Wer eine gute, verständige und schöne Frau sucht, sucht nicht eine, sondern drei. (Oscar Wilde)

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  • Samstag
  • 2.Dezember 2000

Der vorweihnachtliche Stress

hat auch unser Büro wider Erwarten erreicht und wir haben gottseidank jede Menge zu tun. Etwa unseren Adventkalender fertigstellen - schaut irgendwie nicht so gut aus, wenn das Teil erst nach dem 1. Dezember fertig geworden wäre. Aber jetzt finde ich wieder ein wenig mehr Zeit, um zu bloggen:

Gestern flatterte mir wieder einmal der Dr.Web - Newsletter ins Haus. Und auch Dr.Web hat offenbar die Weblogs entdeckt:

07) Die eigene Homepage - out?

Irgendwie muesste es ja so kommen. Homepages sind haesslich, meist ueberladen und sagen fast nie was aus. Daran aendern auch die wenige interessanten Exemplare nichts, die man mit Glueck mal auf den Monitor bekommt.

Aufklaerung hat noch nie das erreichen koennen, was die Mode locker in beachtlich kurzen Zeitabstaenden schafft. Homepages sind out. Wer etwas zu sagen hat kreiert ein Weblog. Ueber Weblogs hat der DWN schon berichtet (Blogger dir einen! DWN 63) die Sache zieht nun groessere Kreise. Weblogs sind Tagebuecher und die bestehen nunmal aus mehr oder weniger eigenen Gedanken. Sie sind persoenlicher als es die Homepage je war. Homepages sind aufdringlich, meist laut und schlecht gestaltet. Ein Ego-Ding, das die Mode jetzt hingewegwischt, endlich. Weblogs sehen ganz anders aus, sie bestehen (oft) nur aus einer einzigen Seite, was dem mitteilungsfreudigen Webmaster von jeder Menge Stress befreit. Man schreibt hinein, was man selbst beobachtet und erlebt hat, dazu kommen Gedanken, Tagtraeume, Wuensche oder interessante Schnipsel, die man irgendwo gefunden hat.

Ein Weblog ist persoenlicher und vor allem origineller als es eine durchschnittliche Homepage je war. Und ein Weblog ist bescheidener, sein Schreiber weiss, dass er auf diese Weise nie ein millionenschweres Projekt erarbeiten kann, wovon Homepagebastler augenscheinlich haeufiger traeumen. Und schoener sind sie. Wer sich auf Wesentliches konzentriert, gewinnt ganz neue Moeglichkeiten. Dem Netz wird es gut tun. (sl)

Beispiele gefaellig:

http://www.uni-jena.de/~j6scjr/weblog/
http://www.hinterding.com/
http://zirbel.editthispage.com/
http://www.artur.de/'

Gratulation Zirbel & Co., ich denke das wird jede Menge Hits in den nächsten Tagen ergeben. Der Newsletter geht immerhin an etwa 39.500 Abonnenten... :-)

Wie immer waren auch frische Surftips dabei. Eine Page, die mir besonders gefiel, war diese, auf der ein Photoshop-Künstler sich ausgetobt hat. Bilder, Infos, Winamp-Skins, Tutorials und ein feines Forum - eine Fundgrube.

Auch eine sehr nette Seite ist die Designlounge, mit Tips & Tricks, Workshops, Tools uvm. fürs Webdesign.

Nun zu etwas ganz anderem:

In Deutschland wurde ja erst letztens HP zu einer Zwangsabgabe an die GEMA auf jeden verkauften CD-Brenner verurteilt. Von wegen Urheberrecht.
In Österreich erlaubt die Gesetzeslage jedoch nur Urheberrechtsabgaben auf Ton- und Datenträger, nicht jedoch auf die zugehörigen Geräte. Nun ist der dafür zuständige Verein in Österreich, die Austro Mechana, wild entschlossen, eine Urheberrechtsabgabe auf Festplatten (!) durchzuboxen.

'Die AM vertritt den Standpunkt, dass die Festplatte eindeutig als Datenträger einzuordnen und nicht Teil des Geräts also des PCs ist.'

