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Neues Hobby: Plastikdosen suchen

Die Vorgeschichte: ich hab ein neues Handy bekommen (ein Nokia E51, für die ganz genauen). Beim Herumspielen ist mir aufgefallen, dass dieses Ding offenbar auch mit externen GPS-Empfängern zusammenarbeitet und Navigationsfunktionen eingebaut hat. Flugs hab ich in einige Tage später in ebay einen gebrauchten Holux-GPS-Empfänger mit Bluetooth um sensationelle 5 Euro nochwas ersteigert, einfach um das mal auszuprobieren. Und es funktioniert tatsächlich hinreichend gut und flott.
Wiederum einige Tage später bin ich beim Websurfen über einen alten Artikel über Geocaching gestolpert. Das ist eine Art Schatzsuche mit GPS-Empfänger - die Verstecke kann man im Internet anhand der Längen- und Breitenangabe abrufen und mit einem GPS danach suchen. Vor Ort ist dann meist eine Plastikdose gut versteckt (in Größen von der Rollfilmdose bis zum Kanister), in der sich mindestens ein Logbuch befindet, in das man sich einträgt. Bisher hatte ich das noch nie ausprobiert, schlicht weil ich erstens nicht im Besitz eines GPS gewesen wäre und ich das zweitens für reichlich kindisch und ziemlich sinnlos gehalten hab, als ich erstmals drüber gelesen habe. Ist es wohl auch, aber das steht auf einem anderen Blatt. Es war jedenfalls eine gute Möglichkeit, die Funktion des Handy-GPS zu testen, also hab ich mich bei geocaching.com für einen kostenlosen Account angemeldet und die Sache ausprobiert.
Das Finden einer Plastikdose, wenn die Koordinaten bekannt sind, klingt sehr einfach, ist es aber nicht: GPS ist ja nicht zentimetergenau, sondern hat je nach örtlicher Empfangsstärke der GPS-Signale nur eine Genauigkeit von etwa 5 Metern, meist noch mehr. Außerdem sind die Caches natürlich hervorragend getarnt, damit Unkundige (frei nach Harry Potter: Muggels) die Dose nicht auf den ersten Blick finden und womöglich wegwerfen oder zerstören. Immerhin gibt es in Österreich mehr als 9500(!) Caches, weltweit sind es mehr als 800.000 Stück. Das Finden eines Caches kann durchaus eine Geduldsprobe werden, wenn man etwa in einem Wald mit schlechtem GPS-Empfang ein mögliches Gebiet von 100 m² und mehr durchsuchen muss, um einen Cache in Größe einer Filmdose zu heben. Zusätzlich sollte man natürlich beim Heben des Caches nicht unbedingt von Muggels beobachtet werden.
Sinn der Sucherei: keiner. Zu gewinnen gibts auch nix. Allerdings führt einen die Suche an Plätze, die man sonst nie im Leben gesehen oder aufgesucht hätte. Und das ist in vielen Fällen unbezahlbar.
Ich hab jedenfalls ab sofort eine neue Kategorie dafür eingerichtet und werde in loser Folge drüber berichten, Tools und Hilfmittel vorstellen und Software fürs Handy testen. Meine "Erfolge" gibts minutenaktuell in der Seitenleiste oder auf meinem geocaching.com-Profil nachzulesen.

Unfassbares Drehmoment – aber langsam

Der Künstler Arthur Ganson hat eine ganz besondere Maschine gebaut: dieses zweckfreie Teil namens "Machine with Concrete" (dt.: Maschine mit Beton) soll die unglaubliche Kraft zeigen, die sich mit Zahnradübersetzungen erzielen lässt. Wenn man an der Eingangswelle ein Drehmoment von 1 Nm aufbringt, so sind an der Abtriebswelle unglaubliche 244.140.625.000.000.000.000 Nm verfügbar.

