Eine Automesse ist für einen fotografierenden Benzinbruder wie mich eine ziemliche Herausforderung: hier kommt es auf gutes Timing und einen selektiven Blick an, damit man tatsächlich die neuen Fahrzeuge fotografiert – und nicht einfach nur die tausenden Menschen am Bild hat, die sich auf so einer Messe tummeln. Auch heute auf der Vienna Autoshow 2016 ist mir das wieder ziemlich gut gelungen: Weiterlesen

1995 mit dem VW Golf vom ÖAMTC in SeyringDa mein Vater während meiner Kindheit ständig an irgendwelchen alten Autos (meist den eigenen) geschraubt hat, habe ich Kolben, Motoren, Fahrwerke, Benzin und Öl bereits von Kindesbeinen an geliebt. Folgerichtig habe ich mich für eine HTL-Ausbildung am TGM im Fachbereich Maschinenbau / KFZ-Technik entschlossen und hatte danach auch in diesem Bereich die ersten Jobs (unter anderem 4 Jahre beim ÖAMTC als Prüfer & Pannenfahrer). Im Jahr 1997 war ich auf der Suche nach neuen Herausforderungen und hatte damals eine grandiose Idee: ich wollte als Motorjournalist zu arbeiten, denn leiwande Autos fahren & drüber schreiben erschien mir eine gute Sache zu sein (und erscheint es mir heute noch, wenn ich drüber nachdenke). Also verfasste ich einen Text über den Job, den ich bis zum damaligen Zeitpunkt am liebsten gehabt hatte: übers Pannenfahren. Damit habe ich mich damals bei verschiedenen österreichischen Zeitschriften (u.a. bei Alles Auto und der Autorevue) beworben – und dabei ist es leider auch geblieben, denn eingestellt wurde ich bekanntlich nicht. 

Ein Jahr danach habe ich mich als Grafiker & Webdesigner selbständig gemacht und dabei ist es jobtechnisch bis heute geblieben. Mein Herz schlägt dennoch weiterhin für schnelles Blech & starke Motoren. Beim Aussortieren alter Backup CDs(!) ist mir mein Text von 1997 wieder in die Hände gefallen:

Menschen in Bewegung:

DER NOTARZT DER BENZINBRÜDER

Der Morgen graut über Wien. Ein Mann in festem Schuhwerk marschiert die Garageneinfahrt nach unten, sperrt sein Auto, einen simplen Subaru Justy, auf, wirft seinen Aktenkoffer, prall gefüllt mit Informationsbroschüren und Formularen auf den Beifahrersitz, den einzig möglichen Platz dafür, und nimmt hinter dem Lenkrad Platz. Das Funkgerät und den Radio einschalten, die Garage verlassen. Das Werkzeug hinten im Auto scheppert fürchterlich, als der gelbe Subaru über die obere Kante der Garageneinfahrt ins beginnende Tageslicht hinausfährt. Als sich das Datenfunkgerät außerhalb der Garage, begleitet von einem unangenehmen Doppelton, ins Netz einklinkt, beginnt der tägliche Dienst auf Wiens Straßen.

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Letztens auf Lifehacker „wieder“gefunden (der Artikel ist aus dem Jahr 2011): die Bastelanleitung, wie man mit Material um etwa 1€ eine Universal-Handyhalterung fürs Auto basteln kann. Heute endlich die Zeit gefunden, bei Pagro die Papierclips zu kaufen (Stückpreis: 59 Cent) und das auszuprobieren. Ergebnis: eine wirklich stabile Halterung, um das Telefon im Querformat im Fahrzeug zu befestigen. Der Bau funktioniert mit den 51 mm breiten Clips einwandfrei (das sind die größten, die Pagro auf Lager hat). Einzige Modifikation gegenüber dem Original: anstatt die verchromten Drahtbügel mit Schnur zu umwickeln, habe ich die Außenhülle eines alten USB-Kabels drübergezogen. Ergibt Extra-Grip und erspart viel Arbeit.

Ab 18.7. gibts 6 Wochen Abenteuer und skurrile Geschichten: verfolgt das Reisetagebuch von Rudi Froese, der eine Motorradreise durch 14 Balkanstaaten unternimmt und live bloggen wird! Schon die Berichte von den Vorbereitungen und der Reisebericht aus dem Vorjahr sind lesenswert.

Das ist mal eine gute Idee: den alten BMW mit einem einfachen, aber gut durchdachten Video auf den Markt werfen. Ich bin sicher, der ist bald weg.

Seit neuestem kann die Nokia-eigene Navigationssoftware Ovi Maps inklusive Kartenmaterial(!) zeitlich unlimitiert kostenlos genutzt werden.  Das Programm funktioniert auf derzeit 10 aktuellen Nokia-Modellen mit GPS-Empfänger, ab März 2010 sollen alle anderen Symbian-Geräte unterstützt werden. Bisher war die Applikation ein Abo-Dienst, der offenbar nur spärlich gebucht war. Im Webwork-Magazin wird auch über die mutmaßlichen Gründe für den Schritt zum Gratistool berichtet. Gratis ist übrigens nur Version 3.0 der Maps – die Version 2.0 auf älteren Geräten ist (theoretisch) noch kostenpflichtig, praktisch sind die Aktualisierungsserver laufend nicht erreichbar.