In welcher Realität lebt die AM? Seit 286er-Zeiten ist die Festplatte eindeutig ein Teil des PC...
Die grosse Frage für uns User lautet allerdings: was dürfen wir dann? MP3s erstellen und speichern? Spiele kopieren und diese dann auch offiziell verwenden? Wohl kaum. Dafür werden Festplatten um den Urheberrechtsbetrag teurer werden. Also gehts wieder einmal nur darum, mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel an Einnahmen zu lukrieren. Danke, Austro Mechana...

  • Montag
  • 27.November 2000

Endlich Platz am Bildschirm

dachte ich mir beim Kauf unserer neuen Monitore - doch Irrtum. DAS Teil hat genug Platz, sonst keines. Und alles für wohlfeile USD 9.995.-

Na dann...
(Link via kris & Sean)
Bastian verlinkte uns zum Hardwareschotten, einem Hardware-Preisvergleichsdienst für Berlin. Sowas gibts schon seit einiger Zeit für Österreich, wenngleich mit einer vergleichsweise hässlichen Page - den Geizhals. Allerdings hat der den Riesenmonitor auch nicht in der Liste...

Ein Bild, welches mich sehr freut (danke Sandra, danke Floh): Laetitia Casta ohne Speckröllchen, so wie Gott sie schuf. Meine Vermutung war also richtig - schlank sieht die Frau sogar toll aus... ;-)

  • Donnerstag
  • 23.November 2000

U-Boote, Pyramiden und der Mount Everest

u-Boot Überall dorthin kann man sich per Internet schnell und vor allem gefahrlos begeben. Auf der NOVA-Page sogar in Quick-Time-Panoramas, welche z.b. am Gipfel des Mount Everest aufgenommen wurden.

Die einzelnen Artikelgruppen sind thematisch sortiert, z.b. eine Sammlung an Seiten über Ägypten, über Specials Effects in Filmen, über den Mond, über den Mount Everest, über die Geheimnisse der Osterinseln und vieles mehr. In den zwei Stunden, die ich auf der Page verbracht habe, konnte ich vielleicht gerade einmal ein zehntel der Seiten durchsehen - eine Langzeit-Ansurfstation, jedenfalls für mich in der nächsten Zeit.

  • Dienstag
  • 21.November 2000

Unser Server ist derzeit down

und die Admins nicht zu erreichen, deswgen sieht auch unser Weblog derzeit etwas kastriert aus - weil die ganzen Basis-Grafiken auch auf www.egm.at liegen....

Egal, ein wenig gibts trotzdem zu schreiben:

Auf den Spuren meiner Referrer bin ich auf zwei nette Seiten gestossen - liegen zwar am selben Server, aber trotzdem:

Flops, Niederlagen und Irrtümer

'Schiffsmotor: Was, bitte sehr, veranlasst sie zu der Annahme, daß ein Schiff gegen den Wind und gegen die Strömung segeln könnte, wenn man nur ein Feuer unter Deck anzünde? Bitte entschuldigen Sie mich. Ich habe keine Zeit, um mir so einen Unsinn anzuhören.
(Napoleon Bonaparte, im Jahr 1815)'

Die dümmsten Gesetze

'In Ventura County, Kalifornien, Ist es Hunden und Katzen gesetzlich verboten, ohne vorheriger Erlaubnis miteinander Sex zu haben.'

Die Startseite dazu: stmk-aktiv.at

  • Donnerstag
  • 16.November 2000

Gestern plötzlich

tauchte die pageprofi.de - Seite auf vielen Weblogs auf.
Es dürften also viele Weblogger ebenfalls den Dr.Web-Newsletter abonniert haben, denn dort war ebenfalls gestern zu lesen:

'90% aller privaten Homepages sind gefaelscht. Und manchmal merkt man es.
http://www.pageprofi.de.vu/'

Ein weiterer Link, der auf einigen Logs derzeit zu finden ist: The Kanji Name Generator, der Deinen Namen phonetisch auf Kanjii überträgt (Kanji ist die Symbolschrift der Japaner)
Hier beispielsweise haben wir unsere Namen übertragen lassen ('Ernst' kannte die Page allerdings nicht, insofern musste 'Ernest' draus werden, 'Michael' wusste er zu deuten)

  • Mittwoch
  • 15.November 2000

Das Fundstück des gestrigen Tages

Aus der Anleitung für unsere neuen Monitore:

'Auspacken

Zuerst prüfen, ob das folgende Zubehör in der Verpackung enthalten ist:
19´´-Monitor
(pfooo)
Drehfuss
Spannungskabel'

und - jetzt kommts: 'Diese Anleitung' :-))))

Wir testen Netscape 6

Der neue Browser von netscape steht nun unter ftp://ftp.netscape.com/pub/netscape6/german/6.0/ fertig zum Download bereit. Der Download geschieht über den Netscape-eigenen Download-Manager, man hat allerdings die Möglichkeit zu wählen, ob man die Installationsdateien lokal speichern möchte, um nicht bei jeder Neuinstallation die immerhin insgesamt 24,2 MB für die volle Version herunterladen zu müssen.
Der erste Arbeitseindruck ist ein durchaus positiver, obwohl der Browser auf Windows 98 deutlich mehr an Ressourcen benötigt als die Version 4. Der Seitenaufbau geschieht aber durchaus flott und ohne gröbere Darstellungsfehler. Das neue Layout des Browsers ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber man kann in den Einstellungen auf die gewohnte Netscape-Optik umschalten. Der Import von Adressbuch und Mailkonten-Einstellungen aus Outlook klappte problemlos. Nun kann man endlich auch mehrere Mailkonten in einem Benutzerprofil verwalten. Bei der Installation übernimmt Netscape 6 automatisch die Favoriten des Internet Explorers in die Bookmark-Liste - zwar sehr nett, aber ich hätte mir diese Funktion eher im Importprogramm gewünscht, um auch nachträglich meine Favoriten mit Netscape abgleichen zu können.

Wir testen jedenfalls weiter und halten euch am Laufenden.

Axel Haar, Reiner Zufall und Albert Tross

haben eines gemeinsam: Personen Ihres Namens gibts wirklich. Viele weitere hat ronsens aufgetan.
Was denken sich eigentlich die Eltern bei der Namensvergabe?

Eigene Recherche starten?

Wenn man übrigens einfach eine Ebene höher auf die Page mit den kuriosen Namen einsteigt, finden sich jede Menge anderer lesenswerter Dinge:

Law & Order - Die Chronik der seltsamsten Gesetze
Kriminaltango - die Chronik der dümmsten Gauner und Ganoven
sowie absolut genial: Die Chronik des Wahnsinns in mehreren Teilen.

Als ich die Seitenadresse gesehen hatte, erinnerte ich mich an Manuelas Useless Pages, die ich vor einigen Jahren einmal komplett durchforstet habe - die Seite gibts seit Oktober 1996. An diesen Stil wurde ich auch erinnert, als ich mich zum ersten Mal auf diversen Weblogs bewegte (die legendäre Weblog-Rally vor etwa 4 Monaten)

Manuelas Page brachte mich auf die Seite des 'Spaßwelle'-Webrings, von dort aus kam ich auf die Page des Vereins zur Verwertung von Gedankenüberschüssen und dort wiederum entdeckte ich ebenfalls einen Text, den ich lange nicht gelesen habe:

Wie Programmierer verschiedener Leistungsstufen 'Hello World' programmieren

'Sorry, due to a wet cable in the Atlantic Ocean, we are unable to deliver the next page.
We apologize for the interruption!'

  • Dienstag
  • 14.November 2000

Reime, Reime, Reime

der zirbel entdeckte einen Reimgenerator für die englische Sprache und fragte ob es sowas auch in deutsch gibt.
Ja, gibt es, zwar nicht mit den Einstellungsmöglichkeiten, aber doch. Auf 2Rhyme findet man nach einem eingegebenen Wort welche mit gleicher Endung. Weitere Ressourcen zum Thema:

The Heretical Rhyme Generator macht ein Gedicht auf englisch, sobald man ihm die erste Zeile vorgibt.
Spaßguerilla SM Gedichtgenerator erzeugt (eher seltsame) Gedichte auf Knopfdruck.

Professioneller gehts in der Lyrikwelt zu - Reime von Klassikern halt.
Schüttelreime - auch eine beliebte Abart.
...und noch mehr Schüttelreime:

'Rattengift

Es wirkt bei jeder Ratte gut
und hilft, dass bald der Gatte ruht.'

und noch ein paar...

Achtung Suchtgefahr!

Wie auch der Schockwellenreiter weiß ich nicht, ob ich mich bei Sing Blue Silver für diesen Link bedanken soll - er kostete mich etwa 4 Stunden...

