beitrag ist auch als Podcast verfügbar: iTunes-Benutzer verwenden diesen Link, für andere Podcatcher gehts hier entlang. In beiden Fällen isses die Folge vom 16.9.2009 mit dem Titel "Hacker erweitern die Möglichkeiten von Digitalkameras".
Und alle, denen "Podcast" nix sagt, die können sich den Beitrag hier anhören:

(oder als MP3 herunterladen)

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  • Donnerstag
  • 27.August 2009

Liebe FPÖ: “Erst Deutsch, dann Inserat”

Peinlich, wenn man elementare Grammatik nicht beherrscht. Noch viel peinlicher, wenn man sich der Pflege des Deutschtums verschrieben hat und die eigene Unkenntnis in einem Inserat zu Schau stellt, in dem es heißt "Zuerst Deutsch, dann Schule" und wo angeprangert wird, dass jeder zweite Linzer Pflichtschüler mangels Deutschkenntnissen dem Unterricht nicht folgen kann. Als Forderung der FPÖ steht daher im Inserat zu lesen:

- Schulische Vermittlung kulturellen Werte

Man darf sich halt nicht nur auf die Rechtschreib- und Grammatikprüfung bei Word verlassen. Denn diese hat an der Satzkonstruktion nix auszusetzen...vielleicht sollte man bei Microsoft anregen, so etwas in Zukunft mit einer blau-braunen Wellenlinie zu kennzeichnen? ;-)

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