Auf meinem E51 funktionierts leider noch nicht, weil dafür derzeit nur 2.0 als Download angeboten wird – ich muß bis März warten…

Update 3.2.2010: dankenswerterweise wurde mir ein Nokia N97 zur Verfügung gestellt, mit dem ich Ovi Maps testen konnte. Der Download und die Installation der Kartenanwendung verläuft problemlos. Etwas gestört hat mich, daß bei Neuinstallation der eigentlichen Karten mit dem Map Loader nicht nachgefragt wird, welche Karten man denn überhaupt am Handy haben möchte, sondern sofort mit dem Download (seltsamerweise von Italien-Kartendaten) begonnen wird. Diesen muss man abbrechen, dann kann man sich gezielt die Karten aussuchen, die man braucht. Ausserdem werden die Karten jedesmal neu aus dem Netz geholt, selbst wenn man sie nur 5 Minuten später auf ein zweites Handy installieren möchte. Hier ist also noch ein wenig Feintuning von Nokia gefragt.

Da das Nokia N97 keinen GPS-Empfänger eingebaut hat, habe ich probiert, meinen treuen iBlue 747A+-Bluetooth-Empfänger mit dem Handy zum Laufen zu bringen. Wenn man einmal die Option gefunden hat, daß die Standortbestimmung auch via Bluetooth-GPS möglich sein darf, funktionierts problemlos. Der 747A+ hat sich schon in Zusammenarbeit mit meinem E51 bestens bewährt und liefert selbst im Handschuhfach des Autos genug GPS-Signalstärke, um zuverlässige Positionsdaten ans Handy zu liefern. Die Kartensoftware selbst bietet alle Optionen, die man von einem aktuellen Navi erwarten würde, inkl. Nachtmodus und Verkehrsinfo mit entsprechender Berechnung von Alternativrouten. Auch Tempowarnung bei Überschreitung der aktuell zulässigen Höchstgeschwindigkeit und Warnung vor fixen Radarboxen gehört zum Standardumfang. Die Ansagen erfolgen auf Wunsch mit Strassennamen und sind rechtzeitig und punktgenau. Einzies Manko: der Handy-Akku ist bei Navi & Bluetooth-Betrieb naturgemäß rasch leer, weil ja (bei Betrieb im Auto natürlich sinnvoll) das Display ständig eingeschaltet bleibt. Ein Autoladekabel ist also eine lohnende Investition.
Demnächst wird die Navi-Funktion für Fußgänger getestet – Updates dann wieder hier!

Update April 2010: natürlich ist das Blödsinn, daß das N97 mini kein GPS eingebaut hätte. Es hat natürlich einen eingebauten GPS-Empfänger. Habs nur nicht gefunden, wie man den aktiviert…
So gehts: man startet das Programm „Standort“, geht dort auf „GPS-Daten“ und dann auf „Optionen“.  Dort findet man „Standort-Best. einstellungen“, dort dann „Bestimmungsmethoden“. Dort alles deaktivieren bis auf „Integriertes GPS“ und „Netzbasiert“. Dann navigiert das N97 mini auch problemlos ohne externen GPS-Empfänger. Lediglich bei der ersten Positionsbestimmung kann es schon mal 10 Minuten dauern, bis das Telefon alle nötigen Infos von den Satelliten gesammelt hat. Danach dauerts meist weniger als 3 Minuten, bevor das Gerät seine Position kennt.

Drüben bei drivenews aktuell: Wenn man einen 2CV mit einem Ferrari kreuzt – mit Video! Dieser Umbau wurde in Italien verwirklicht und dürfte mit 180.000 Euro Umbaukosten den teuersten 2CV-Kastenwagen aller Zeiten darstellen. Aber sicher auch den schnellsten.Nimik-2CV

Wenn man erstmals ein Auto einer neuen Marke als bisher kauft, so muss man sich nicht nur auf ein anderes Fahrgefühl und veränderte Parkgewohnheiten, sondern auch auf neue Sitten und Gebräuche beim Umgang mit Werkstatt und Ersatzteilhandel einstellen. Es dauert ja oft eine Zeit lang, bis man sich aneinander gewöhnt hat. In meinem Fall ist das Fremdmarkenfahrzeug ein gebrauchter Chrysler Voyager 2.5 CRD geworden, der seit kurz vor Weihnachten auf mich angemeldet ist (und derzeit mit einer defekten Einspritzdüsendichtung in einem Nachbarbezirk steht). Kurz nach Neujahr wollte ich den defekten Thermostat tauschen – was nur mit Hindernissen möglich war. Mein Mail vom 7. Jänner an die Geschäftsleitung von Chrysler Wien nach dem ersten Versuch, in der Filiale Wien 21 einen Thermostat zu kaufen, lautete wie folgt:

Sehr geehrter Herr XXX,

letzte Woche Samstag hätte ich für meinen Voyager (meinen ersten Chrysler überhaupt) recht dringend einen Thermostat gebraucht. Daher habe ich mich nach Blick ins Internet und einem Anrufversuch auf den Weg zur Filiale Wien 21 gemacht, da diese für mich an nächsten liegt – mit einem geborgten Auto, denn der Voyager stand zerlegt in meiner Garage.

