Heute will ich hier (anlässlich der Cryptoparty 49 zur Vorbereitung auf den #33c3) kurz erklären, wie man den kompletten Internetverkehr eines Windows-Rechners über einen SSH-Tunnel leiten kann – eine verschlüsselte Datenverbindung zwischen Ihrem Rechner und einem SSH-Server irgendwo im Internet, über die der komplette Datenverkehr abgewickelt werden soll. Weiterlesen

Wer Dropbox schon länger nutzt, der kennt den Ordner „Public“ – es war einst die erste Möglichkeit, in der Dropbox abgelegte Dateien auch für andere Internetbenutzer freizugeben. Für Entwickler angenehm: man kann im Ordner Public eine Ordnerstruktur aufbauen, die 1:1 via Internet abrufbar ist. Somit kann man Dropbox als einfaches CDN nutzen: die Bilddateien für meine Panoramawebsite wurden lange Zeit darüber ausgeliefert.

In neueren Dropbox-Konten (ab etwa 2012) gab es den Ordner ohnehin nicht mehr. Gratis-Benutzer können den Public-Ordner schon seit März nicht mehr nutzen, mit 1. September 2017 wird auch für Nutzer eines kostenpflichtigen Dropbox-Kontos die Freigabe abgeschaltet. Dateien können danach nur mehr via Linkfreigabe geteilt werden. Diese ist aber für CDN-Nutzung unbrauchbar, weil sie keine direkten Links auf Dateien ermöglicht.

Schade drum. So günstig gabs sonst nirgends 1TB Webspeicher :-)

Heute stand ich vor der Aufgabe, die WordPress-Website eines Kunden per Duplicator-Plugin von World4you zur Weiterentwicklung auf einen Testserver zu überspielen. Das Erstellen des Archivs und des Installers funktionierte problemlos, allerdings spuckte der Server beim Versuch, die beiden Dateien herunterzuladen, eine Fehlermeldung aus: „Internal Server Error – The server encountered an internal error or misconfiguration and was unable to complete your request. Your administrator may not have enabled CGI access for this directory.“

Nach kurzer Suche war der Schuldige schnell gefunden: der Duplicator legt seine Dateien im Verzeichnis /wp-snapshots ab. Dort wird bei der Installation eine Datei namens .htaccess angelegt, deren Inhalt nur dafür sorgen soll, dass beim direkten Aufrufen des Verzeichnisses der Inhalt nicht aufgelistet werden kann. Und das mag der World4you-Server offenbar gar nicht, denn diese Einstellung kann man im Kundenbereich my.world4you.com unter „Webspace -> Einstellungen -> Weitere Server-Einstellungen“ global für alle Verzeichnisse setzen: wenn hier „Directory Listing“ auf AUS gesetzt ist, kann die .htaccess mit diesem Inhalt getrost entfallen.

Abhilfe also: Directory Listing im Kundenbereich auf AUS, .htaccess (NUR die Datei im Verzeichnis /wp-snapshots – NICHT die .htaccess im Hauptverzeichnis!!!!!) löschen – und der Download der Duplicator-Files klappt einwandfrei.

Interessanter Artikel letztens bei Sistrix: Want to slowly kill your content on Google? Simply use a directory structure with dates. Kurz zusammengefasst raten die Profis davon ab, in URLs das Datum einzubauen, wie es etwa in WordPress möglich ist. Denn derartige Artikel rutschen stetig im Ranking nach hinten, bis sie praktisch unfindbar werden. Ich kann ein Lied davon singen – da ich seit August 2000 blogge, gibts über 2000 Beiträge online, von denen allerdings ein Gutteil bereits so nach hinten gerutscht ist, dass sie kaum mehr aufgerufen werden. Ich hatte schon längere Zeit die URLs im Verdacht, daran mit schuld zu sein.

Also Umstellung der URLs auf ein Format, das Google mehr mag. Weiterlesen

Der amerikanische Schriftsteller Dennis Cooper hat 14 Jahre lang auf Blogger Texte verfasst, Bilder hochgeladen und sogar einen kompletten Roman veröffentlicht. Leider hat Google (die Besitzer von Blogger) nun das alles gelöscht. Unwiederbringlich. Endgültig.

Dieser tragische Fall zeigt sehr drastisch, dass es keine gute Idee ist, die eigene Online-Präsenz nur auf externe Dienste aufzubauen. Denn ganz flott ist alles weg, was man jahrelang an Zeit, Nerven und Arbeit reingesteckt hat. Weiterlesen

Online seit 17.11.2011, aktualisiert am 15.5.2016: Wie manche meiner Stammleser ja wissen, bin ich öfter im Jahr in Kroatien am Segelboot unterwegs. Internetzugang via Roaming war (und ist!) unfassbar teuer, selbst wenn man „nur“ dem Smartphone erlaubt, sich mit dem Internet zu verbinden – mit der Datenkarte am Laptop können in wenigen Tagen gar mehrere hundert Euro zusammenkommen. Und ich habe zwar seit mehreren Jahren eine kroatische T-mobile-Wertkarte namens „Simpa“, aber auch damit war Websurfen finanziell schmerzhaft (ohne Datenpaket: knapp 6 Kuna / 100 kB). Sonst ist die Simpa-Karte sehr empfehlenswert: man kriegt in fast jedem Geschäft die Wertbons zu kaufen (selbst an vielen Bankomaten kann man welche erstehen) und die Netzabdeckung auch draußen auf den Inseln ist hervorragend. Die SIM-Karten selbst kriegt man z.b. in Postämtern und sogar auf Tankstellen um günstige 20 kn.

Die Zeiten des teuren Internetzugangs am Boot sind aber vorbei: man kann mit JEDER Simpa-Karte(!) super-einfach pauschale Internetpackages aktivieren, die jeweils einen Monat gelten. Dann kann man fast so unbesorgt websurfen wie daheim:  Weiterlesen

Die neue WordPress-Version 4.5 wurde veröffentlicht – eine gute Nachricht, denn diese Version lockt mit vielen Detailverbesserungen und neuen Funktionen.


Allerdings ist das Update aktuell nicht ganz unproblematisch: es wird in Foren und Diskussionsgruppen derzeit von vielerlei Detail-Problemen nach dem Update auf 4.5 berichtet.

Viele ältere Versionen von Plugins und Seitenvorlagen verwenden die Funktion get_currentuserinfo(), obwohl Entwicklern schon seit längerem empfohlen wurde, ihre Plugins und Themes auf die neuere Funktion  wp_get_current_user() umzustellen. Und nun in WordPress 4.5 ist die Funktion endgültig rausgeflogen. Wenn nun ein Plugin oder eine Seitenvorlage installiert ist, das die Funktion nutzt, so zeigt die Website im besten Fall Fehlermeldungen an, im schlimmsten Fall bleibt die Website funktionslos. Weiterlesen