Sean postete die DriveThru-Bankomat-Bedienungsanleitung für Frauen - da zahl ich doch gern war in die Chauvikasse (nachdem ich vorher beim Bankomat war... ;-)

Weiters fand ich bei ihm einen Link zur Elefantenjagd - passend dazu habe ich wieder einmal den Krokodilbeweis hervorgekramt.

Alle erwähnten ihn, also tu ichs auch, und zwar weil ich finde, daß er im Unterhaltungswert dem Anagrammgenerator nicht nahekommt - der Sloganizer

Jörg brachte eine unschätzbare Ressource für den Under-Construction-Club, die grösste Community im Internet:
'This icon says more about me than it does about my web page'
Eigentlich müsste man jedes Weblog mit diesen 'Under Construction'-Schildchen zupflastern, weil FERTIG ist es ja per Definition nie... ;-)

Gestern abend wieder einmal Pflichttermin für Matt-Groening-Fans auf Pro7: Futurama - gestern die Folge 1ACV11 - Mars University (Download)

'Knowledge brings fear'

  • Sonntag
  • 12.November 2000

Keine Einträge

In Österreich herrscht Staatstrauer nach dem Seilbahnunglück am Kitzsteinhorn. Wir werden dieser Tatsache Rechnung tragen und in dieser Zeit keinerlei Einträge veröffentlichen.

  • Samstag
  • 11.November 2000

3 Monate bloggen…

...Zeit, um Bilanz zu ziehen:

15 Mitglieder, 236 Messages, 233 Bilder und jede Menge postive Reaktionen aus dem Kunden- und Freundeskreis, eine Menge neue Leute (virtuell) kennengelernt.

DANKE euch allen, die das Blog gelesen haben, die Verbesserungen vorgeschlagen haben und die mitgeschrieben haben.

Wir machen ungebremst weiter, nur möchte ich in Zukunft Mike herzlich zu mehr Mitarbeit einladen - er stösst auf die unglaublichsten Pages und gibt dieses Wissen nur selten weiter... :-)

  • Freitag
  • 10.November 2000

Wahlkrimi noch nicht vorbei

Wie der Kurier berichtet, wird ein offizielles Endergebnis erst nächste Woche vorliegen. Nach inoffiziellen Angaben sind die Stimmen in Florida jedoch bereits ausgezählt - dabei liegt Bush nur 327 Stimmen vor Gore.

Rein an Stimmen der Wahlmänner liegt Gore derzeit mit 260:246 voran. Die 25 Wahlmännerstimmen Floridas geben also den Ausschlag, da ja dem Sieger in einem Bundesstaat alle Wahlmännerstimmen zufallen. Es bleibt also weiterhin spannend.

Vor allem, da die Demokraten gestern abend noch eine Wahlanfechtung überlegten, da auf den Wahlzetteln nicht klar erkennbar war, welches Kästchen zu welchem Kandidaten gehörte und so möglicherweise etliche Wähler irrtümlich für Pat Buchanan anstatt für Al Gore gestimmt hatten.

Jenny wurde von Alex verlassen

Sing Blue Silver hat schon kurz drüber geschrieben: Alex Jolig, der Ex-Big-Brother-Containerfuzzi trennte sich gestern von seiner (schwangeren) Freundin Jenny Elvers. Und er gibt ihr die volle Schuld daran. Wer hätte das gedacht... ;-)

Leichte Überarbeitungen

am Weblog: Schon seit einigen Tagen spielen wir uns mit der Linkleiste. Neu dazugekommen sind Partnerlinks (teilweise von uns gestaltete Pages, teilweise Firmen, mit denen wir in manchen Bereichen zusammenarbeiten), Links zu Artikeln, die wir im Laufe der Zeit gestaltet haben sowie zwei neue Weblog-Links: zirbel und ronsens.
Anregungen oder Verbesserungsvorschläge dazu?

  • Donnerstag
  • 9.November 2000

Woody-Allen-Fans aufgepasst!

Den ultimativen Dolly- bzw. Daisy-Ersatz hab ich bei ronsens entdeckt: Love Ewe, das aufblasbare Schaf. Einmal ein anderes Geschenk zum Polterabend...eines jener Produkte, ohne die der Fortbestand der Menschheit nicht gesichert wäre.