Ich war daher nicht sehr erbaut, dort auf einem ausgehängten „Kaszettel“ die Mitteilung vorzufinden, die Filiale sei von 24.12. bis 6.1 geschlossen. Wieder daheim angelangt rief ich im 23. Bezirk an. Doch noch bevor ich ausreden durfte, wurde ich belehrt, dass am Samstag keiner im Ersatzteillager wäre. Da ich davon ausgegangen bin, dass dafür die Öffnungszeiten für „Verkauf“ gelten (schließlich will ich die Teile ja kaufen), war ich innerhalb kurzer Zeit ein zweites Mal über die Verlautbarungsgebarung in Ihrem Unternehmen etwas überrascht. Und hab den 5. Bezirk gar nicht mehr probiert.

Bitte, im Sinne aller Kunden die in dieser Zeit so wie ich vor verschlossenen Türen gestanden sind (alleine als ich den Zettel gelesen hab, warens drei!): sowohl die Website als auch der Ansagetext der Telefonanlage wären hervorragende Möglichkeiten, einen Betriebsurlaub zu kommunizieren. Es würde ihren Kunden unnötige Wege ersparen. Und bitte führen sie die Öffnungszeiten für den Ersatzteilverkauf auf der Website extra an, wenn er schon nicht unter „Verkauf“ fällt. Ich würde auch vermuten, dass mehr Leute Samstags Ersatzteile als neue Autos kaufen, daher wäre es wenigstens in einer Filiale fein, wenn man Samstags diesen Kundendienst anbieten könnte.

Sollte der Webseiten-Umbau lediglich an jemandem scheitern, der das durchführt (das letzte Update war vor mehr als 4 Monaten!), darf ich Ihnen meine guten Dienste anbieten. Auf den Websites meiner Kunden gibts Updates wie dieses üblicherweise binnen 24 Stunden.

Freundliche Grüße & eine erfolgreiche Woche

Reaktion auf die Beschwerde: bis heute keine. Toller Kundenservice, wirklich. Wie stehts so toll auf der Startseite der Page von Chrysler Wien:

Selbstverständlich sind unsere modernst eingerichteten Schauräume und Werkstätten mit Spenglerei immer für sie da und um ihre Zufriedenheit bemüht.

Lippenbekenntnisse. Werbung und Realität klaffen hier weit auseinander.

PS: Schließlich ist es mir zum stolzen Preis von 155 Euro gelungen, im 23. Bezirk einen Thermostat aufzutreiben (zum Vergleich: für andere Fabrikate sind Thermostate ab etwa 15 Euro erhältlich, oft sogar noch billiger) – im Voyager muß das komplette Gehäuse drumherum auch mitgetauscht werden. Auch schon egal. Bin jedenfalls schon neugierig, wieviel der Dichtring für die Einspritzdüse kosten wird (und wann die Kiste dann das nächste Mal liegenbleibt).

Update 29.1.2009: die Dichtung für die Einspritzdüse ist ein schlichter Kupferring mit etwa 15 mm Aussendurchmesser. Preis bei Hornbach oder dergleichen wahrscheinlich einige wenige Cent. Der Preis als Originalersatzteil für den Voyager: mehr als 8 Euro!!!! Eines weiß ich jetzt schon – das ist mein letzter Chrysler.

Update 20.2.2009: es hat nicht lange gedauert und ich hab wieder was von Chrysler Wien gebraucht. Auf meine Anfrage wegen einer Antriebswelle hat sich binnen kurzer Zeit Hr. Jankovic aus der Filiale im 21. Bezirk gemeldet – und den Preis für die Welle von sich aus um 100 Euro reduziert. Gut, 341 Euro sind noch immer viel Kohle für ein bißl Metall, aber 441.- wäre noch teurer. Und die 341.- waren ausnahmsweise billiger als bei allen Webhändlern, wo ich ebenfalls angefragt hatte.
More to come – die Lagerbuchsen des rechten Querlenkers sind ebenfalls noch zu erneuern…

Update 2.3.2009: die Buchsen für den Querlenker gibts bei Chrysler nicht extra zu kaufen. Man muss laut denen den kompletten Querlenker tauschen – und Chrysler will 347 Euronen dafür. Im Nachbau gibts erstens die Buchsen auch extra (Satz um € 39.90, die sollen sich aber gegen den Ausbau extrem wehren) und zweitens den kompletten Querlenker inkl. Versand um etwa 140 Euro. Fazit aus den bisherigen Reparaturen: wenns nicht unbedingt sein muss, vermeide man aus Rücksicht auf sein Konto den Originalersatzteil. Die Preisgestaltung von Chrysler ist nur als unfassbar maßlos und geisteskrank zu bezeichnen.