Er hat dazu 12 gleiche Schneckenradgetriebe mit einer Einzelübersetzung von 1/50 hintereinander gekoppelt, was eine Gesamtübersetzung von 1/244.140.625.000.000.000.000 ergibt. Die Eingangswelle wird von einem Elektromotor angetrieben, der mit 200 Umdrehungen pro Minute läuft. Durch die extreme Übersetzung läuft natürlich die Abtriebswelle entsprechend langsam: für eine volle Umdrehung braucht das Rad über zwei Billionen(!) Jahre. Das Universum hat ein Alter von etwa 10 Milliarden Jahren, wenn man die Maschine also gleichzeitig mit dem Urknall gestartet hätte, so würde sich die Abtriebswelle bis heute erst 0,5 Prozent einer Umdrehung weit gedreht haben, das sind 1,8 Winkelgrade. Daher macht es auch überhaupt nix aus, dass bei dieser Maschine der Abtrieb in Beton eingemauert ist, weil innerhalb unserer Lebensspanne die Welle sich kaum messbar bewegen wird. (gefunden bei Jalopnik)
Arthur Ganson baut auch andere seltsame Maschinen ("kinetische Skulpturen") und dokumentiert seine Arbeiten mit Youtube-Videos. Sinnfrei, aber spannend.

Warum immer Leute, die kein Deutsch können?

Das fragt sich ZIB2-Anchorman Armin Wolf auf Twitter angesichts der Website des selbsternannten BZÖ-Präsidentschaftskandidaten. Dort steht tatsächlich zu lesen:

Raus mit kriminellen Ausländer!

Genau so. Nix weggelassen oder erfunden.
Armin Wolf dazu:

Bei der NR-Wahl hat es nicht ganz für ein Mandat gereicht (Platz 19 auf Wr. BZÖ-Liste), jetzt will der "Hausmann" halt Präsident werden. Der lustige BZÖler fordert "Raus mit kriminellen Ausländer"! (http://is.gd/1jdQg). Warum wollen das so oft Leute, die nicht Deutsch können?

delicious-Linkdump vom 30.6.2009

Meine neuesten Links auf delicious.com vom 29.6.2009

Wien braucht kein Automatenglücksspiel!

Die Wiener Grünen haben eine lobens- und erwähnenswerte Initiative ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, Glückspielautomaten in Wien zu verbieten, so wie dieses sogenannte "kleine Glücksspiel" in fünf weiteren österreichischen Bundesländern verboten ist. Die Argumente sind klar:

Das Automatenglücksspiel – das sogenannte "Kleine Glücksspiel" – ist in fünf österreichischen Bundesländern verboten. Und das aus gutem Grund. Das "Kleine Glücksspiel":

  • zerstört Existenzen
  • verführt Jugendliche zum Spielen um Geld und gefährdet deren Zukunft
  • führt zu einem massiven Anstieg der Spielsucht
  • macht Betreiber und die SPÖ-Stadt-Regierung reich und viele Menschen arm
  • umgeht den Sinn der gesetzlichen Regelungen
  • wird in Wien kaum kontrolliert
  • verschandelt ganze Straßenzüge

Macht alle mit - unterzeichnet die Petition, setzt Links von eurer Website oder eurem Blog auf die Petitionswebsite! Unabhängig davon, welchem politischen Lager man selbst angehört, ist das eine gute Sache.

Da die Grünen das leider nicht selber anbieten, habe ich Banner erstellt, die ihr nur auf euren Server laden und mit der Petitionswebsite http://wien.gruene.at/ungluecksspiel/ verlinken müsst (Rechtsklick auf die Banner, "Bild speichern unter..."):

Banner 468 x 60 Pixel:
banner468x60

Button 120 x 60 Pixel:
button120x60

Meine persönliche Meinung dazu kennen Stammleser bereits - ich finde es traurig und armselig, dass ganze Grätzel mit Spielcafés zugepflastert werden. Leider hat sich bisher niemand gefunden, der Eier genug hätte, um österreichweit ein Machtwort zu sprechen und diese Abzocke abzustellen. Die Verstrickungen der Glückspielfirmen mit der Politik sind offenbar zu intensiv. Anders ist es wohl kaum zu erklären, dass erst letztens die Genehmigung für eine Spielhalle mit 600 Automaten im Wiener Prater erteilt wurde. Eine Sammelklage von Betroffenen gegen den Branchengiganten Novomatic wird auch derzeit vorbereitet: man wirft der Firma vor, illegales Glücksspiel zu betreiben, weil die Automaten nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen sollen.

Unterzeichnet die Petition gegen das Automatenglückspiel in Wien!

Merket: Erst wenn der letzte Greissler durch ein Automatencasino ersetzt wurde, werden wir merken, daß man die Früchte auf den Rädern der einarmigen Banditen nicht essen kann!

delicious-Linkdump vom 29.6.2009

Meine neuesten Links auf delicious.com vom 29.6.2009

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