Auf der Suche nach einer Page über das Schaf Daisy bin ich auf eine Page gestossen, die mich wahrscheinlich noch länger beschäftigen wird: Der Assoziations-Blaster. Schwer zu erklären - ausprobieren.

Am Bergwerk feig

oder 'Werfe KGB-Magier' oder 'Bewege Graf Krim' - das alles sind Anagramme, die man aus EGM Werbegrafik machen kann
(wir erinnern uns zurück an den Deutschunterricht: Wenn man aus ALLEN Buchstaben eines Wortes oder Satzes ein neues Wort oder einen neuen Satz bilden kann, dann ist das ein Anagramm. )
Das ist normalerweie eine Spielerei für ganz lange und langweilige Winterabende, im Computerzeitalter gehts wesentlich einfacher - mit dem Anagramm-Generator

(Link via ERSCHRECKEN WIE TOLL, BRING VISUELLES und BREZEL DIR)

Beim Weiterstöbern entdeckte ich dann nach die Mülltonne - leiten Sie Ihre E-mails an die Mülltonne weiter und sie erhalten diese recycelt zurück, entweder schlicht nach Buchstaben sortiert oder in Gedichte, Witze o.ä. umgewandelt:

'Der Poet und der Witzbold sind sehr fleißig:
Zuerst zerlegen sie den eingesandten E-Müll in seine Atome, den Buchstaben.
Dann kommt der anstrengende Teil:
die Wiederverwertung. Dazu wird die Buchstabenanzahl ausgewertet, mit der Datenbank verglichen und dann wieder zusammengesetzt, je nach dem zu passenden Gedichten oder Witzen. Der verbleibende Rest wird Ihnen mit dem Witz oder dem Gedicht zurückgesandt. Denn bei unserem Recycling geht nichts verloren!'

Die Mailadressen dazu:
Muell@Muelltonne.de
Poet@Muelltonne.de
Witzbold@Muelltonne.de

  • Mittwoch
  • 8.November 2000

Wahlkrimi in den USA

So spannend war die Wahl noch nie: derzeit warten Al Gore und George W. Bush auf die Neu-Auszählung der Stimmen in Florida, da dort nur 500 Stimmen Differenz zwischen den beiden besteht. Weiters werden noch etwa 5000 Stimmen aus Übersee die Wahl mitentscheiden - diese können noch innerhalb der nächsten 7 Tage eintreffen.
Rein von der Anzahl der Stimmen liegt Gore derzeit mit 48,149,029 knapp vor Bush mit 47,913,935 - und das, obwohl Bush in 29 Staaten gewonnen hat, Gore lediglich in 20. Damit hat Bush 246 Elektorenstimmen, Gore bereits 260. Für den Gewinn der Präsidentschaft sind 270 Stimmen erforderlich. Aktuelle Informationen wie immer in dem Fall auf CNN

  • Dienstag
  • 7.November 2000

Präsidentenwahl in den USA

Heute wird ja in den USA ein neuer Präsident gewählt - und selten war es bis am Schluß so spannend wie heuer. Fast stündlich wechselt die Führung zwischen Al Gore und George W. Bush - und durch das amerikanische Wahlsystem wird sich wohl erst in letzter Minute entscheiden, wer gewinnt. Aktuelle Infos dazu stets auf Speakout.
'Die Wahl des US-Präsidenten läuft indirekt ab. Jeder Bundesstaat der USA hat eine bestimmte Anzahl sog. 'Elektorenstimmen' (die meisten hat Kalifornien mit 54). Die Anzahl der Elektoren (Wahlmänner) hängt von der Größe der Bevölkerung des Bundesstaates ab. Gewinnt ein Kandidat in einem Bundesstaat die Mehrheit, so fallen ihm alle Elektorenstimmen des jeweiligen Bundesstaates zu'

The American Presidency
Presidents and States of the United States of America, and Comments on American History
Präsidenten der USA

Wer sich einstimmen will: Auf 88.6 - Der Musiksender ist heute Amerika-Tag, mit lauter Nummer-1-Hits und viel Information rund um die USA und den Stand der Wahl.

UMTS – das Fass ohne Boden?

Die ersten Kostenschätzungen zum UMTS-Netzausbau liegen vor. Laut Expertenschätzungen werden die österreichischen Netzbetreiber mindestens etwa 50 Milliarden ATS für den Netzausbau ausgeben müssen.

Das hat mich natürlich dazu bewogen, meine gestern veröffentlichte Rechnung bezüglich der Kosten pro Kopf weiterzuführen:

Rechnet man nun die 11 Mrd. ATS für die Lizenzen und die weiteren 50 Mrd. ATS an Netzherstellungskosten zusammen und dividiert diese Summe durch die Bevölkerungszahl von Österreich (etwa 8,1 Mio.), so kommt man auf 547 Euro pro Kopf. Das ist im gesamten zwar noch immer weniger, als in Deutschland alleine für die Lizenzen gezahlt wurden, aber trotzdem eine schöne Summe, die man netto verdienen wird müssen.

Gehen wir weiters davon aus, dass mittelfristig jeder dritte Österreicher UMTS nutzt und lassen wir die Wartungs- und Betriebskosten für die Netze ausser acht - bei 190 ATS monatlichen Kosten für UMTS würde es so 10 Jahre dauern, bis alleine die Netzkosten an UMSATZ wieder eingespielt sind. Die Betreiber wollen 2002 mit UMTS starten und ab 2005, also schon 3 Jahre danach wird damit gerechnet, Gewinne zu erwirtschaften. Damit kämen wir auf durchschnittliche Kosten pro Nutzer von 570 ATS pro Monat, damit alleine die Investitionen in das Netz wieder eingefahren werden.

Man darf also auf die Gebührenstruktur von UMTS mehr als gespannt sein - vor allem, weil ja nach wie vor nicht klar ist, mit welchen speziellen Nutzungsmöglichkeiten man den potentiellen Kunden den Umstieg schmackhaft machen will. Lassen wir uns überraschen:

Bei der Mobilkom findet sich jede Menge technische Information über UMTS, allerdings nichts darüber, wie denn nun die Mobilkom die neue Technologie nutzen will.

One bietet UMTS-Frequently Asked Questions und vermeldet darin kryptisch:

'10) Wird sich die Investition in UMTS jemals rechnen?
Durch die aufgewendeten Summen kann man selbstverständlich keinen schnellen return on investment erhoffen, sondern muss das in einer längerfristigen Perspektive sehen. Damit sich die Investitionen langfristig rechnen, muss man das verfügbare Frequenzspektrum mit vielseitigen und interessanten Diensten voll ausnützen.

11) Wie hoch wird die Akzeptanz der Kunden für UMTS sein?
Die Akzeptanz der Kunden hängt vom Nutzen ab, den ihnen UMTS bringt. Alles hängt von der Fähigkeit der Netzbetreiber ab, die Dienste und Inhalte attraktiv und leicht nutzbar zu machen.'

max.mobil bringt eine Pressemeldung zum Thema UMTS und jammert darin unter anderem:

'Daraus ergibt sich, daß ohne UMTS-Frequenzen die Weiterentwicklung der bereits bestehenden und gerade entwickelten Services massiv gefährdet wäre und die Innovationskraft von max.mobil. an ihre ressourcenbedingten Grenzen stieße. Daher tritt max.mobil. für die automatische Vergabe von vier gleichausgestatteten Frequenzpaketen entsprechend den Empfehlungen des UMTS-Forums...an die bestehenden GSM-Betreiber ein, für die eine laufende Frequenznutzungsgebühr zu entrichten ist. Damit wäre das unternehmerische Risiko zu minimieren und der Staat hätte gleichzeitig entsprechende Erlöse für die Frequenzressourcen.

Mobilfunkunternehmen sind keine "Just-for-fun"-Operations...Erfolg darf nicht bestraft werden...Voraussetzung für einen fairen Wettbewerb ist die umgehende Vergabe von GSM 1800 Frequenzen an die im Frequenzspektrum benachteiligten GSM Netzbetreiber...der Businesscase UMTS in Österreich um vieles schwieriger sein wird als in (anderen Ländern) usw.'

Auch hier also keine konkreten Angaben, was denn dem Konsumenten UMTS bringen könnte. Ich bin schon sehr gespannt, welche Werbeschmähs sich die Netzbetreiber einfallen lassen - es kommt sicher einiges auf uns zu.

 

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